Als das Licht wieder anging, war ich anfangs geblendet und musste ein paar Mal blinzeln, bis ich mich an die Helligkeit wieder gewöhnt hatte. Der Film war echt klasse, aber ab und zu hatte ich mich beobachtet gefühlt und mich deswegen oft zu der Loge umgedreht, in der die Schauspieler saßen. Ich war einfach kein Freund von verspiegelten Fensterscheiben! Ariana riss mich aus meinen Gedanken, als sie anfing über den Film zu reden. "Also Smaragdgrün wurde echt am besten von allen drei Teilen umgesetzt. Vor allem war toll das sie Ende so abgeändert haben, dass man sieht wie Leslie und Raphael zusammenkommen. Ich hätte ehrlich nicht erwartet, dass der Film so gut geworden ist." Während Ariana den Film kommentierte, verließen wir den Kinosaal. Ab und zu nickte ich und stimmte ihr zu. Als sie sich jedoch grade aufregte, dass man Gideon noch etwas hätte verändern können, wurde sie unterbrochen.
"Endschuldigen sie, ich bin von der New York Times, ich schreibe einen Artikel über die Premiere von Smaragdgrün. Könnten sie mir vielleicht berichten, wie sie den Film fanden." Vor uns stand ein blonder Journalist mittleren Alters und lächelte uns fröhlich an. Ich war einfach zu überrascht um zu Antworten und so übernahm Ariana das Reden.
"Also wir fanden den Film sehr gut umgesetzt, besser als beide anderen. Ebenfalls war das etwas abgeänderte Ende sehr schön....."
Der Journalist fragte sie noch weiter nach dem Schauspieler, der am besten gespielt hätte und was ihr am besten gefallen hätte. Auch mich fragte er ein paar Fragen zu dem Film. Zum Schluss fragte er uns noch nach unseren Namen.
" Elena Winter und Ariana Sommer ", murmelte er während er sich die Namen in seinem Block notierte. " Danke, dass waren alle Fragen. Dann werdet ihr bald von euch in der Zeitung lesen!" Er lächelte uns noch einmal an, drehte anschließend um und war schneller verschwunden als man blinzeln konnte.
"Na, der hatte es aber eilig.", schüttelte ich grinsend den Kopf, " Ich bin echt mal gespannt auf den Artikel."
"Ja. Ich auch. Wollen wir vielleicht noch zu -..." Und schon wieder wurde Ariana unterbrochen, doch diesmal von meinem Handy.
"Sorry.", sagte ich und schaute sie entschuldigend an.
"Hallo hier ist Elena Winter.", sprach ich in mein Telefon.
"Guten Abend Frau Winter, hier ist ihr Chef. "
Nanu. Was wollte der denn jetzt?
"Ich rufe an, da ich sie fragen wollte ob sie nicht Lust hätten sich heute noch etwas Geld dazu zu verdienen. Eine Kellnerin ist abgesprungen und wir brauchen dringend Personal."
"Also , ich wei-....", ich konnte nicht zu Ende aussprechen, da fiel mir mein Chef ins Wort.
"Ok , formulieren wir es mal anderes. Ich brauche sie hier. Seien sie bitte in einer halben Stunde da , für den Abend bekommen sie auch das doppelte Gehalt. Bis gleich."
Danach tutete es nur noch aus meinem Telefon, der hatte tatsächlich einfach so aufgelegt!
"Was ist los?", fragte Ariana.
"Mein Chef will, dass ich auf der Stelle bei ihm im Restaurant antanze. Er braucht wohl dringend Personal."
"Och nee. Das heißt du musst jetzt schon gehen, ich dachte, wir würden noch irgendwo was essen gehen.", sagte Ariana enttäuscht.
"Ich wäre auch gerne noch essen gegangen, aber er bietet mir das doppelte Gehalt für heute Abend. Ich brauche das Geld noch dringend für meinen Teil der Miete. Wir können ja morgen zusammen was essen.", erwiderte ich. " Sei mir bitte nicht böse."
"Ok.", brummelte Ariana, nicht gerade sehr erfreut darüber.
Als wir aus dem Kino kamen stand die Limousine bereits auf der anderen Straßenseite.
Während wir in der Limousine saßen, sprachen wir wenig miteinander. Ich vermutete Ariana war immer noch etwas enttäuscht.
Zuerst hielt die Limo vor Arianas WG. Ich verabschiedete mich von ihr und versprach ihr nach meiner Schicht noch einmal zu schreiben. Anschließend fuhr die Limousine zum Restaurant Bruchstroke. Dies war eins der teuersten Japanischen Restaurants in New York , aber das gute war ich konnte es von meiner WG aus schnell erreichen. Als die Limousine hielt, bedankte ich mich noch bei dem Fahrer und stieg aus. Ich sollte morgen einmal meinen Onkel anrufen und mich dafür bedanken dachte ich. Nachdem ich die Tür zum Restaurant geöffnet hatte, sah ich wie fast das ganze Personal das wir hatten hin und her lief und so etwas wie ein Festessen vorbereiteten. Ich zwar ziemlich erstaunt , soviel Aufruhr hatte es noch nie gegeben. Emma, eine andere Kellnerin, kam, als sie mich erblicke, auf mich zugerannt.
"Komm schnell, zieh dich um die Gäste können jeden Moment kommen, da muss alles fertig sein. Beeil dich!!"
"Wer kommt de-..." Ich brauchte meine Frage nicht zu Ende zu stellen, denn Emma war schon wieder abgerauscht.
Also ging ich nach hinten und Restaurant und holte mir meine Kellnerkleidung aus meinem Spind und zog mich um.
Als ich fertig war, ging ich wieder in den Essensraum um nach Emma zu suchen.
Schließlich fand ich sie auch, sie war in der Küche und guckte durch das Guckloch gespannt ins Innere des Restaurants. Ich stellte mich neben sie und guckte ebenfalls durch das Guckloch.
"Wer kommt denn so spannendes?", fragte ich Emma ungeduldig.
"Hat dir das denn keiner gesagt?", fragte sie erstaunt." Die Schauspieler und One Direction haben das Restaurant für heute Abend gemietet."
Sie hatte es gerade ausgesprochen, da kamen die Ersten des Sets ins Restaurant.
Na toll, ich konnte mir nichts besser vorstellen als One Direction und die Schauspieler von Smaragdgrün zu bedienen. Ich drehte mich weg und ging zurück in die Küche. Schon schrie mir der Küchenchef entgegen, dass die Suppe serviert werden könne.
Das konnte ja noch ein toller Abend werden, am liebsten säße ich jetzt mit Ariana in irgendeinem Restaurant.
Doch nun musste ich mich an die Arbeit machen.