Manchmal sehe ich alte Fotos und erkenne mein Gesicht, aber nicht den Menschen darin. Es fühlt sich an, als wäre ich nur in das Bild gesetzt worden, ohne jemals wirklich dort gewesen zu sein.

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Manchmal sehe ich alte Fotos und erkenne mein Gesicht, aber nicht den Menschen darin. Es fühlt sich an, als wäre ich nur in das Bild gesetzt worden, ohne jemals wirklich dort gewesen zu sein.
& das schlimmste ist, wenn du ständig mit dir alleine bist. Die Angst vor einer Attacke, die Panik dich selbst nicht zurück zu holen.
Kalter Rauch
Kalter Rauch legt sich um die Scheune, erfüllt jeden Zentimeter, jeden Stein. Bohrt sich in jede Ritze des Gesteins.
Nur einen Schritt hinein, in die helle offene Scheune die von Feierei erzählt. Geruch von kaltem Rauch zieht in die Nase, ist die Nacht doch schon längst vorbei.
Kalter Rauch, ein einnehmbarer Geruch, den man so schnell nicht vergisst und auf irgend eine, etwas unerklärbare Weise an früher erinnert und Gewalt.
Emotionen und Gefühle, seit Tagen phasenweise außer Kontrolle. Fühle ich mich wütend, dass andere von uns so leiden müssen. Wieder am Rande der Verzweiflung stehen und nicht verstehen.
Nicht verstehen das die Gewalt vorbei ist, der kalte Rauch nicht mehr zu uns gehört. Und doch nur einen Augenblick dieser Geruch und er haftet wieder an denjenigen von uns, die so sehr damit kämpfen aus der Gewaltspirale zu entfliehen. Nicht nur körperlich, sondern vor allem mental.
Der kalte Rauch, unsichtbar und doch klebt er sofort wieder an uns dran. Setzt sich fest in Haaren und am Körper. Lässt kaum Platz zum atmen. Er ist gnadenlos und seine fehlende Sichtbarkeit lässt ihn harmlos erscheinen. Doch kriecht er in einen rein, in jeden Winkel.
Wie die damalige Gewalt.... ausgeübt von Männern. Es ist ein Kampf, ein Horror. Wenn anderen von uns so leiden, es wieder erleben vor dem inneren Auge. Und ich seh zu, versuch zu helfen, zu beschützen.
Versuch Gefühle aufzufangen, die Gegenwart aufzuzeigen mit meiner oft sehr großen Unterstützung durch andere beschützende Innenpersonen. Die Wut in mir sie brennt, der Hass wächst jeden Tag.
Möchte ich am liebsten Rache ausüben, die gleiche Gewalt diesen Tätern antun. Doch Strafbarkeit, das verdienen wir nicht. Doch ich such mir meine Wege zur Macht.
Wut ist Macht, Wissen ist Macht, diese Worte hier sind Macht. Wir brechen das Schweigen, wenn auch langsam. Lernen, wachsen, schreien. Sind wütend und verzweifelt und fangen an zu heilen.
Niemand klaut uns mehr diese Macht und eins verspreche ich all den Tätern da draußen, die uns früher weh taten: Ihr werdet nicht verschont. Es wird vielleicht nur hier und anonym passieren. Aber wir werden sprechen, den Menschen es erzählen, die dieses Wissen mit Vertrauen behandeln.
Ich übe nicht Rache, ihr verdient nicht meinen Fall. Ich bin still und geplant. Ich bin der kalte, unsichtbare Rauch und ich krieche in jede eurer Ecken. Ihr werdet es nicht merken und denken wir erinnern uns nicht.
Ihr denkt ihr seid sicher, aber seid gewarnt: Ich bin wie dieser kalte, eklige Rauch und ihr seht mich nicht kommen. Ich werde nicht entdeckt.
Doch werde ich, werden wir sprechen und euch verraten im sicheren Rahmen. Dieser kalte Rauch wird nie wieder an uns haften, aber ihr werdet ihn nie wieder los. Versprochen.
S⚡️
Kleine Wohnung mit Balkon
Das Gemüse brutzelt leise vor sich hin in der Pfanne, ich habe Zeit es zu beobachten.
Der Geruch von Kräutern in der Nase, als ich eine kleine Dose öffne. Das klirrende Geräusch von einem Löffel und einer Gabel, es hallt leicht nach.
Die winzige Küche, die eigentlich nur Teil unseres Flurs ist, ruhig steh ich da.
Diese Kleinigkeiten fallen nun auf. Das Brutzeln des Gemüses, ein Geruch von Kräutern, ein Geräusch von Besteck, das aufeinander trifft.
Nun haben wir Zeit diese Kleinigkeiten zu sehen, wahrzunehmen, zu spüren. Hier in unserer kleinen Wohnung mit Balkon.
Der Teppich ist weich, in der Küche kaum Platz zum kochen. Ein bisschen chaotisch, doch das bedeutet wir leben. Der Stuhl, auf ihm stapeln sich Klamotten.
Kuscheltiere die das Bett beherrschen und über es wachen. Und ein großes Wolfkuscheltier, dass die Balkontür bewacht. Ein leises, angenehmes Summen vom Tiefkühler und Kühlschrank.
Nun haben wir Zeit diese Dinge wahrzunehmen. In unserer kleinen Wohnung mit Balkon.
Der Regen der an die Scheibe donnert. Mal leise, mal laut. Der Wind der durch unseren Hängesessel draußen weht, diesen zum Wackeln bringt. Das angenehme Ticken der Uhr, über all kleine Lichter in der Wohnung verteilt.
Ein Beamer der fast versteckt im Regal steht und dessen Geräusch uns leise sagt: der Abend beginnt.
Dampfendes Essen in der Pfanne, wir dürfen es genießen. Hier darf Essen zelebriert werden, Fehler gemacht werden, Chaos sein. Denn hier ist niemand der schreit, niemand der uns etwas vorwirft. Niemand der uns für unsere menschlichen Fehler bestraft.
In unserer kleinen Wohnung mit Balkon. Kunstrasenplatten auf dem Balkon verteilt, es sieht fast aus wie ein Mini Garten. Und nachmittags wenn die Sonne drauf scheint, lässt es sich dort sehr gut aushalten.
Das Fenster das weit geöffnet wird, so oft und so lang wir es wollen. Denn hier ist keiner der es uns verbieten könnt.
Die Vögel zwitschern, die Blätter, Bäume werden grüner. In etwas Entfernung hört man das Fahren der Züge. Hier dürfen wir das wahrnehmen, hier ist das möglich in unserer kleinen Wohnung mit Balkon.
Hier dürfen wir sein, hier sind wir sicher. Hier wartet niemand mit Gewalt. Kein Raum der Verurteilung, kein Raum der uns gefangen hält. Nur Geborgenheit und Sicherheit. Wärme, Licht, ein zartes Gefühl von Wohlfühlen, das jeden Tag wächst.
Jeder drückt sich von uns hier aus. Mal mehr mal weniger in jedem einzelnen Dekoteil. Auch die Innenkinder haben ihren Spaß mit Büchern und Malsachen, das ist ihre Welt.
Hier wird nicht dissoziiert, nur wenn wir uns erinnern an all die Gewalt. Hier darf alles sein. Der Schmerz in seiner ganzen Pracht, aber auch ein Kennenlernen der guten Seiten des Lebens.
Manche fragen: wie hältst du es nur aus, in dieser kleinen Wohnung? Die Küche zu klein, der Raum zu eng. Du musst doch flüchten wollen, nach draußen rennen.
Aber wir halten nicht aus, oh nein. Dieser Raum ist nicht klein, er ist groß, denn er ist mein, unser Raum. Und dadurch ist er groß, man glaubt es kaum. Doch vorher gab es sowas nicht. Kein Raum nur für uns allein.
Diese Wohnung ist groß, viel mehr als ein Raum. Hier wird nicht ausgehalten, hier wird gelernt und gelebt. Hier findet der Prozess statt von einem Überleben ins Leben.
Der Balkon. Unsere Naturquelle, sollten wir es nicht in den Wald um die Ecke schaffen.
Es wird gelesen, gemalt, getanzt, sich ausgedrückt. Geweint, erinnert, Schmerz erlebt. Das alles passiert, weil es passieren darf. Weil es sicher ist.
Also nein, die Wohnung ist nicht zu klein, die Küche auch nicht. Wir wollen nicht flüchten, einfach nur sein. Einfach genießen, diesen Raum voller Sicherheit. Der Raum der nur uns gehört. Uns ganz allein.
Und das macht die Wohnung riesig für uns. Wir spüren Dankbarkeit, manchmal Unglaube. Ist diese Wohnung mit Balkon ein Traum oder Urlaub?
Und die Monate vergehen und wir fangen an zu realisieren. Wir sind hier sicher, uns kann nichts passieren.
Unsere kleine Wohnung mit Balkon mag für andere klein sein, doch für uns bedeutet sie ein Leben in Freiheit.
Die Welt wird leise
Die Welt wird leise. Immer stiller, ruhiger, dunkler.
Keiner fährt mehr auf den Straßen, Laternen gehen aus. Auf den Wegen da draußen. Kein hektisches mehr Hinein und Hinaus.
Die Welt wird leise, doch unsere wird laut. In Dunkelheit umhüllt, werden Gedanken lauter. Funktionieren schwerer. Fühlen deutlicher.
Erinnerungen wollen nach oben. Innenpersonen wollen sprechen. Sprechen was jetzt... damals passiert. Damals als die Welt leise wurde und sich in Dunkelheit tauchte.
Die Welt wird leise, doch unsere wird laut. Der Körper nicht ruhiger. Nein, auch in ihm ist es laut. Unruhe, Nervosität, Hellhörigkeit.
Schritte auf den Flur, sie klingen gefährlicher als sonst. Wenn die Welt wird leise, ist es schwerer zu verstehen.
Schwerer zu verstehen das die Gewalt vorbei. Wir sicher sind. Das niemand reinkommt, denn dieser Körper ist kein Kind... mehr.
Und doch wenn die Welt draußen leise wird und unsere laut. Sind es Traumainnenpersonen und Innenkinder die oft verwirrt schauen. Verwirrt schauen und nicht verstehen.
Wie kann es sein die Gewalt vorbei? Wir müssen nicht gehen? Nicht gehen zu den Männern, zu ihm. Wie kann das nur sein? Fragen sich viele.
Die Welt wird leise, doch unsere lauter. Es ist ein Kampf für all die von uns, zu begreifen. Zu begreifen das es vorbei ist. Zu lernen das Dunkelheit nicht mehr Gefahr bedeutet.
Und glaub mir, auch niemand kommt der uns nachts aus dem Bett entreißt. Hier sind wir sicher, sicher und frei. Eigenständig, ja auch du darfst entscheiden.
Doch entscheiden birgt oft Überforderung. Und Überforderung fühlt sich an wie Gefahr. So drehen wir uns im Kreis, der Ausstieg ist hart.
Entscheiden ist fremd, woher sollen wir wissen was richtig und falsch? Doch gibt es eigentlich nichts weiter zu tun, als auf das Gefühl im Bauch zu hören. Das sich meldet, ganz leis.
Es ist vorbei, all die Gewalt. Niemand mehr da der an uns reißt. Niemand mehr da, der die Luft zum Atmen nimmt. Und ich weis es ist schwer, denn früher hieß es wenn die Welt leise wird, ist die Gewalt nicht fern.
Die leise Welt in der Dunkelheit, sie war früher nie ein sicherer Unterschlupf. Doch heute ist sie es, wenn du genau kuckst.
Siehst du wie die Welt langsam leise wird? Ganz sanft, ganz still, ganz ohne Gewalt. Wie die Dunkelheit nicht als Versteck genutzt. Viel mehr als Kunstwerk, schau die Sterne leuchten für dich.
Hier bist du sicher, hier darfst du sein. Die Welt wird leise und du darfst es auch. Darfst ruhig in unserem sicheren Bett dich einkuscheln. Ganz ohne Schuld.
Ich weiß es ist schwer das neu zu lernen. Aber hab etwas Geduld. Geduld mit dir, denn du hast so viel erlebt. Aber glaub mir es wird der Tag kommen, da wirst du es irgendwann verstehen.❤️🩹
Ein Text für all unsere Traumainnenpersonen, egal ob erwachsen, jugendlich oder Kind. Danke das ihr diese große Last der Vergangenheit für uns tragt. Eure S❄️
Mittwoch 15:30
Mittwoch 15:30. Meine Gedanken sind unruhig, wild durcheinander. Nervosität fährt durch meinen Körper. Ein paar Therapiestunden war ich schon nicht mehr da, andere von uns hatten viel zu bereden mit ihr. Mit ihr, unserer Hoffnungsträgerin.
Mittwoch 15:30. Wie immer, als ob meine letzte Therapiestunde nicht schon eine Weile zurückliegt, lasse ich mich in den weichen Sessel fallen und es fühlt sich an wie Aufatmen. Aufatmen, nachdem ich mal wieder zu lang das Gefühl hatte die Luft nur anzuhalten.
Mittwoch 15:30. Ich werde freundlich begrüßt, so wie immer. Die ersten Fragen von ihr, immer die gleichen. Wer denn da ist und nachdem das klar ist, was ich noch brauche, um mich wohl und sicher zu fühlen.
Mein Blick fällt mehr auf den Boden als in das Gesicht, dass mir freundlich zu blickt. Länger als sonst überlege ich die Decke mit Fransen um den Körper zu legen. Mein Fuchskuscheltier halte ich fest. Ein Zettel in der Hand mit gequetschten, viel zu vielen Worten. Eine Muschel, genannt Therapiemuschel, liegt wie immer neben mir.
Das Thema schwer, Sprechen noch mehr. Aber ich spür ich bin nicht allein. Dunkle Momente folgen, Erinnerungen ziehen mich rein. Mein Blick fällt noch mehr auf den Boden. Bin ich vielleicht doch allein?
Doch die Hoffnungsträgerin unterbricht die Dunkelheit mit sanften Worten. Kaum zu glauben, damals ist nicht heute. Kaum zu glauben ich bin doch nicht allein. Und egal wie dunkel meine Gedanken auch werden und wie allein ich mich fühl.
Mittwoch 15:30 darf ich spüren. Spüren nicht allein zu sein. Spüren wie Licht in die dunkelsten Gänge all dieser Erinnerungen und Gedanken kommt. Spüren das er nicht mehr alle Macht hat. Nicht über mich und auch nicht über die Hoffnungsträgerin.
Die Hoffnungsträgerin, sie ist ein Mensch. Und doch hatte ich vorher nie Kontakt zu so einer Art von Mensch. Mittwoch 15:30 und sie sitzt mit mir ruhig in meiner Dunkelheit. Lässt mich nicht allein. Bringt mir bei Leben ist viel schöner, als in der Dunkelheit zu bleiben.
Sie sitzt mit mir in der Dunkelheit, findet diese viel weniger angsteinflößender als ich und hat eine Kerze mitgebracht. Und doch sieht sie gleichzeitig meine Angst und trägt sie mit mir. Die Kerze flackert und bricht die ewig vorkommende Dunkelheit.
Die Hoffnungsträgerin, sie sitzt mir gegenüber und es fühlt sich an, als würde sie mich an die Hand nehmen. Vorbei an der Todesangst und dem Schmerz gelangen wir gemeinsam an einen helleren Ort.
Wieder zurück im Sessel, im Hier und Jetzt. Sagt sie mir es ist vorbei, sterben wirst du nicht. Lerne zu sprechen, zu sprechen über das doch eigentlich Unaussprechliche. Doch weiß ich die Hoffnungsträgerin bleibt an meiner Seite, egal wie schwer jedes Wort auch wiegen mag.
Also vorbei an der Todesangst und dem Schmerz hin zu Ich darf sprechen darüber und sterbe nicht. Hin zu Hilfen für Kopf und Körper, zu mehr Sicherheit und Mut.
Mittwoch 15:30. Nun fühle ich mich ein ganzes Stück leichter, wirkt die ganze Dunkelheit doch viel kleiner. Und die Hoffnungsträgerin begleitet mich, durch jede Dunkelheit und durch jedes Licht. Schenkt mir Hoffnung und Mut, das brennende, schmerzende Feuer in mir ist am Ende der Stunde nur noch eine sanfte Glut.
Mittwoch 15:30. Die Stunde vorbei, Zeit wieder gerast. Doch geh ich leichter raus als rein. Keine Nervosität, keine Dunkelheit. Denn die Hoffnungsträgerin schenkte mir ihre wertvolle Zeit.
S🌷
Sich erinnern. (Gerne auch bei Wattpad reinschauen🌷)
Sich erinnern heißt manchmal Bildfetzen zu sehen. Bildfetzen vor dem inneren Auge zu sehen. Wie sie lautlos, aufdringlich dich fluten.
Eins und noch eins und noch eins. Sich erinnern heißt zu spüren in verschiedenster Form.
Was einst dissoziiert, abgespalten, verborgen war... tritt nun an die Oberfläche. Und da gibt's kein Beschönigen, kein Verharmlosen. Dich trifft die Wahrheit und nichts als die Wahrheit in roher Form.
Wenn man Glück hat sind es „nur" Bilder. Bildfetzen, die einen nie wieder ganz loslassen werden...
Sich erinnern kann aber auch mehr bedeuten, tiefer gehen. Es sind Geräusche von Leder. Gerüche von Zigarettenqualm, der so eindringlich ist, dass ich das Gefühl bekomme nur das zu atmen.
Es sind Sätze die sich einbrennen und einem das Gefühl geben man sei nie Teil von etwas anderem. Da ist immer nur das Sofa, Er und die Gewalt die er mir antut. Sonst nichts.
In ewiger Dunkelheit, in seinem Versteck. Sich erinnern kann heißen, dass nicht ich es tue sondern der Körper. Und der Körper zeigt keine Gnade, wie schon gesagt es ist die rohe Wahrheit.
Vielleicht ist es Übelkeit, ein stilles Würgen. Dann aber auch Schmerzen. Brustschmerzen. Kopfschmerzen und manchmal Schwindel. Schwindel der sich anfühlt als würde ich jeglichen Halt verlieren...
Enge im Hals und Brustkorb, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel ... so sehr das ich das Gefühl hab gleich ohnmächtig zu werden und doch tue ich es nicht.
Aber doch bin ich gefangen in diesem Körper der sich erinnert, der nicht erkennt das es vorbei ist. Und ich werde geflutet von körperlichen Reaktionen, Bildern, Sätzen, Gerüchen...
Sich zu erinnern bedeutet auch dissoziiert erstarrt da zu sitzen über lange Zeit und sich dann zu fragen wo die Zeit geblieben.
Sich zu erinnern bedeutet von Gefühlen die damals nicht da sein durften zu fühlen. Nicht ein bisschen. Sondern in Wellen. In sich überschlagenden, tosenden Wellen dich mich fast zum Ertrinken bringen. Gefühle so schwer und stark, kaum zu ertragen...
Manchmal ist all das nicht zum aushalten, manchmal möchte ich sterben. Sterben weil es so schlimm ist. Ein Hauch Erlösung...
Aber ich kämpfe. Kämpfe jeden Tag um irgendwann nicht mehr nur zu überleben, sondern zu leben...
Sich zu erinnern heißt zu spüren. Zu spüren heißt zu leben.
S🌷
Es ist schwer sich zu bewegen, jedoch ist was wahres dran, das die Bewegung einem mehr das Gefühl von "ich bin da" gibt, fühl ich den Körper, komm ich dem näher meine Gefühle zulassen zu können.
Heute hör ich verschiedene Musik, irgendwie bewegt mich Rock heute mehr.
(open your eyes - Guano Apes)
Musik scheint mich zu aktivieren, welche Richtung löst was genau aus? Gerade ist es etwas geladenes was ich nicht in Worte fassen kann.