Selbsthass, entstanden durch meine Erfahrungen.
Ich bin reflektiert, und doch hab ich so viele Fehler im Leben gemacht.
Ich hätte es doch besser wissen sollen, und trotzdem war ich in Situationen die mich kaputt gemacht haben.
Ich hätte mich nicht hintergehen sollen, nur damit ich nicht alleine bin.
Ich hab mich ausnutzen lassen für sex, weil ich wusste die person bleibt und ich hatte an der letzen Hoffnung gehalten, obwohl ich wusste es war falsch.
Ich war mit einer anderen person zusammen, nur weil ich das Gefühl geliebt habe, geliebt zu werden, bis es erdrückend war.
Ich hab mich in eine Beziehung drängen lassen, ich wollte eine gesunde und alles in mir hat geschrien ich bin nicht so weit. Aber einmal Gefühl zugelassen, da war ich verliebt und wollte alles geben das sie gesund wird... Ich wurde entwertet, mein sexuelles Bild ist gebrochen. "Es ist nur Sex", obwohl ich mich gewährt habe und es nicht wollte, bis ich dann in meinem kopf alles verdreht habe, das ich es liebe benutzt zu werden, das ich die schmerzen liebe, das ich ihn erst recht will und kein anderer kann mir dieses Gefühl geben. Ich hab mich zum Objekt gemacht.
Ich hab mich immer wieder selbstverarscht, ich liebe ihn, ich brauche ihn, ich fühle mich schuldig wenn ich gehe, ich kann ihn retten bzw ihm helfen, nach der trennung freunde sind für einander da. ich war emotional abhängig. Ich brauchte ihn für eine Rolle, ein Selbstbild, egal wie kaputt das war, es war mein Grund nicht alleine zu sein.
Ich hatte so oft den Gedanken ich lass das nicht mit mir machen, ich weiß doch was ich will, aber immer hab ich gesagt ich kann aus dieser Situation einfach versuchen das beste zu machen, ihm beweisen, warum er mich nicht so behandeln soll. ich hatte nie selbst Respekt geschweige den Selbstwertgefühl, obwohl ich mir das immer eingeredet habe....
Ich bin wütend auf mich, aber auch auf andere, für die leeren worte "das sie für mich da sind" mich aber fallen lassen und gehen, wenns für mich am schwersten wird. Ich bin wütend auf mich, dass ich es soweit kommen lassen habe, das obwohl ich reflektiert bin, ich nie etwas geändert habe und zu mir stand. Ich hasse mich, weil ich so vieles an schmerz einfach zugelassen habe, bis ich an dem punkt gekommen bin, wo es unerträglich ist, wo ich so müde und erschöpft vom leben bin, und den Sinn für mich komplett verloren habe. ich hasse mich weil ich das alles weiß, und jetzt erst recht nichts ändere, weil ich aufgegeben habe, weil ich das alles nicht fühlen will und lieber flüchte.
Ich will die Einsamkeit, die Wut, den Selbsthass, die Trauer nicht fühlen, weil mich das zudem hilflos fühlen lässt, was ja mein trauma kernpunkt ist, unerträgliche lähmende Hilflosigkeit.
Ich weiß in welche anderen Muster ich reinrutschen kann deswegen, ziehe ich mich zurück, keine menschen, dann kann ich nicht abhängig werden. Ich lass die Gefühle nicht zu, dann verletze ich mich nicht, dann konsumiere ich nicht, dann bin ich weiterhin am leben. Ich sehe nur schwarz oder weiß. Obwohl ich ja weiß das es auch dazwischen viel mehr gibt. ich muss doch nur aushalten lernen, mich selbst regulieren lernen. Dann wird alles besser, ich weiß und doch ist da diese Mauer und die Ketten die mich festhalten. Ich erlaube es mir nicht mich zu mögen, das es besser wird, warum? Weil ich es nicht verdient habe, weil sich alles wiederholen wird, weil ich immer wieder verletzt werde, und ich habe die schnauze voll mich immer wieder aufzubauen.
So ist die leere da, nicht geil, aber sie ist konstant, sie ist ruhig, sie ist sicher, ich hab gelernt damit zu leben.
Aber ich bin nichts, ich weiß nicht wer ich bin, weil ich mich verloren habe.
Aber ich will auch keine hilfe, weil ich mich dann wieder abhängig von anderen mache, wieder eine rolle aufbaue um für andere zu funktionieren, deren hilfe gerecht werden...
Vielleicht brauch ich einfach zeit die Energie zu sammeln. Bis ich dann bereit bin mich der Veränderung selbst zu stellen..