das blinde Huhn und das Korn
Fuck, wie beginnt mensch einen Text über Bushido, ohne sich der ohnmächtigen Selbstzufriedenheit hinzugeben das passende erste Wort gefunden zu haben? Grässlich ist es an einem Sonntag vor neun Uhr aufzustehen, wissend dass Neonazis heute ihren Einzug ins deutsche Parlament feiern. Perfide wird es erst dann wenn die Ticker sozialer Netzwerke mir Muezzin Denis Cuspert(oder einer dergleichen) ins Gesicht sabbeln lassen. Ich sollte doch die Finger von der AfD lassen, ist das was mich erreicht. Getriggert wird dieses Erlebnis von einem unrasierten Schrat der dafür bekannt war meine Vorstellung von tolerantem, progressiven Denken und Zusammenleben verbal zu attackieren. “An Alle, die die AfD wählen *schmatzschmatz*, Fickt euch, Ihr seid richtig verkackte Idioten, richtige Opfer.” So differenziert kenn ich B. nicht seit der zweiten Aggro Ansage (”wer hat immernoch seinen Schwanz in deinem Loch?”). Weil bis hier “alles Spaß war”, ist ab hier wieder alles ernst? Kurz für die Promo auf den Schulzzug aufspringen und die Faschos bashen finde ich billig, passt aber gut in das Bild des Homophoben im Sabbatical. Selbstzufrieden dreht das integrierte Bambilein am ground zero sein Promovideo und wird von meinen Freunden verteilt. Schade, ich möchte nicht mit Anis auf einer Linie stehen! Wie eine Freundin bemerkte, ist eine Revolution notwendig, die Menschen mit denen mensch sie aber lostreten könnte, will mensch sie einfach nicht durchziehen. Es wäre schön wenn solche Pisslatten wie Bushido nicht für meine* Revolution her halten müssten. Die normale Alternative für Bushido gibts schon längst und verdient viel mehr Bambis und Aufmerksamkeit als Sidos kleiner dummer Bruder. Bunte Menschen, denen ich zu gern jede Stimme heute gegeben hätte haben es leider nicht auf den Wahlzettel geschafft. #Handkuss













