Der Shogun und die Liebe
Shidosha Friseurscheren gehören zu den besten der Welt und werden in kunstvoller Handarbeit nach alter japanischer Tradition gefertigt. Die Leidenschaft, mit der die Scherenschmiede der Shidosha die edlen Werkzeuge gestalten, zeigt sich in mehr als 400 Arbeitsschritten. Diese Leidenschaft beruht auf einer Legende, die wir hier gern erzählen...
Es war die Zeit, als die Tokugawa mit fester Hand in Japan herrschten. Der Shogun regierte die Region mit Autorität und Entschlossenheit. Umgeben von seinen Samurai und immer bereit zum Krieg, war es ihm gelungen, einen Frieden zu schaffen, der von der soliden Kampfkraft seiner auserwählten Männer geprägt war. "Unter den Blüten die Kirschblüten, unter den Menschen der Krieger" - das war sein Leitspruch. Seine Hauptsorge galt gerade den Räuberbanden, die die Straßen und die als Poststationen genutzten Gasthäuser überrollten. Dafür hatte er seine Samurai - die Lage war ernst, aber nicht bedrohlich. So fand der Shogun mehr Zeit für Gespräche, für Thermalbäder und fürs Jagen. Er hatte die meiste Zeit in Kriegen verbracht, war in viele Schlachten gezogen, hatte unzählige Scharmützel ausgefochten. Seine Jugend war so fast ohne es zu merken vorbeigezogen, mit der Leichtigkeit der Blätter, die im Herbst sanft zu Boden schweben. Und doch schenkte ihm das Schicksal ein unerwartetes Juwel: die Liebe.
Sie war keine Geisha, mit der er einmal zusammen gewesen war: Sie war eine junge Hofdame, die geliebte Tochter eines seiner treuesten Beamten. Der Shogun hatte in seinem Garten die Kirschblüte entdeckt, die er so lange gesucht und zu finden nicht mehr gehofft hatte: Ihre Haut schimmerte wie Porzellan, die dunklen Augen glichen zwei schwarzen Monden - und die langen Haare zeigten ihre Kraft wie ein schneller Fluss. Ihr Anblick erfüllte das im kriegerischen Kampf gestählte Herz des Shogun mit ungeahnten Gefühlen, so voll, so leicht, so voller süßem Duft, gleich dem Aufblühen der Kirschbäume im Schlosspark im Frühling.
Er wollte ihre Gunst gewinnen, ließ für sie den kostbarsten Kimono fertigen, die reinsten Perlen des Reiches zusammentragen - die berühmtesten Meister schufen die herrlichsten Porträts ihres Antlitzes voller Anmut, die er in seinem Atelier aufbewahrte. Akimi war ihr Name, die strahlende Schönheit.
Viele Male bat sie der Shogun, sich etwas zu wünschen. Aber sie lächelte, ohne zu sprechen. Es war ein einzigartiger Moment, als doch unverhofft und nur einmal Worte über ihre Lippen kamen, leicht und unschuldig wie der erste Schnee im Winter: „ Ja, mein Herr, ich habe einen Wunsch, den wohl nur Ihr erfüllen könnt: Eine Schere suche ich, mit der mein Haar auf einzigartige Weise wahrhaft geschnitten werden kann, um ihre Kraft und Schönheit dem Shogun selbst zu offenbaren. Nicht das einfache Werkzeug der Damen - oder schlimmer noch der Geisha. Nein, ich suche meine Haare für den Shogun mit einem einzigartigen Meisterstück der Scherenschmiede-Kunst schneiden, um die seltene Schönheit, die ihnen geschenkt wurde, auf einzigartige Weise zur Geltung zu bringen". Der Herr lächelte - er war überglücklich, seiner geliebten Akimi eine Freude machen zu können. Und er versprach ihr: "Du wirst die schönste Schere Japans haben. Sie wird deine Haare streicheln wie ein Kuss - und doch präziser sein, als das schärfste Schwert der Samurai".
Fortsetzung folgt…
Shidosha-Scheren gibt es bei der dfa-scherenschmiede: www.scherenschmiede.de











