Handbal : HANDBALISTELE SI-AU AFLAT ADVERSARELE DIN CUPA EHF
Handbal : HANDBALISTELE SI-AU AFLAT ADVERSARELE DIN CUPA EHF
Federatia Europeana de Handbal a stabilit astazi, 16.07.2019, prin tragerea la sorti efectuata la Viena, meciurile din primele doua tururi preliminare ale Cupei EHF.
Astfel, detinatoarea Cupei EHF in sezonul 2017/2018, SCM Craiova va intalni, in primul tur preliminar, formatia Jomi Salerno (Italia). Prima mansa va avea loc pe 07/08 septembrie, in Sala Polivalenta din Craiova, iar returul va fi pe…
Das Ende einer Ära ist die Chance zum Beginn einer neuen
Die zehnte Saison der Füchse Berlin nach der Übernahme des Geschäftsführer-Postens durch Bob Hanning ist Geschichte. Wie ist die Jubiläumsspielzeit im Vergleich zu seinen Vorgängern zu bewerten und wie wird es im nächsten Jahr weitergehen? Diesen Fragen lohnt es sich im Saisonfazit auf den Grund zu gehen.
Wandel der @FuechseBerlin"Umbruch kommt genau zum richtigen Zeitpunkt!" via @handballwelt #UnserRevier pic.twitter.com/G4mamQBzcO
— Füchse Berlin (@FuechseBerlin) 7. Juni 2015
Die Saison 2014/15 endete ohne Happy-End. Im letzten Spiel setzte es eine 29:32-Heimniederlage. Das ist zwar schade, weil die Füchse zur Halbzeit noch 15:13 führten, letztlich wäre die Stimmung aber wohl auch nach einem Sieg ein wenig ins Traurige gekippt. Die Partie gegen Flensburg markierte schließlich das Ende einer Ära und das in vielerlei Hinsicht.
Da wäre die Verabschiedung von vier Stammspielern. Evgeni Pevnov soll zu teuer gewesen sein, Iker Romero, Konstantin Igropulo und Pavel Horak zu alt. Das Quartett wird zur neuen Saison durch jüngere Handballer ersetzt. Der Kader erlebt folglich einen verhältnismäßig großen Umbruch. Dass dieser durch die Vertragsverlängerung von Petar Nenadic nicht noch etwas umfangreicher ausfällt, hat leider keinen allzu erfreulichen Grund, sondern ist viel wahrscheinlicher ebenfalls dem Ende einer Ära geschuldet.
Seit 2007 hatte Bartłomiej Jaszka die Füchse-Offensive geleitet. In 202 Bundesliga-Spielen erzielte er 592 Treffer und bereitete noch viel mehr durch seinen unvergleichlichen Zug zum Kreis vor. Trotz seiner für einen Rückraumspieler geringen Länge von 1,85 Meter agierte Jaszka stets wie einer der Größten auf dem Spielfeld. Nun mehren sich die Gerüchte, dass der Pole nie wieder auf die Mittelmann-Position zurückkehren wird.
„Ausrede“: Verletzung von Schlüsselspielern gilt nicht mehr
Der Pole wurde am Freitag noch nicht offiziell verabschiedet. Doch da er in dieser Saison trotz ausreichender Genesungszeit nach seiner Schulter-Operation nur eine Hand voll Partien ernsthaft absolvieren konnte, liegt die Vermutung eines baldigen Karriereendes nahe. Bei der Bewertung des künftigen Füchse-Teams wird der Faktor „fehlender Angriffs- und Abwehrchef“ damit keine Rolle mehr spielen. Denn für den ebenfalls dauerverletzten Denis Spoljaric wurde mit Jakov Gojun bekanntlich auch schon ein Ersatz verpflichtet.
Ob Jaszka und Spoljaric im kommenden Jahr überhaupt noch einmal oder sogar in alter Stärke auf das Parkett zurückkehren werden, ist definitiv nicht mehr das Problem von Dagur Sigurdsson. Der endgültige Wechsel zum Deutschen Handball Bund ist erst recht das Ende einer Ära. 2009 hatte der isländische Übungsleiter die Berliner Handballer von Jörn-Uwe-Lommel übernommen. Damals hatten die Füchse die Vorsaison auf dem zehnten Platz mit 30 Punkten beendet. Zwölf Monate später waren es schon 40 Zähler. Nur ein Treffer trennte Sigurdssons Team vom erstmaligen Einzug in den Europapokal.
Dieser folgte dafür ein Jahr darauf und dann gleich mit dem Erreichen der Champions League durch die bis heute beste Spielzeit der Bundesligazugehörigkeit. Dieser Aufschwung kann ohne Frage nicht nur dem Trainer zugeschrieben werden. Er profitierte gleichfalls von der immer weiter ansteigenden Qualität im Kader. Doch keinem Verein nutzt die Ansammlung der talentiertesten Spieler etwas, wenn die Kräfte nicht maximal gebündelt werden. Sigurdsson schaffte dies perfekt und wurde daher 2011 zu Recht als Trainer des Jahres ausgezeichnet.
Fokus lag nicht mehr auf der Bundesliga
Danach machten die Füchse in der heimischen Liga Jahr für Jahr einen Rückschritt, was die Punkteausbeute anging, aber war diese Entwicklung nicht vielleicht auch dem Fokussieren auf übergeordnete Ziele geschuldet? Champions League Final Four, Sieg des DHB-Pokals und schließlich der Triumph im EHF-Cup. Jede Saison hatte ihren Höhepunkt. Ganz nebenbei integrierte Sigurdsson eine Vielzahl von Jugendspielern im Profi-Team. Die vielen Minuten für Jungspunde mögen guten Ergebnissen in der Vergangenheit nicht immer hilfreich gewesen sein. Heute profitieren Spieler wie Paul Drux und Fabian Wiede aber ungemein von diesen Erfahrungen.
Sigurdsson kann die Füchse daher zum 30. Juni guten Gewissens verlassen. Er hat Berlin erst in der Spitzengruppe der Handball-Bundesliga und spätestens mit dem Sieg im EHF-Pokal vor wenigen Wochen auch im europäischen Handball etabliert. Da sei das eine oder andere schwache (Auswärts)-Spiel in dieser Saison verziehen. Nun kann sich ein neuer Trainer, namentlich Erlingur Richardsson, an die Arbeit machen, mit den Füchsen auch in der HBL wieder ganz vorne anzugreifen. Ganz getreu dem Vereinsmotto: Wir sind die Jäger!
Richardsson sollte die vielen Neuzugänge nutzen, um die anderen Bundesligisten mit einem geänderten Spielsystem zu überraschen. Immerhin dürfte der Anstieg der Verlustpunkte bei den Füchsen letztlich auch daran gelegen haben, dass sich die Konkurrenz auf die Berliner eingestellt hatte. Es ist an der Zeit eine neue Ära zu starten!
EHF-Pokalsieger 2015! Die Füchse haben ihren Heimvorteil beim Final Four genutzt und sich den ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte gesichert. Die schlechteste Ligasaison seit Jahren sowie das bittere Pokal-Aus gegen Magdeburg rücken in den Hintergrund. Nun kann die Spielzeit ruhig ausklingen.
It's all theirs! @FuechseBerlin @IgroK35official #ehfcupfinals pic.twitter.com/GsUTabKjl3
— EHF Media (@EHFMedia) 17. Mai 2015
Er wollte ihn einfach nicht mehr hergeben. Ob tanzend oder trinkend, Evgeni Pevnov trug den EHF-Pokal auf der Siegesfeier im Felix Club Restaurant stets bei sich. Seine Teamkameraden hatten keine Chance. Noch bei der Pokalübergabe in der Max-Schmeling-Halle hatte der Kreisläufer sich die Bronzetrophäe gegriffen und sie scheinbar nur Konstantin Igropulo für dessen berüchtigtes Pokal-Nacktbild zur Verfügung gestellt. Die beiden mussten die Zeit mit dem Pott aber auch genießen, denn lange haben sie ihn nicht mehr vor Augen. Pevnov und Igropulo werden den Verein wie Iker Romero und Petar Nenadic im Sommer verlassen.
Amtsmüdigkeit konnte dem Quartett am Wochenende und besonders im Endspiel aber nicht vorgeworfen werden. Besonders Igropulo wollte es anscheinend jedem Zuschauer zeigen, dass das Füchse Management ihn nicht nach Kolding hätte ziehen lassen sollen. Monatelang suchte der Russe 2014/15 seine Form. Pünktlich zum Anpfiff des Finalspiels hatte er sie gefunden. Schon beim 27:24-Halbfinalsieg gegen Gorenje Velenje hatte der Rückraumspieler sechs Treffer erzielt. Einen Tag später im Duell mit dem HSV gingen vier der ersten sechs Tore auf das Konto von Igropulo.
Kreisläufer Pevnov konnte sich im Finale zwar nur über einen Treffer freuen, überzeugte aber mit hervorragendem Kampfgeist. Eben dieser verleitete die Nummer 14 auch, sich in der 17. Minute nach einem eigentlich schon verlorenen Ball zu werfen. Unglücklicherweise tat Davor Dominiković das auch. Die beiden kollidierten und der Hamburger Abwehrchef kugelte sich die Schulter aus. Die anschließenden Schmerzensschreie ließen noch weitaus Schlimmeres befürchten und schockten seine Mitspieler sichtbar.
80 Prozent Trefferquote in Hälfte eins
Der HSV schien gerade ins Spiel gefunden zu haben. Nach Dominiković Ausfall starteten die Füchse direkt einen 3:0-Lauf. Dann schlug die Stunde von Füchse-Verlasser Nummer drei. Petar Nenadic hatte sich in den Anfangsminuten mehr aufs Passen konzentriert. Damit war gegen Ende der ersten Halbzeit Schluss. Der Serbe hatte nur noch das gegnerische Tor im Blick und lief wahrlich heiß. Viermal in Folge musste Johannes Bitter Nenadic Geschosse aus dem Netz holen. Die Füchse beendeten die erste Hälfte mit einer überragenden Trefferquote von 80 Prozent. Die Folge war eine 16:13-Führung.
Iker Romero bewies einmal mehr, dass er der Mann für die besonderen Momente ist. So hatte Manager Bob Hanning ihn vor vier Jahren vorgestellt und die Erkenntnis stimmt immer noch. Im zweiten Abschnitt geriet die Füchse-Offensive ins Stocken. Der HSV kam Tor für Tor wieder ran. Beim 21:21 drohte die Partie zu kippen. Doch Romero hatte einen anderen Plan: Sein charakteristisches Anspiel auf Horak nach mehrmaligem Standdribbling ebnete den Weg zum Sieg, den schließlich die Jungspunde Drux und Wiede perfekt machten.
Während die Eigengewächse der Berliner noch viele Jahre auf Titeljagd gehen werden, war es für den Kapitän nicht nur der letzte große Auftritt im Füchse-Trikot, sondern der letzte internationale überhaupt. Dementsprechend ordnete Romero den Triumph auch ein: „Ich hatte so eine tolle Karriere und habe so viele Titel gewonnen. Eigentlich wollte ich mich letztes Jahr mit dem EHF-Pokal zur Ruhe setzen. Das hat in doppelter Hinsicht nicht geklappt. Umso glücklicher bin ich, dass wir nochmal die Chance hatten und es dieses Mal geschafft haben. Danke an die Stadt, den Verein, die Fans und den Handball an sich.“
Hervorragendes Coaching von Sigurdsson
Auf der Pressekonferenz saß neben Romero ein weiterer Berliner, der die Füchse zum 30. Juni verlassen wird - der Trainer. Auch Dagur Sigurdsson gilt es, ein Kompliment für den Titelgewinn zu machen. Er hat zum Höhepunkt der Saison das Beste aus seinem Team herausgekitzelt und es hervorragend auf Velenje und Hamburg vorbeireitet. Dabei wusste der Isländer in seinem sechsten Jahr bei den Hauptstädtern tatsächlich noch mit neuen Taktikgriffen zu überraschen.
Eigentlich favorisiert der Bundestrainer eine klassische 6:0-Verteidigung. Am Wochenende schickte er immer wieder erfolgreich Mattias Zachirsson als vorgezogenen Abwehrspieler auf die dominierenden gegnerischen Mittelmänner Stas Skubbe (Velenje / Topscorer des Wettbewerbs) und Kentin Mahé (HSV / wertvollster Spieler des Final Fours). Da der Abwehrblock um Nielsen und Horak zudem äußerst sicher stand, konnte Silvio Heinevetter im Tor glänzen und wurde verdient zum besten Torhüter des Turniers ausgezeichnet.
Die Saison der Füchse hat somit für viele Spieler individuell sowie für das Team an sich noch eine erfreuliche Wendung genommen. Nun kann die Abschiedstournee für die Spieler beginnen, die die Hauptstadt verlassen werden. In den letzten fünf anstehenden Liga-Partien können es die Füchse ruhig angehen lassen. Durch den Sieg im EHF-Pokal spielen die Füchse auch nächstes Jahr international. Platz sechs und damit die direkte Europapokal-Qualifikation über die HBL wäre nur die Kür für die am Wochenende bestandene Pflicht.
Fraglich ist nur, ob Evgeni Pevnov in den letzten fünf Spielen noch einmal zum Einsatz kommen wird, denn dafür müsste er den Pokal dann doch einmal loslassen.
Notable Fact:
Am Sonntag gab es für Bob Hanning doppelt Grund zum Feiern. Bevor die Profis den Europapokalsieg klar machten, sicherte sich die B-Jugend in Essen erneut die deutsche Meisterschaft.
Für die Füchse Berlin steht am Wochenende nicht weniger als die Bewertung einer ganzen Saison auf dem Spiel. Entweder wird die aktuelle Spielzeit als erfolgreiche oder überaus mäßige in Erinnerung bleiben wird. Beim EHF-Pokal-Final-Four kann der erste internationale Titel der Vereinsgeschichte gewonnen werden. Doch drei andere Teams sind genauso heiß auf den Cup.
Es wird stürmisch am Wochenende. Denn dann kämpfen die besten um den Thron.#ehfcupfinals #UnserRevier #berlinfinals pic.twitter.com/OgYr9BKhLg
— Füchse Berlin (@FuechseBerlin) 14. Mai 2015
Von der Spannung her wird es das EHF-Pokal-Final-Four wohl nicht mit seinem deutschen Pendant am vergangenen Wochenende aufnehmen können. Nichts destotrotz erwartet Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson enge Partien: „Alle vier Mannschaften spielen auf Champions League-Niveau und sind verdientermaßen in die EHF Cup Finals eingezogen. Schon im letzten Jahr waren die Spiele sehr eng und spannend, auch in diesem Jahr wird es nicht anders sein.“ Seit 2013 treffen sich die vier besten Teams im zweithöchsten europäischen Wettbewerb an einem Wochenende, um ihren Sieger auszuspielen. Dieses Jahr sind folgende Mannschaften dabei:
Füchse-Berlin:
Größte Erfolge: DHB-Pokalsieg 2015 & 4. Platz Champions League 2012
Bester Torschütze im Wettbewerb: Frederik Petersen (36 in 8 Spielen)
Diesjährige Bilanz im EHF-Pokal: 6 Siege - 2 Niederlagen
Lange Zeit schienen deutsche Teams ein Anrecht auf den Sieg im EHF-Pokal zu haben. Beginnend 2004 konnte der Cup zehnmal in Folge von HBL-Teams gewonnen werden. Letztes Jahr riss die Serie. Dabei hatten sich die gastgebenden Füchse Berlin so viel vorgenommen. Im Halbfinale gegen Szeged präsentierten sich die Füchse jedoch blutleer und verloren verdientermaßen gegen den späteren Champion. 2015 ist das Final-Turnier wieder zurück in der Max-Schmeling-Halle und diesmal soll alles besser werden?
Was spricht dafür? Spielerisch zunächst einmal recht wenig. Das diesjährige Team spielt in keinem Fall besseren Handball als das letzte. Allerdings kann die Erfahrung aus dem letzten Jahr den Füchsen helfen. Die anderen drei Teams sind trotz aller ihr Erfolge Neulinge im EHF-Pokal-Final-Four. Der Heimvorteil sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden. 2014/15 gewannen die Füchse alle ihre Europapokalheimspiele mit mindestens fünf Toren Differenz. Für viele Spieler sowie auch für Coach Sigurdsson ist es die letzte Chance auf einen großen Titel mit den Füchsen. Die Motivation sollte also vorhanden sein.
Gorenje Velenje:
Größte Erfolge: dreimal slowenischer Meister & EHF-Pokal-Finale 2009
Bester Torschütze im Wettbewerb: Stas Skube (76 in 10 Spielen)
Diesjährige Bilanz: 8 Siege - 2 Niederlagen
Der Halbfinalgegner der Füchse ist wie die Berliner auf der Jagd nach dem ersten internationalen Titel der Vereinshistorie. 2009 waren die Slowenen diesem Triumph ganz nah. Im Finale des EHF-Pokals - damals noch in Hin- und Rückspiel - unterlag das Team von Ivan Vajdl jedoch dem VfL Gummersbach. Danach folgten in der Champions League drei Ritte bis ins Achtelfinale. Velenje ist im europäischen Handball also kein unbekannter Name. In der heimischen Liga steht der dreifache Meister in der Regel im Schatten von Rekordmeister Celje. Der spielte diese Saison jedoch in der Champions League und daher wittern die Slowenen ihre Chance auf den Titel.
In der aktuellen Europapokalsaison gewann Velenje alle seine Spiele bis auf die beiden Partien gegen den HSV. Generell liegt der letzte Sieg der Slowenen gegen ein Team aus der Bundesliga schon mehr als vier Jahre zurück. Damit es bei diesem schwachen Abschneiden bleibt, müssen die Füchse unbedingt Stas Skube kontrollieren. Mit seinen 76 Treffern gehört der Rückraumspieler zu den torgefährlichsten Handballern des Wettbewerbs.
HSV Hamburg:
Größte Erfolge: Europapokal der Pokalsieger 2007 & Champions League 2013
Bester Torschütze im Wettbewerb: Kentin Mahe (53 in 10 Spielen)
Diesjährige Bilanz: 7 Siege - 3 Niederlagen
Die fetten Jahre beim HSV sind vorbei. Zwar konnte im Sommer noch gerade so der Verbleib in der Liga gesichert werden. Mit dem Team, das 2011 deutscher Meister oder 2013 Champions League Sieger wurde, hat der aktuelle Kader jedoch nicht mehr viel gemein. In der Handball-Bundesliga stehen die Hamburger so schlecht da wie seit neun Jahren nicht mehr. Diese Formschwäche war dem Team von Jens Häusler im EHF-Pokal allerdings nicht unbedingt anzumerken.
In der dritten Runde musste zwar die Auswärtstorregel zum Weiterkommen aushelfen, doch danach gewann der Verein mit der charakteristischen Raute souverän seine Gruppe und setzte sich anschließend gegen Eskilstuna Guif aus Schweden durch. In Berlin tritt der HSV aber arg gebeutelt an. Mit Hans Lindberg und Stefan Schröder fallen beide Rechtsaußen aus. Wie schnell kann Nachverpflichtung Johan Petersson (42 Jahre alt!) integriert werden? Ansonsten steht für die Hamburger ähnlich viel auf dem Spiel wie für die Füchse. So schnell wird sich eine neue Chance auf einen europäischen Titel wohl nicht auftun.
Skjern Håndbold:
Größte Erfolge: Dänischer Meister 1999 & zweifacher EHF Challenge Cup-Sieger
Bester Torschütze im Wettbewerb: Nikolaj Markussen (40 in 9 Spielen)
Diesjährige Bilanz: 10 Siege - 2 Niederlagen
Mit den Dänen haben vor der Saison wohl die wenigsten gerechnet, als es um die Favoriten für die vier Endturnierplätze ging. Schließlich haben die Skandinavier europäisch bis auf zwei Siege im drittklassigen Challenge Cup recht wenig vorzuweisen. Dass in Skjern jedoch richtig guter Handball gespielt wird, mussten auch zwei Teams aus der Bundesliga schmerzhaft erfahren. Im Februar verloren die Füchse in Dänemark und im Viertelfinale fing sich die MT Melsungen eine zu hohe Hypothek für das Rückspiel ein.
Auf den Heimvorteil in der Skjern Bank Arena kann der Halbfinalist der dänischen Playoffs beim Final Four jedoch nicht setzen und der letzte Besuch in der Max-Schmeling-Halle endete für Skjern äußerst unerfreulich. Im Rückspiel gegen die Füchse gaben die Dänen den Gruppensieg aus der Hand. Damit sein Team in einem möglichen Finale die Chance zur Revanche bekommen kann, muss sich vor allem Nikolaj Markussen steigern. Der 2,11-Meter-Riese ist zwar schon Topscorer seiner Mannschaft, könnte aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen aber noch deutlich mehr rausholen.
Die Entscheidung fällt am Sonntag
Genug der Rede, die Entscheidung fällt am Sonntag auf dem Parkett. Via Twitter werde ich meine Follower natürlich wieder auf dem Laufenden halten. Ansonsten folgt nächste Woche an dieser Stelle auch wieder eine Zusammenfassung der Geschehnisse.
16 Spiele in acht Wochen. Die Füchse Berlin haben den hektischsten Teil der Saison hinter sich gebracht - mit mehr Erfolg als dem Team nach der schwachen Hinrunde zugetraut wurde. Die Partien, die über eine gute oder schlechte Saison entscheiden, kommen jedoch erst noch.
Leider nur Unentschieden im Spiel gegen TUS Lübbecke. Fehler in der eigenen Abwehr brachten uns in Rückstand, ein absoluter Willenskampf brachte uns wieder nach vorne, aber ein schicksalshafter 7 Meter mit dem Schlusspfiff nahm uns den Sieg. Jetzt abschütteln und neu starten. #UnserRevier #Handball #Berlin #FüchseBerlin #Füchse #Fuchsbau #handballpictures #handballplayer #handballpic #handballpics #handballteam #handballspieler #handballspiel #sport #sports #Sportfoto #Sportfotografie #DKBHBL
Ein von Füchse Berlin (@fuechse_berlin) gepostetes Foto am 9. Apr 2015 um 0:46 Uhr
Der vorläufige Abschluss ihrer „Englischen Wochen“ hätte für die Berliner Handballer besser laufen können. Mit Gabor Langhals sorgte ausgerechnet ein ehemaliger Fuchs per Siebenmeter dafür, dass die Hauptstädter sich am Mittwoch die Punkte mit Lübbecke teilen mussten. Dennoch holten die Füchse in den bisherigen neun Bundesliga-Spielen 2015 13 von möglichen 18 Punkten. Allein im Dezember sammelte das Team von Dagur Sigurdssons mehr Minuspunkte (10).
Dies ist insofern verwunderlich, da sich die Rahmenbedingungen in Berlin kaum geändert haben. Die Personalsituation ist weiterhin angespannt. Zwar sorgte die Verpflichtung von Evgeni Pevnov für Entlastung am Kreis, die Schlüsselpositionen in Angriff und Abwehr sind aber nach wie vor dünn besetzt. Der Jubel über Bartlomiej Jaszkas Rückkehr im November war verfrüht. Der Pole plagt sich weiterhin mit Schulter-Schmerzen rum und läuft daher verständlicherweise seiner Form aus den vergangenen Jahren hinterher - wenn er denn überhaupt spielen kann.
So bleibt beinahe die gesamte Organisation der Füchse-Offensive an Petar Nenadic hängen, denn Altstar Romero bekommt vom Trainer höchstens noch für 15 Minuten das Vertrauen. Nenadic ist bekanntermaßen jedoch ein ganz anderer Spielertyp als Jaszka. Der Serbe will selber Tore werfen und nicht für seine Mitspieler kreieren. So standen beim Lübbecke-Spiel 10 Nenadic-Toren auch wieder nur einem Assist gegenüber. Ligaweit spielen 31 Profis im Schnitt mehr Vorlagen pro Spiel als der Fuchs mit der Nummer 13.
Kommt Spoljaric überhaupt noch zurück?
Auch Abwehrchef Spoljaric wurde nicht wie zunächst geplant zum Rückrundenstart wieder gesund. Beim Olympiasieger von 2004 bestehen sogar ernste Zweifel, ob er noch jemals auf die Platte zurückkehren wird und selbst wenn dies geschieht, ist es mehr als fraglich ob der inzwischen 35-Jährige jemals wieder gehobenen Ansprüchen genügen wird.
Warum haben die Füchse die letzten, anstrengenden Wochen also so gut überstanden? Zum einen wirkte das Team viel frischer - mental wie spielerisch. Vor der Winterpause sah es teilweise so aus, als hätten einige Spieler die Freude am Handball spielen verloren. Nach einem Monat Pause war diese aber wieder voll da. Dass das Zusammenspiel dann besser funktionierte als zuvor ist insofern dennoch überraschend, da viele Füchse fast die komplette Vorbereitung auf die Rückrunde aufgrund der Weltmeisterschaft verpassten.
Spurlos gingen die 16 Spiele beginnend im Februar aber nicht an den Berlinern vorbei. Stellenweise fiel die Mannschaft wie in Skjern oder Melsungen in alte Verhaltensmuster zurück oder es fehlte schlicht die Kraft gegen mit allen Mitteln kämpfende Gegner mitzuhalten. Zumindest zweiteres sollte in nächster Zeit nicht mehr eintreten. Der Spielplan meint es in den nächsten Wochen gut mit den Hauptstädtern. Bis zu den beiden Final Fours Mitte Mai stehen nur noch zwei Liga-Spiele an. Erst danach kehren die Doppel-Spielwochen für das Saisonfinale wieder zurück. Wenn es perfekt läuft, sind die Füchse dann aber schon über einen der Pokalwettbewerbe für den EHF-Cup qualifiziert und die letzten Partien können zum munteren Auslaufen genutzt werden.
Notable Fact: Von ehemals eigenen Spielern des Siegs beraubt werden? Dieses Szenario droht den Füchsen diese Saison noch dreimal. In den restlichen sechs Ligaspielen müssen die Hauptstädter noch gegen die Ex-Füchse Martin Murawski (Erlangen), Fabian Böhm (Balingen) und Alexander Petersson (Mannheim) ran.
Die Zahl „Vierzehn“ ist im Handball allgegenwärtig. So viele Spieler stehen gleichzeitig auf dem Feld und in der Regel auf dem Meldebogen jeder Mannschaft. 14 Treffer Differenz im Ergebnis sind dagegen eher selten und doch holten sich die Füchse in Kiel die zweite Klatsche in Folge mit eben jenem Ausmaß ab.
Kiel weiter auf Titelkurs. #ssnhd pic.twitter.com/3NYHpvyfex
— Sky Sport News HD (@SkySportNewsHD)
12. März 2015
Ein Jahr später soll alles besser werden. Dieses Mal gibt es für die Berliner auch keine Ausreden. Sie stehen voll im Saft und haben nach der Siegesserie zum Rückrundenbeginn wieder Kontakt zu den Europapokalplätzen aufgenommen. „Wir sind hierher gekommen um mitzuspielen. Wir wollen uns nicht im Vorhinein geschlagen geben“, fasst Paul Drux die Zielsetzung zusammen. Leider können die Füchse diesen Gameplan bereits nach kurzer Zeit verwerfen. Während Dagur Sigurdssons Team den Ball einfach nicht im Kieler Gehäuse unterbringen kann, läuft die Tormaschine des THW sofort auf Hochtouren.
Beim Stand von 14:4 führen die Kieler nach 23 Minuten erstmals mit zehn Toren. Dass es am Ende „nur“ vier mehr sind, kann fast schon als Erfolg gewertet werden. Was sagt die Schlappe nun aus? Hin-und Rückspiel addiert haben die Füchse das Duell mit dem Rekordmeister mit 25 Toren Differenz verloren. Bei allem Respekt vor der Klasse der Kieler, kein Bundesligist sollte gegen einen anderen so hoch verlieren. Nicht einmal in der Aufstiegssaison wurden die Füchse von Kiel so abgeschlachtet.
Besser, aber nicht gut genug für die Spitze
Überbewerten sollte man die Niederlage aber auch nicht. Sie sagt mehr darüber aus, wie gut der THW ist als wie schlecht die Füchse. Die bisherigen Siege 2015 haben gezeigt, dass die Berliner sich im Vergleich zur Hinrunde gesteigert haben. Von der Form, die sie in den letzten Jahren zu einem Spitzenteam gemacht hat, sind die Füchse trotzdem noch weit entfernt. Wahrscheinlich wird der Pokalsieger diese Form in der aktuellen Saison auch nicht mehr konstant erreichen. Aufgeben muss man die Spielzeit aber nicht.
Angesichts der verbesserungswürdigen Bilanz gegen Teams, die vor den Füchsen in der Tabelle stehen, scheint die Qualifikation für den Europapokal über die Bundesliga mehr als fragwürdig. Glücklicherweise führen noch zwei weitere Wege nach Europa. Entweder über den DHB- oder den EHF-Pokal. Einen dieser Wettbewerbe müssten die Hauptstädter gewinnen. Klingt ebenfalls unwahrscheinlich? Wer hätte denn gedacht, dass die Füchse im letzten Jahr den Pokal gewinnen? Berauschenden Handball haben Romero, Drux und Co 2014 auch nicht gespielt. Sie waren allerdings genau zum richtigen Tag auf Bestform. Nicht umsonst sagte Drux kürzlich: „In einem Final Four ist alles möglich.“
Die Aussage ist so simpel wie richtig. Ein Final Four haben die Füchse bereits erreicht. Mit zwei Siegen aus den letzten beiden Spielen in der Gruppenphase des EHF-Pokals kann das zweite in den kommenden neun Tagen ebenfalls perfekt gemacht werden. Die gute Nachricht für die restliche Pokalsaison lautet: Gegen Kiel müssen die Berliner auf keinen Fall mehr ran. Gute Chancen also, dass die 14 bei den restlichen Partien nur noch als Trikotnummer von Evgeni Pevnov Einzug erhält.
Notable Fact: Die Internetseite der DKB-HBL wurde gerelauncht. Vor allem die Statistikerhebung wirkt deutlich verbessert. Neben Toren und Wurfquoten sind nun auch Blocks, Assists oder technische Fehler von jedem Spieler abrufbar.
Sechs Siege aus sieben Spielen hören sich nach einer guten Bilanz an - erst recht, wenn aus den vorherigen sieben nur zwei Partien gewonnen wurden. Für Füchse-Manager Bob Hanning war die Niederlage in Skjern jedoch ein Rückfall in alte Zeiten. Die harte Kritik zeigte die erwünschte Wirkung. Gestern zogen die Berliner erneut ins Final Four des DHB-Pokals ein.
„Das war ein schlimmer Rückfall in die Zeit vor Weihnachten. Ich bin stocksauer. Dieser Auftritt war inakzeptabel – in jeder Hinsicht!“ Was konnte Füchse-Manager Bob Hanning so auf die Palme bringen? Die ersten zwei Wochen der Rückrunde hatten die Berliner doch ungeschlagen überstanden. Hanning traute dem Braten jedoch schon vor der Niederlage in Skjern nicht: „Der Rückrundenstart ist geglückt, wenngleich ich mich noch nicht traue alles, was ich gesehen habe, zu hoch zu bewerten“, hieß es am 24. Februar auf dem Blog des DHB-Vize-Präsidenten.
Die Sorgen waren berechtigt. Im dritten Spiel der EHF-Pokal-Gruppenphase machten die Füchse viel falsch, was in den Partien davor schon viel besser funktioniert hatte. So konnte vor allem die Abwehr über die kompletten 60 Minuten nie ihre einschüchternde Wirkung erreichen. Hinter der Verteidigungsreihe war auch Torhüter Petr Stochl nichts von der glänzenden Form anzumerken, die Porto und Novi Sad zuvor zum Verzweifeln gebracht hatte. Am Ende stand eine verdiente 28:32-Niederlage zu Buche.
Hängende Köpfe gab es in der Hauptstadt jedoch nicht lange zu betrachten, dafür fehlte den Berliner Handballern auch schlicht die Zeit. Bereits vier Tage später stand das Viertelfinale im DHB-Pokal an. Auf dem Weg Richtung Titelverteidigung ging es zu Zweitliga-Spitzenreiter DHfK Leipzig. Deren Geschäftsführer Stefan Kretzschmar rechnete sich trotz der ersten Niederlage der Füchse 2015 keine allzu großen Chancen aus: „Ich hätte lieber in der Hinrunde gegen die Füchse gespielt, da hatten sie bekanntlich Probleme. Jetzt sind sie wieder voll da und wir sind krasser Außenseiter.“
Echter Härtetest folgt in der kommenden Woche
Kretzsches Hoffnung lag vielmehr darauf, nicht so hoch zu verlieren wie 2010. Damals unterlagen die Leipziger den Füchsen in der dritten Runde mit 23:34. Das gelang den Leipzigern eher weniger. Sie verloren zwar mit einem Tor weniger in der Differenz, doch das 29:19 zeugte eindeutig von dem Klassenunterschied, der zwischen den beiden Vereinen aktuell auch noch vorliegt.
Die Füchse kommen also zum zweiten Mal in Folge in den Genuss, am Final Four Turnier um den Pokalsieg mitzuspielen - nach dem eher mauen Saisonanfang kann dies durchaus als Erfolg gewertet werden. Bei aller Euphorie über die Möglichkeit den Pokal verteidigen zu können, sollte jedoch nicht vergessen werden, wen die Füchse dafür bis jetzt ausschalten mussten: Essen, Erlangen und eben Leipzig. Alles keine wirklichen Handball-Schwergewichte.
Wer also wissen will, wie es aktuell um die Füchse steht und ob die verlorenen Punkte in Dänemark nur ein Betriebsunfall waren, der sollte in den kommenden sieben Tagen gut hingucken. Erst steht am Sonntag das Rückspiel gegen den dänischen Meister von 1999 an. Ziel muss für die Berliner ein Sieg mit mindestens vier Toren Differenz sein, denn so würde Dagur Sigurdssons Team die Tabellenführung der Gruppe C zurückgewinnen. Auf dem Weg zum zweiten möglichen Final Four des Jahres würde dies den Füchsen zwei Viertelfinalspiele ersparen -als Gruppensieger wären sie wie im vergangenen Jahr direkt für das Endturnier qualifiziert. Bevor das am 16. und 17. Mai ausgespielt wird, müssen die Hauptstädter jedoch am kommenden Mittwoch erstmal gegen den THW Kiel ran. Spätestens dann wird sich zeigen, wie es um die Form der Füchse bestellt ist.
Notable Fact: In einer Hinsicht haben die Füchse in dieser Saison schon besser abgeschnitten als der Rekordmeister aus Kiel. Während die Füchse ins Pokalhalbfinale eingezogen sind, scheiterten die Zebras an den Rhein-Neckar-Löwen.
Drei Spiele, drei Siege. Es scheint, als hätte die Länderspielpause den Füchsen sehr gut getan. Gegenüber den fünf Niederlagen aus den letzten sechs Bundesligaspielen 2014 wirkt Dagur Sigurdssons Team deutlich gefestigter. Folgt nun die große Aufholjagd?
Europa wir kommen! Bundesliga Rückrunde wir kommen! Ab jetzt sind die Füchse wieder auf der Jagd nach Punkten. #UnserRevier #Handball #Berlin #Europa #Sport #Sportmetropole #FüchseBerlin #Füchse #DKBHBL #ehfcup #ehfcupfinals #ehfPokal #handballcoach #handballpictures #handballspieler #handballpic #handballtrainer #handballfoto #Drux
Ein von Füchse Berlin (@fuechse_berlin) gepostetes Foto am 18. Feb 2015 um 0:18 Uhr
Nach dem 20. Spieltag standen die Füchse Berlin mit einer Punktebilanz von 20:22 und Platz zehn in der Tabelle so schlecht, wie seit ihrer Aufstiegssaison nicht mehr. Nach den ersten Partien der Rückrunde fällt das Zwischenfazit schon etwas rosiger aus. Siege gegen Minden und Hannover sollten für eine Mannschaft, die den Anspruch hat, die Europapokalplätze zu erreichen, zwar eine Selbstverständlichkeit sein, doch genau das waren sie in der Hinrunde nicht.
In Minden erlebte der amtierende Pokalsieger ein Debakel ohne Gleichen und ging mit 21:30 unter, während man das Heimspiel gegen Hannover-Burgdorf knapp mit 28:29 verlor. Ein halbes Jahr später gewannen die Füchse diese beiden Partien 32:23 und 31:26. Dazu kommt der erfolgreiche Start in die Gruppenphase des EHF-Pokals beim 26:20 in Porto. Was hat sich in Berlin also verändert? Was macht das Team mittlerweile besser?
„Wir haben uns gefangen. Das Wichtigste ist, dass unsere Verletzungsliste etwas kleiner geworden ist“, lautet Dagur Sigurdssons erste Antwort auf diese Fragen. Ob es sich nach erst drei Spielen nur um ein Zwischenhoch handelt oder nicht: Der Füchse-Angriff strahlt viel mehr Torgefahr aus als in der Hinrunde. Statt 26,3 Treffern im Schnitt erzielen die Berliner 2015 fast 30 Tore pro Partie.
Pevnov sorgt für bessere Balance
Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, wie wichtig Bartlomiej Jaszka für die Berliner Offensive ist. Der Pole mag selbst weniger Treffer als sein Vertreter Petar Nenadic erzielen, doch dafür zieht er die Lücken, von denen seine Mitspieler profitieren. Die Füchse mit und ohne Jaszka sind schlicht nicht zu vergleichen. Noch hat der Spielmacher seine Schulter-Verletzung noch nicht vollkommen auskuriert. Geschieht das, ist weitere Besserung in Sicht.
Defensiv wiegt der andauernde Ausfall von Abwehrchef Denis Spoljaric nicht ganz so schwer. Gerade da Rückkehrer Evgeni Pevnov offensiv Jesper Nielsen hervorragend entlastet (13 Tore in drei Spielen), kann der Schwede sich im Mittelblock zusammen mit Pavel Horak noch mehr verausgaben. Sigurdssons stimmt dem zu: „Dass wir zuletzt so gut gespielt haben, liegt auch an Evgeni Pevnov. Mit ihm haben wir eine bessere Balance im Team. Das zahlt sich aus.“ Dazu hat Torwart Petr Stochl einen glänzenden Start in die Rückrunde erwischt und Silvio Heinevetters krankheitsbedingten Ausfall damit mehr als wettgemacht.
Es ist gut möglich, dass die Füchse ihrem kleinen Lauf eine echte Siegesserie folgen lassen werden. Denn erst am 12. März wartet mit dem THW Kiel wieder ein Gegner der Extraklasse. Das soll keine Schmähung gegen Novi Sad, Lemgo, Skjern und Leipzig sein. All diese Teams können guten Handball spielen, doch sie sind für die Füchse in der Form der letzten Woche definitiv schlagbar. Die große Frage ist nur, ob die Füchse diese Leistung kontinuierlich abrufen können. Das war 2014 das große Problem der Berliner.
Notable Fact: Die Füchse unternehmen 2015 einen neuen Versuch den ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte in heimischer Halle zu holen. Wer am 16. und 17. Mai beim Final Four des EHF-Pokals dabei sein will, findet unter http://www.fuechse.berlin/ehfcupfinals/ alle wichtigen Informationen.