the woman knits you a sweater... and you call it “unwearable” 😔
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the woman knits you a sweater... and you call it “unwearable” 😔
Malaria-Gründerin Bettina Köster Anfang der Achtziger, als sie in Schöneberg die Szene-Keimzelle Eisengrau betrieb.
Fotos: Gudrun Gut.
Deformographia
{ human abstract} . { 2005 / original: 3444 x 1827 }
The Eisengrau on the other hand, was not so easy to locate. Even Bettina Köster did not remember exactly where it was, and she was the one who founded it! Cassettes released on the Eisengrau label listed the address as 37 Goltzstraße, but there are two commercial properties on that site - both now part of the Hobby-Shop Wilhelm Rüther. It was only by standing by the windows, and comparing the view to the one visible in the films...
...that it is possible to work out that it is the smaller premises to the South. (There are in fact two windows in the front - though the one to the left of Blixa is obscured by a large screen.)
It’s somehow fitting that what once was a DIY punk fashion shop, now sells knitting and beading equipment. There’s a nice symmetry to that. I bought some absolutely beautiful beads for my own use, and when I asked, the staff were kind enough to allow me to poke about and take some photos.
There are, in fact, two back rooms. The one on the right was blocked off as an office so I didn’t intrude. The one on the left, where I believe the loft-bed would have been, is absolutely enormous, completely palatial by the standard of London bedrooms. When they talked about “living in the back rooms of shops” one imagines a tiny cramped storeroom. But no, as living quarters, this is bigger than my flat!
Special bonus photo for those of you who have read Sehnsucht. A minor mistake, but this is actually on the ground floor, not in the cellar. (I will have to edit the story to reflect this.)
Note: the “40 Jahres” sign in the window is a bit misleading! It refers to the Hobby-Shop Wilhelm Rüther shop as a whole, which no doubt has occupied the other half of the building for that long.
On the origins of the Eisengrau shop. (With which I am becoming slightly obsessed, because honestly it's as if Weber und Schneider from Vom Himmel Hoch were actually *real* but they had actually gone all out and started a band and a record label. I must have read about Eisengrau at least in concept while researching VHH and somehow transplanted it to Düsseldorf.)
jetzt noch trocknen lassen 🤴👍 #lackieren #Lack #painting #eisengrau #aufhübschen #freeday #draußenarbeiten #comode #garkeinbockbeidemwetter https://www.instagram.com/p/CD36cKsK8mn/?igshid=nh3e8jfgrsfx
Die Luft um ihn herum stank.
Natürlich hatte er nicht erwartet, Zedernholz oder gar Blumenduft wahrzunehmen, aber dieser faulige Gestank nach Tod und Einsamkeit verschlug ihm für einen Moment den Atem. Mühsam blinzelte er über die Hügelkuppe hinweg, presste sich das Tuch deutlicher vor die Lippen. Früher, es schien mittlerweile ein ganzes Leben lang her zu sein, da hatte man von hier bis rüber nach Caer Darrow schauen können. Immerzu hatten Schornsteine geraucht, manchmal hatte sich der Rauch wie Nebelschwaben auf dem Wasser abgesetzt und einem die Sicht versperrt. Wie beeindruckt er gewesen war, damals, als er das erste Mal an diesem Ort vorbei geritten war.
~*~*~*~*~
Coltran hatte sich schon wieder mit ihrem Vater gestritten.
Immer öfter stieß das Temperament seines älteren Bruders mit der stoischen Vernunft ihres Vaters aneinander und an diesem Tag prangte der Abdruck einer Hand auf der blassen Wange. Er hatte sich nicht getraut zu fragen, was denn nun wieder der Grund gewesen war – manchmal war es einfach das Beste, Coltran in Ruhe zu lassen und abzuwarten, bis die Wogen sich geglättet hatten.
Henry machte das jedenfalls so, auch wenn selbst er unter seinem blonden Pony hervor spähte und stirnrunzelnd auf den Rücken seines Bruders schaute.
Eigentlich kannte er Henry nur, wenn er lachte und irgendwelche Streiche ausheckte. Ihn einmal mit ernstem Gesicht zu sehen bereitete ihm irgendwie Angst. Er war nicht so mutig wie Coltran und es fehlte ihm an der natürlichen Leichtigkeit und Charme, der Henry ausmachte. Von allen drei Söhnen ihres Vaters war er der zarteste und neigte zu Tränenausbrüchen bei der kleinsten Gelegenheit.
Gregor mochte diese Eigenschaft überhaupt nicht.
„Das wird nichts.“
Henry war nur 2 Jahre älter als er, doch im letzten Jahr war er tüchtig gewachsen. Mittlerweile reichte er ihrem Vater schon an die Schulter und Gregor war sich sicher, dass er ihn irgendwann auch einholen würde. „Was meinst du?“ Er war kaum 10 Jahre alt, aber er gab sich Mühe, möglichst erwachsen zu klingen. Coltran war zwar noch kein Mann, aber er sprach und gab sich bereits wie einer. Letztens hatte er sich sogar an zwergischen Schwarzbräu versucht und hatte nur ein klein wenig gehustet.
Gregor bewunderte ihn.
Er bewunderte ihn zutiefst.
„Colt.“ Henry deutete nach vorne und schüttelt den Kopf. Der kleine Zopf, mit dem er sein Haar bändigte, schwang dabei hin und her. „Sitzt da und murrt in sich hinein. Und er guckt dich an als ob er dich am liebsten auffressen will, wenn du auch nur in seine Nähe kommst. Lass ihn einfach in Ruhe, Greg.“ Die Hand landete auf seiner Schulter. Sie fühlte sich warm und brüderlich an. Für einen Moment sah Gregor zu ihm auf. Henry’s Stirn war immer noch gerunzelt und wahrscheinlich machte er sich mehr Sorgen, als er offen zugab. Ihm war das schon einige Male aufgefallen, doch jetzt zog sein älterer Bruder seine Aufmerksamkeit wieder an.
Ja, er würde auf Henry’s Rat hören und Coltran in Ruhe lassen. Spätestens heute Abend würden sie wieder alle am Tisch sitzen und der Streit mit Vater würde vergessen sein. Ihre Mutter würden ein herrliches Essen aus geräucherten Schinken und Kartoffeln zubereitet haben, zum Nachttisch würde es Kirschpudding geben. Sein Magen schlug Purzelbäume, als er daran dachte.
Henry war bereits vorausgeeilt und er schickte sich an, ihm zu folgen. Als ein leises, platschendes Geräusch an seine Ohren drang, wandte er sich blinzelnd den Kopf.
Coltran hatte angefangen Steine ins Wasser zu werfen.
Er sah ihn sonst nie Steine werfen – außer, er war wütend.
Eine Erklärung hatte er für dieses Wissen nicht, doch der Gedanke an ein gemeinsames Abendmahl, bei dem sich alle wieder vertrugen, lies ihn inne halten und sich langsam umwenden.
„Ich komme gleich nach!“
Er sah noch, wie Henry ebenfalls inne hielt und zu ihm zurück sah, doch da hatte er seinen Entschluss schon gefasst. Schnurstracks rannte er auf den Steg zu, auf dem sein Bruder saß.
~~~~~~~~~~~
Sein Rücken war schon immer breit gewesen.
Oft genug war er so eingeschlafen, müde ihren endlosen Streifzügen durch die Natur, müde von so manch zu lang andauernder Feier oder Fest. Manchmal hatte ihn Henry Huckepack genommen, doch in der Regel war es Coltran, der ihn so nach Hause trug. Er hatte es ihm nie gesagt, aber er hatte es immer gemocht. Dann hatte er sich seinem Bruder nahe gefühlt, hatte Vertrauen und Zuneigung erfahren.
Auch jetzt noch war sein Rücken breit, aber alle anderen Dinge waren anders.
Dunkler. Gregor spürte den überwältigenden Schmerz von Verlust, als er in ein allzu vertrautes Augenpaar hinein spähte.
„Beim Licht. Du bist…schrecklich alt geworden.“
Die tiefe, rumpelnde Stimme dröhnte ein wenig, ein Nachhall der Nekromantie, die Leben in totes Fleisch geschickt hatte. Gregor rang sich ein Lächeln ab, doch noch stärker war in ihm der Drang, sein Schwert zu ziehen. Er war ein Streiter des Lichts und es rief ihm zu, diese Kreatur der Finsternis augenblicklich zu vernichten.
Es wäre Gerechtigkeit.
Es wäre Gnade.
Niemals hätte er so enden wollen.
„Ein alter Mann, ja. Dem seine Knochen gerade zuschreien, dass er sich gefälligst ein Kissen unter den Sattel packen soll, will er sich demnächst noch weiter als 20 Meter bewegen können.“ Der Griff an sein Schwert war vertraut, die Geste zu tief in ihm verankert, als das er noch drüber nachdenken musste. Trotzdem zog er es nicht. Ebenso wenig wie das Ding, dass aussah und sprach wie sein Bruder. Er trug seine alte Rüstung. Seit über 2 Jahrzehnten hatte er die Rüstung eines lordaeronischen Paladins nicht mehr gesehen - der helle, weiße Mantel, der mit goldenen Löwenspangen am Schulterschutz festgemacht war, glich seinem eigenen.
„Eure Streitmacht leistet hervorragende Arbeit.“
Sie standen kaum weiter als ein paar Meter voneinander entfernt. In der Distanz konnte Gregor Schlachtenlärm vernehmen. Kanonen schossen, Motorblätter rotierten, Schüsse, das fauchende Geräusch von Magie. Einmal mehr Krieg und einmal sie beide mittendrin. Steine zerbarst unter Beschuss, Schreie erklangen und verstummten wieder. Er sah, wie sich im Augenwinkel eine schlanke Gestalt bewegte. Kurzzeitig blitzte eine eiserne Pfeilspitze auf.
Ich bin gewarnt, dachte Gregor grimmig und konnte doch nichts gegen ein erneutes Lächeln unternehmen.
„Danke für das Lob, General…ist das noch dein Titel oder sollte ich dich lieber mit „Verräter“ ansprechen?“
Die schartigen Lippen hoben sich an. Seit Jahrzehnten hatte er ihn nicht mehr gesehen und an sein Lächeln konnte er sich nicht einmal mehr erinnern. Doch er erhaschte eine Ahnung auf die Erinnerung; an einen Knaben, noch kein Mann, aber auch kein Kind mehr, der ihn in eine Umarmung zog und ihm sagte, dass sie immer eine Familie sein würden.
„Wie wäre es stattdessen mit „Bruder“?“ Die Antwort klang beinah sanft. Trotz der Nekromantie, die wabernde Dunkelheit in die letzten Silben hinein schickte, klang etwas darin wie der ältere Bruder, zu dem er immer aufgesehen hatte. Gregor lies langsam die Hand vom Knauf seines Schwertes gleiten und macht einen letzten Schritt auf die breitschultrige Gestalt zu, die das Gesicht seines Bruders trug.
Ein Todesritter war das Spiegelbild eines Paladins.
Zu einer anderen Zeit hätte er nicht gezögert. Er wäre nicht einmal hierhergekommen; nur geleitet von einem Brief und der darin enthaltenden Bitte, die vage Aussicht auf Erlösung von Rachsucht und Zorn. Kalt und gnadenlos hätte er bis zum letzten Atemzug gekämpft. Doch jetzt dachte er nicht an den Kampf.
Er dachte an ihre Kindheit, dachte an das Gefühl von Heimat und Familie, dass er so nur manchmal noch spürte, wenn er in das Gesicht seines Neffen schaute.
Sie hatten sich beide so sehr verändert.
~*~*~*~*~
„Warum habt ihr euch gestritten?“
Meistens traute er sich nicht, solche Fragen zu stellen. Es gehörte zu einer Art stummen Respekts seinem älteren Bruder gegenüber, seine Privatsphäre zu respektieren. So spähte er auch relativ verlegen zu ihm rüber, kaum dass er Coltrans eindringlichen Blick auf sich spürte.
„Weil Vater ein sturer Hornochse ist und die Zeichen falsch deutet.“ Coltran klang außerordentlich selbstsicher und auf seiner Wange leuchtete der Abdruck einer Hand. Es passierte äußert selten das ihrem Vater die Hand ausrutschte; in der Regel tolerierte er viele ihrer jugendlichen Eskapaden mit väterlichen Wohlwollen. Doch das hier schien ernst zu sein. Gregor wusste nichts zu erwidern, doch er spürte, dass irgendetwas an seinem Bruder zu nagen schien. Er war mittlerweile längst zum Knappen aufgestiegen und für das Haus Löwenherz bedeutete das die Fortführung ihrer langen Tradition. So wie ihr Vater vor ihnen, würde Coltran ein Paladin werden, ebenso wie Henry und vielleicht ja sogar eines Tages er selbst.
„Mach dir keine Sorgen, Greg. Das mit Vater und mir kommt schon wieder in Ordnung.“
Coltrans Stimme klang ein wenig müde aber nach wie vor liebevoll. Also hob er wieder den Kopf und sah seinen älteren Bruder stirnrunzelnd an, dessen Gesicht sonnengebräunt war. Die Dorfmädchen kicherten und tuschelnden, wenn sie ihn sahen. Gregor konnte sich zwar auch auf diese Sache keinen Reim machen, aber Mädchen schienen ja sowieso manchmal von einem ganz anderen Stern zu kommen.
„Sicher?“ fragte er, einem plötzlichen Impuls heraus geschuldet, dass man ihm nicht gänzlich die Wahrheit sagte. Henry nannte es scherzhaft „Das Gespür“, weil er in der Regel einfach wusste, dass man ihn belog. „Vertraust du mir etwa nicht mehr, kleiner Bruder?“ Die Antwort klang ein wenig gekränkt, also nickte er rasch und legte eine Hand auf dem Oberschenkel seines Bruders ab.
Natürlich vertraute er ihm.
Er würde ihm immer und zu jeder Zeit vertrauen.
„Doch! Doch, natürlich. Tut mir leid.“
Gregor senkte den Kopf und fühlte sich für einen Moment wie ein ganz schlechter Mensch. Was auch immer das in ihm wahr, Coltran würde schon wissen was er tat und außerdem konnte er sich immer auf ihn verlassen. Als Coltran plötzlich ein Arm um seine Schulter schloss und ihn nachdrücklich gegen den eigenen Körper drückte, sah er doch wieder zu ihm auf und blinzelte erneut.
„Kein Grund für ein langes Gesicht, Kurzer.“
Gregor hasste den Spitznamen zwar, fühlte sich für den Moment aber trotzdem sicher und mit der Welt versöhnt. Dann hatte Coltran eben seine Geheimnisse…solange trotzdem Zuneigung und Vertrauen zwischen ihnen herrschte, war ihm das gleichgültig.
„…und wenn du jetzt noch länger so schaust, krieg‘ ich deinen Nachttisch.“
Nun war es an Gregor, die Stirn zu runzeln.
Familie war Familie.
Aber Kirschpudding war Kirschpudding.
„Nur über meine Leiche!“
~*~*~*~
Der Rücken, um den er die Arme schloss, war deutlich breiter als er in Erinnerung hatte. Früher, das wusste er noch ganz genau, da hatte er nach Kautabak gerochen, dieses fürchterliche Zeug, das er überall hingespuckt hatte. Jetzt allerdings drang ihm der chemische Geräusch nach Balsamierungsflüssigkeit in die Nase und etwas roch wie tote Rosen.
Nein, am Geruch hätte er ihn nicht erkannt.
Es war die Art, wie man ihn umarmte, nachdrücklich und kompromisslos. Das Licht in ihm schwieg, stumm gemacht wie ein Freund, der eine Szene beobachtet, in dem er selbst keine Rolle spielte. Gregor schluckte und erwiderte die Umarmung, als hinge sein Leben davon ab. Niemals hätte er gedacht, ihn noch einmal wiederzutreffen. So vieles hatte die Zeit und das Leben ihm genommen, dass er sich irgendwann leer gefühlt hatte. Das Licht war eine kalte, gleißende Waffe der Rache geworden, die nichts als Asche zurück lies.
Gregors Augen brannten, als sie einander stumm festhielten, umgeben von Schlachtenlärm und dem blutgierigen Seufzen eines neuen Krieges.
Virion {autolysis}
{human abstract} . { 2006 / original: 999 x 1368 }