Thanks to Rigo Dittmann for reviewing Mugress by Krausen Ypsmael (Steep Gloss, sg70, C-40) in the upcoming issue of Bad Alchemy Magazine (BA 125):
“Wie gemalt. Aber Stefan Krausen hat neben seinem malerischen Fokus auch eine musikalische Vorgeschichte mit Stefan Schneider (von Kreidler, To Rococo Rot) und Deux Balaines Blanches in der Düsseldorfer Elektronikszene der 80er. In den 10er Jahren verband er dann seine visuellen und perkussiven Gestaltungsformen mit Ypsmael, dem mehrfach bei eh? und mit Bryan Day (→Eloine) begegneten Schwarzwald-Enigma. Hier auf dieser pastellgrünen Kassette gehen die bei der Anfertigung des im Original 200 x 96 cm großen ‘Mugress’-Artworks 'erklungenen’ Tinten-, Acryl- und Ölfarbpinselstriche einher mit damit korrespondierender Elektroakustik seitens von Ypsmael. Es erklingt ein raues, in sich bewegtes und metallisch akzentuiertes Surren, Dröhnen, Beben und Oszillieren. Als quasi turntablistische Suggestion im Stil von Ignaz Schick, Martin Tétreault etc. Als motorisches Brummen und Sirren mit mechanisch knackenden Anmutungen, Loops kurzer lautlicher Injektionen und Erika Manns: Am Ende liegt die Welt in Schutt und Trümmern. Die wir so listig-tüchtig aufgebaut. Nix mit Ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt, nein, statisches Rauschen, durchwirkt mit knarrigen und Scratchgeräuschen. Bei 'B1 (re-barraging NM)’ als Klangturbine auf üüü mischt, dröhnt, saust, quarrt noch N. Mueller / Soundindex in Meersburg mit. Und bei 'B2’ branden im Breitformat raue Schübe und wiederkehrende Flatterwellen zum nur milden Alarm einer eintönigen 'Harmonika’. So progrediert man Richtung Mu.”