Bei wem die rund 5.000 Lobbyisten in der Hauptstadt vorstellig werden, ist ein Geheimnis – eine Offenlegungspflicht für Treffen mit Politikern gibt es hierzulande nicht. Mehrere Volksvertreter haben keine Angst vor Transparenz und Offenheit und dokumentieren ihre Kontakte mit Interessenvertretern freiwillig im Internet. Von einigen Kollegen werden sie dafür belächelt.
Kürzlich konnte die Energielobby mal wieder einen großen Erfolg für sich verbuchen. Wenige Stunden vor der Bundestagsabstimmung über den Einbau von elektronischen Stromzählern in Millionen von Privathaushalten war es ihr gelungen, für eine entscheidende Änderung im Gesetzentwurf zu sorgen: Den Zwangseinbau der sogenannten "Smartmeter" müssen nun die Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlen, und nicht - wie zunächst vorgesehen - die Energiewirtschaft. Dafür gesorgt hatten Politiker von CDU/CSU, die laut eines Zeitungsberichts "auf Betreiben des Stromriesen RWE und des Energieverbands BDEW" einen entsprechenden Änderungsantrag einbrachten.







