EPO-Doping ist im Leistungssport weit verbreitet. Wie effektiv es tatsächlich ist, wurde aber erst 2017 in einer Studie untersucht.
EPO-Doping ist im Leistungssport weit verbreitet, vor allem unter Radfahrern. Die wenigen, die dabei erwischt werden, sind vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Ob das Doping mit Erythropoetin tatsächlich effektiv ist, wurde aber bisher kaum untersucht. Eine 2017 veröffentlichte Studie lässt daran zweifeln – zumindest wenn es um lange Strecken geht.
EPO, das auf natürliche Weise im Körper produziert wird, verbessert die Fähigkeit, Sauerstoff zu den Muskeln zu transportieren. Dadurch soll sich die Ausdauer erhöhen. In der Medizin verwendet man eine synthetische Variante zur Behandlung von Anämie im Zusammenhang mit Krebs oder Erkrankungen der Nieren. EPO gehört auch zu den mehr als 300 Substanzen, die von der WADA verboten sind. Das Anti-Doping-Reglement des Radsports sieht jedes Jahr umfassende Tests bei der Tour de France vor. In der Regel sind es acht Tests pro Tag, darunter immer der Führende, alle Etappensieger und sechs weitere Personen.












