Erasmus-Projekt – Unsere Ankunft in Tallinn 2025
Am Freitag, dem 24. Oktober 2025, begann endlich unser gemeinsames Erasmus-Abenteuer! Vom Europäischen Berufsbildungswerk Bitburg machten wir uns frühmorgens auf den Weg zum Flughafen in Luxemburg. Schon im Bus lag eine spürbare Aufregung in der Luft, schließlich wartete eine ganz besondere Zeit auf uns.
Von Luxemburg aus flogen wir zunächst nach Frankfurt, wo wir kurz verschnaufen konnten, bevor es weiterging zu unserem eigentlichen Ziel: der wunderschönen Hafenstadt Tallinn in Estland. Schon während des Fluges stieg die Vorfreude, und als wir schließlich landeten, wurden wir sofort von der klaren, frischen Luft und der angenehm ruhigen Atmosphäre überrascht.
Nachdem wir unseren Mietwagen abgeholt hatten, fuhren wir zu unserer Unterkunft, die für die kommenden zwei Wochen unser Zuhause sein wird. Kaum hatten wir unser Gepäck ausgeladen, hielt uns nichts mehr im Haus, die Neugier war einfach zu groß. Wir machten uns direkt auf den Weg, um die Umgebung zu erkunden.
Während unseres abendlichen Spaziergangs entdeckten wir viele schöne Orte, die förmlich dazu einluden, Fotos zu machen. Besonders beeindruckte uns die Architektur der Stadt: Wie harmonisch altes und neues miteinander verbunden sind, wie viel Liebe zum Detail überall spürbar ist! Tallinn hat es geschafft, den mittelalterlichen Charme seiner Altstadt zu bewahren und ihn zugleich mit modernen Elementen zu ergänzen – das verleiht der Stadt eine ganz besondere Ausstrahlung. Schon an diesem ersten Abend war uns klar: Diese Stadt hat noch viele spannende Geschichten zu erzählen.
Tag 2 – Erste Erkundungen und historische Eindrücke
Nach einer erholsamen ersten Nacht trafen wir uns am nächsten Morgen, um gemeinsam einkaufen zu gehen. Ganz in der Nähe unserer Unterkunft fanden wir einen kleinen, gemütlichen Supermarkt, der uns perfekt gelegen kam. Mit gut gefüllten Einkaufswagen deckten wir uns für das Wochenende ein und bereiteten anschließend ein ausgiebiges Frühstück vor – ein gelungener Start in den Tag!
Gestärkt machten wir uns danach auf den Weg in die Altstadt von Tallinn, die zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren Europas gehört. Zwischen den alten Kopfsteinpflasterstraßen und verwinkelten Gassen fühlten wir uns wie auf einer Zeitreise. Zahlreiche beeindruckende Gebäude säumten unseren Weg, jedes mit seiner ganz eigenen Geschichte, die auf kleinen Tafeln nachzulesen war. Viele dieser Häuser sind über 700 Jahre alt, und man kann förmlich spüren, wie viel sie schon erlebt haben.
Besonders faszinierend war, dass sich inmitten all dieser historischen Bauwerke kaum ein modernes Gebäude befand, ohne die Autos hätte man wirklich glauben können, man befinde sich im 18. Jahrhundert.
Ein weiteres Highlight unseres Tages war der Besuch der Tallinna Linnahall, einer riesigen, monumentalen Halle, die einst für die Olympischen Spiele errichtet wurde. Heute wird das Gebäude nicht mehr genutzt, doch das Dach ist weiterhin frei begehbar. Von dort aus bot sich uns ein atemberaubender Blick über das ruhige Meer und den geschäftigen Hafen, an dem mehrere beeindruckende Kreuzfahrtschiffe vor Anker lagen, ein Anblick, den man nicht alle Tage erlebt.
Nach so vielen Eindrücken gönnten wir uns eine kleine Pause in einem gemütlichen Café in der Altstadt. Bei einer warmen Tasse Kaffee ließen wir die Erlebnisse des Tages Revue passieren, bevor wir den Abend gemeinsam in unserer Unterkunft mit einem selbstgekochten Abendessen ausklingen ließen.
Wir sind gespannt, was Tallinn in den kommenden Tagen noch für uns bereithält, schon jetzt sind wir begeistert von der Schönheit, Geschichte und Herzlichkeit dieser Stadt. Und das Abenteuer hat gerade erst begonnen!
Tag 3 – Sonntag: Erkundung zum Astangu
Am Sonntag machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Einrichtung Astangu, in der unsere Teilnehmer in den kommenden Tagen arbeiten werden. Der Weg dorthin war zwar etwas länger, doch er führte uns durch wunderschöne Viertel der Stadt, die immer wieder neue, beeindruckende Ausblicke boten. Besonders die weiten Blicke über die Stadtteile Tallinns begeisterten uns.
Trotz der Größe der Stadt herrschte eine angenehme Ruhe. Man hatte nicht das Gefühl, sich in einer hektischen Großstadt zu befinden. Die Straßen wirkten gepflegt, die Menschen entspannt, und zwischendurch konnten wir sogar einen Blick auf den Hafen erhaschen, der mit seinem leichten Wellenrauschen eine wunderbar beruhigende Stimmung ausstrahlte.
An der Astangu-Einrichtung angekommen, machte das Gebäude auf den ersten Blick einen schlichten, aber sehr gepflegten und einladenden Eindruck. Leider konnten wir das Innere noch nicht besichtigen, doch schon von außen wirkte alles gut organisiert und vielversprechend. Wir sind überzeugt, dass unsere Teilnehmer dort eine großartige Zeit haben werden – mit vielen neuen Erfahrungen, spannenden Aufgaben und sicherlich auch einer Menge Spaß bei der Zusammenarbeit mit den estnischen Kolleginnen und Kollegen.
Da das Wetter uns am Nachmittag einen kleinen Strich durch die Rechnung machte, verzichteten wir auf weitere Ausflüge und nutzten die Zeit, um uns von der Reise und den vielen neuen Eindrücken etwas zu erholen. So konnten wir Kraft tanken, um voller Energie in die neue Woche zu starten.
Tag 4 – Montag: Erster Tag in der Einrichtung
Am Montag war es endlich soweit, unser erster richtiger Tag in der Astangu-Einrichtung stand bevor! Nach einem gemeinsamen, stärkenden Frühstück fuhren wir mit unserem Bus dorthin. Dort wurden wir herzlich von Annemarie, der Erasmus-Beauftragten der Einrichtung, empfangen. Mit viel Begeisterung stellte sie uns das Projekt vor und erzählte uns spannende Details über die Geschichte von Astangu.
Besonders interessant war zu erfahren, dass es in ganz Estland keine zweite Einrichtung dieser Art gibt. Sie bietet jungen Menschen mit unterschiedlichen Berufsfeldern individuelle Ausbildungsmöglichkeiten, von IT über Handwerk bis hin zur Gastronomie. Das vielseitige Konzept und die moderne Ausstattung beeindruckten uns sehr. Gleichzeitig entdeckten wir einige Parallelen zu unserer Einrichtung in Deutschland, was den Austausch umso spannender machte.
Nach einer kurzen Einführung führte uns Annemarie durch die verschiedenen Abteilungen. Unsere beiden Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, Kewin und Aderik, lernten den IT-Ausbilder kennen, während Alex in die Schreinerei und Maurice in die Küche begleitet wurde.
Im IT-Bereich erhielten Kewin und Anderik eine interessante Einführung in das estnische Ausbildungssystem. Auf den ersten Blick wirkte es komplex, doch schnell erkannten sie, wie durchdacht und praxisnah es aufgebaut ist. Besonders spannend fanden sie, dass hier auch naturwissenschaftliche Fächer wie Chemie unterrichtet werden, etwas, das in der IT-Ausbildung in Deutschland eher selten vorkommt.
Währenddessen bekam Alex eine detaillierte Einweisung in die Schreinerei. Nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung und einer Vorstellung des Teams durfte er sich bereits an einem größeren Auftrag beteiligen: die Herstellung von Frühstücksbrettchen in Serienproduktion. Eine Aufgabe, die wie gemacht ist für unseren talentierten Schreiner!
Maurice hatte ebenfalls einen aufregenden Start. Gemeinsam mit dem Küchenpersonal besuchte er einen nahegelegenen Markt in der Altstadt, auf dem frische lokale Produkte angeboten wurden. Fisch, Fleisch, Käse, Gewürze, Obst und Gemüse; die Auswahl war beeindruckend. Für Maurice war es ein besonderes Erlebnis, die estnischen Zutaten und kulinarischen Gewohnheiten kennenzulernen.
Nach einem erlebnisreichen Tag beschlossen wir, das schöne Wetter zu nutzen und am Hafen entlang bis zum Strand zu spazieren. Das leise Rauschen der Wellen, die frische Meeresbrise und das sanfte Abendlicht sorgten für einen perfekten Abschluss unseres ersten Arbeitstages. Wir machten viele schöne Fotos und ließen die Eindrücke in entspannter Atmosphäre auf uns wirken. Schon jetzt war klar: Dieser Austausch wird für uns alle eine ganz besondere Erfahrung werden.
Tag 5 – Dienstag: Der erste richtige Arbeitstag
Der Dienstag begann zunächst etwas schleppend. Kein Wunder, schließlich mussten unsere Teilnehmer deutlich früher aufstehen als gewohnt. Doch schon während der Fahrt zur Einrichtung wich die morgendliche Müdigkeit einer spürbaren Vorfreude und leichten Nervosität. Alle waren gespannt, was sie an ihrem ersten echten Arbeitstag erwarten würde.
Im Astangu angekommen, gingen alle selbstbewusst in ihre Bereiche, als wären sie schon seit Wochen Teil des Teams. Kewin und Anderik bekamen zunächst den modernen 3D-Drucker der Einrichtung vorgestellt, ein Gerät, das sie in den kommenden Tagen intensiv nutzen werden. Für beide war es Neuland, doch sie ließen sich davon nicht abschrecken. Schon nach kurzer Zeit entwarfen sie ihre eigenen 3D-Modelle und waren begeistert, wie präzise und detailreich die Ergebnisse ausfielen.
Anschließend durften sie sich mit einem Arduino-Board beschäftigen. Sie programmierten es so, dass eine kleine Lichterkette leuchtete oder ein Bewegungssensor ein LED-Licht aktivierte, sobald sich ein Objekt näherte. Diese praxisnahen Aufgaben machten ihnen sichtlich Spaß und zeigten, wie vielseitig und kreativ Informatik sein kann.
Alex hatte an diesem Tag ebenfalls alle Hände voll zu tun. Mit beeindruckender Ausdauer und Präzision fertigte er stolze 400 Brettchen an, eine echte Glanzleistung, die nicht nur seine Ausbilder, sondern auch seine estnischen Kollegen schwer beeindruckte.
Auch Maurice zeigte in der Küche sein ganzes Können. Mit ruhiger Hand und viel Routine unterstützte er das Küchenteam bei der Zubereitung des Mittagessens. Er schnitt Fleisch, wusch und zerkleinerte Gemüse und sorgte dafür, dass alles rechtzeitig fertig wurde. Seine Erfahrung als angehender Koch machte sich deutlich bemerkbar, und seine Kollegen lobten seine konzentrierte und saubere Arbeitsweise.
Alles in allem war dieser Tag ein voller Erfolg. Jeder der Teilnehmer konnte etwas Neues lernen, seine Fähigkeiten einbringen und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln. Am Abend durfte dann jeder selbst entscheiden, wie er den Tag ausklingen lassen wollte, einige entspannten in der Unterkunft, während andere die Altstadt von Tallinn noch einmal auf eigene Faust erkundeten.
Wir sind stolz auf die Leistungen unserer Teilnehmer und freuen uns auf alles, was die kommenden Tage noch bringen werden. Das Erasmus-Projekt zeigt uns schon jetzt, wie bereichernd internationale Zusammenarbeit sein kann, sowohl beruflich als auch persönlich.
Tag 6 – Mittwoch: Ein Tag voller Technik und Geschichte
Der Mittwoch begann für unsere Teilnehmer bereits mit einer gewissen Routine. Alex begab sich wie gewohnt in die Holzwerkstatt, um fleißig an der großen Bestellung mitzuwirken. Maurice half in der Küche bei den Vorbereitungen für das anstehende Halloween-Event, und unsere beiden Fachinformatiker, Kewin und Aderik, vertieften sich in ihre spannenden Arbeiten mit den Microcontrollern.
Doch das eigentliche Highlight des Tages wartete am Nachmittag: Gemeinsam mit dem IT-Lehrer der Astangu-Einrichtung besuchten wir das beeindruckende Seaplane Harbour – Estonian Maritime Museum. Schon beim Betreten des riesigen Gebäudes waren wir von der Atmosphäre überwältigt. Zwischen alten Schiffen, Flugzeugen und nautischen Ausstellungsstücken zog ein ganz bestimmtes Objekt sofort alle Blicke auf sich ein echtes U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg, das man sogar von innen besichtigen konnte!
Das Gefühl, durch die engen Gänge dieses historischen U-Boots zu gehen, war einfach faszinierend. Man konnte förmlich spüren, wie sich das Leben der Besatzung damals abgespielt haben muss. Neben diesem eindrucksvollen Exponat bot das Museum viele interaktive Erlebnisse: Flugsimulatoren, alte Propellermaschinen, die sich mit hydraulischer Bewegung mit dem „Piloten“ bewegten, ein riesiger Spaß, nicht nur für Technikfans.
Das Museum hat uns wirklich begeistert und ist ein Ort, den wir jedem empfehlen würden, ob Schüler, Familien oder Geschichtsliebhaber. Tallinn hat mit dem Seaplane Harbour ein echtes Juwel der maritimen Geschichte geschaffen.
Tag 7 – Donnerstag: Halloween-Vorbereitungen und Feierlichkeiten
Der Donnerstag startete ruhig, entwickelte sich aber rasch zu einem der ereignisreichsten Tage der Woche. Maurice übernahm in der Küche eine besonders kreative Aufgabe: Gemeinsam mit dem Küchenteam bereitete er verschiedene Halloween-Snacks und kleine Leckereien für das große Fest am Abend vor. Zwischen gruselig dekorierten Muffins, herzhaften Gebäckstücken und kleinen Überraschungshäppchen arbeitete er hochkonzentriert und mit sichtlicher Freude. Trotz der knappen Zeit meisterte er alles mit Bravour. Die Kolleginnen und Kollegen waren begeistert von seinem Engagement und seiner professionellen Arbeitsweise.
Währenddessen nahmen Kewin und Anderik an einer Unterrichtseinheit teil, die sich mit Microsoft Excel beschäftigte. Da beide in diesem Bereich bereits sehr erfahren sind, unterstützten sie ihre estnischen Mitlernenden und gaben hilfreiche Tipps und Tricks weiter ein schöner Moment des Austauschs und gemeinschaftlichen Lernens.
Am Abend folgte dann das absolute Highlight: die große Halloweenparty des Astangu-Zentrums. Schon beim Betreten der geschmückten Räume staunten wir über die aufwändige Dekoration. Überall hingen Spinnenweben, Kerzen leuchteten in Kürbissen, und es gab jede Menge fantasievolle Kostüme. Das Buffet bot eine herrlich „gruselige“ Auswahl – von Pfannkuchen, die absichtlich alt und „verflucht“ aussahen, bis hin zu kleinen Voodoo-Figuren am Spieß.
Neben Musik und Tanz gab es viele tolle Programmpunkte: eine englisch moderierte Runde des legendären Werwolf-Spiels, eine kreative Schnitzeljagd durch die gesamte Einrichtung, bei der man verkleidete Schaufensterpuppen finden musste, und schließlich einen Kostümwettbewerb mit feierlicher Preisverleihung.
Es war ein wundervoller, ausgelassener Abend, an dem wir viel gelacht, getanzt und neue Kontakte geknüpft haben. Besonders schön war zu sehen, mit wie viel Liebe und Leidenschaft die estnischen Kolleginnen und Kollegen dieses Fest vorbereitet hatten. Es war ein perfektes Beispiel für gelebte Erasmus-Gemeinschaft.
Tag 8 – Freitag: Ein bewegender Abschluss der ersten Woche
Der letzte Arbeitstag unserer ersten Woche begann mit einer besonderen Aktion, die uns alle tief berührte. Die Verantwortlichen des Astangu hatten für unsere Anwendungsentwickler ein ganz besonderes Projekt vorbereitet: Sie durften am Community-Projekt zur Unterstützung der Ukraine teilnehmen. Gemeinsam mit anderen Schülern halfen Kewin und Anderik beim Knüpfen eines Tarnnetzes für die ukrainische Front.
Die Arbeit an diesem Projekt war nicht nur handwerklich interessant, sondern auch emotional sehr bewegend. Zu wissen, dass diese kleinen Handgriffe in einem größeren Zusammenhang einen wichtigen Beitrag leisten, hinterließ bei uns allen einen bleibenden Eindruck. Die Lehrkraft erzählte bewegende Geschichten über den Hintergrund dieser Aktion, und wir waren dankbar, Teil davon zu sein.
Währenddessen hatten Alex und Maurice einen etwas klassischeren Arbeitstag. Alex setzte seine Arbeiten in der Schreinerei fort und perfektionierte seine Technik weiter. Maurice unterstützte wie gewohnt das Küchenteam mit großem Einsatz und sorgte für einen reibungslosen Ablauf beim Mittagessen.
Am Nachmittag unternahmen Kewin und Aderik noch einen kleinen Ausflug in ein Computermuseum. Dort konnten sie die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte wortwörtlich anfassen – von klobigen Röhrenmonitoren und alten Tastaturen bis hin zu ersten Spielkonsolen. Besonders cool war, dass sie auch Klassiker wie Quake 2 selbst ausprobieren durften! Es war beeindruckend zu sehen, wie rasant sich die Technik in den letzten 20 Jahren entwickelt hat.
Zum Abschluss des Tages machten wir gemeinsam einen Spaziergang entlang des Hafens. Die Sonne neigte sich langsam über dem Meer, die Luft war frisch und klar, und ein leichter Wind wehte vom Wasser herüber. In dieser friedlichen Atmosphäre ließen wir die erste Woche Revue passieren – dankbar, erfüllt und gespannt auf das, was uns in der kommenden Woche noch erwartet.
Tag 9 – Samstag: Natur pur und neue Perspektiven
Nach einem gemütlichen Frühstück folgten wir einem Tipp von Annemarie, unserer Erasmus-Beauftragten. Sie hatte uns einige schöne Orte außerhalb der Stadt empfohlen, die perfekt zum Wandern sein sollten und sie hatte nicht zu viel versprochen!
Wir fuhren ein Stück hinaus in die estnische Wildnis, und schon bald befanden wir uns mitten in einer völlig anderen Welt. Kein Verkehr, keine Menschenmassen, kein Lärm nur die pure, unberührte Natur. Das sanfte Rauschen des Wassers, das leise Flüstern des Windes in den Bäumen und die frische, klare Luft machten diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Auf unserer Wanderung entdeckten wir sogar einige Füchse, die neugierig aus dem Dickicht hervorschauten und erstaunlich zutraulich waren. Sie schienen keine Scheu vor uns zu haben und posierten fast schon für unsere Kameras ein einmaliger Moment!
Diese Stunden in der Natur erinnerten uns daran, wie schön Einfachheit sein kann. Es muss nicht immer modern, laut oder spektakulär sein manchmal reicht die Stille und Reinheit der Natur, um wahre Schönheit zu erleben.
Am Nachmittag kehrten wir zurück in die Stadt und schlenderten noch einmal durch die Gassen der Altstadt, diesmal durch jene kleinen Straßen, die wir bisher noch nicht gesehen hatten. Tallinn zeigte sich erneut von seiner charmanten, geschichtsträchtigen Seite. Die alten Mauern, die kleinen Cafés und das warme Licht des Abends verliehen der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre.
Es war der perfekte Abschluss einer ereignisreichen, lehrreichen und wunderschönen ersten Woche. Tallinn hat uns bereits jetzt verzaubert und wir freuen uns schon auf alles, was die zweite Woche unseres Erasmus-Abenteuers noch bereithält.










