Mittlerweile befinden wir uns bereits in der zweiten Woche unseres Aufenthaltes in Estland. Die Menschen, die wir im Astangu College kennengelernt haben, sind sehr freundlich, und die anfänglichen Schwierigkeiten im Hotel haben sich inzwischen seit ein paar Tagen wieder gelegt. Die Bilder in diesem Post sind nur ein Bruchteil dessen, wie die erste Woche soweit abgelaufen ist.
Im Laufe der ersten Woche haben die Auszubildenden des EuroBBWs im IT-Bereich jeweils ein Projekt mit einem Arduino begonnen, welches ein Mikrocontroller ist, welcher für kleinere Anwendungsgebiete genutzt werden kann, die nicht viel Rechenleistung benötigen. In meinem Fall ist dies eine Art Wecker. Ich musste mich zwar erstmal mehr mit dem Arduino im Allgemeinen beschäftigen, da ich mit dem physischen Aspekt des Verbindens von Komponenten, wie zum Beispiel Knöpfen, mit den verfügbaren Pins mit Hilfe von Kabeln noch nicht so vertraut war, aber trotz den zu Beginn noch mangelnden Kenntnissen habe ich es bis zum Ende der Woche geschafft, dass man bei meinem Wecker die Uhrzeit und das Datum umstellen konnte. Auch wenn theoretisch auch eine Zeit für einen Wecker eingebaut war, bei welchem auch ein Geräusch ertönt bis ein Knopf gedrückt wird, hatte ich in der ersten Woche noch keine Zeit dafür einzubauen, dass man die Zeit des Alarms über Knöpfe umstellen kann.
Am Wochenende waren wir unter anderem auf einem Wanderpfad unterwegs, wo wir eventuell erst recht spät bemerkt hatten, dass wir eben nicht im Kreis gelaufen sind, und haben an einem anderen Tag ein japanisches Restaurant mit äußerst leckeren Gerichten und Getränken besucht.
Am Montag habe ich die manuellen Einstellungen für den Wecker eingerichtet und zwei von anderen Usern online zur Verfügung gestellten Lieder für den Alarm eingebaut. Somit fehlt eigentlich nur noch, dass man auch Per Knopfdruck zwischen diesen wechseln kann, wofür ich am Montag allerdings nicht mehr die Zeit hatte. Somit konnte ich dies erst am Folgetag einbauen, und habe zudem vier weitere Klingeltöne eingefügt.
In der Zwischenzeit hat unsere HW-lerin folgende Erfahrungen gemacht:
In der Küche des Astangu ist es sehr angenehm, da man hier wirklich seinen eigenen Arbeitsplatz mit allem grundlegend wichtigem hat. In der Küche und auch in der Backstube lernt man vieles leckeres zu kochen und zu backen. Meistens sind es eher klassisch estnische Speisen, wie zum Beispiel Käseschnecken, Jubiläumsbrot, aber auch Brotsuppe und Eintöpfe, die man herstellen und probieren darf.
Zudem möchte ein weiterer IT-ler über sein im Astangu geführtes Projekt und seine Erfahrungen hier berichten:
Im Verlauf der letzten paar Tage, die ich im Astangu verbracht habe, habe ich zuerst die kuriose digitale Welt in Estland erkundet, im Zuge dessen uns die verschiedenen stadlichen Systeme zur Verwaltung gezeigt wurden.
Daraufhin fing ich ein Projekt an, bei dem ich mit einem Arduino ein kleines Schloss gebaut habe, das mit einem RFID-Chip entsperrt wird.
Dies habe ich in 3 Abschnitte aufgeteilt:
1. Ich habe ein Programm geschrieben, mit dem ich die verschiedenen Blöcke eines RFID-Chip überschreiben kann.
2. Anschließend habe ich ein Programm erstellt, das die Inhalte ausliest. Desweiteren diente dieses Programm dazu zu entdecken, wie man die Werte in einem Block zu einem String formieren kann.
3. Der letzte Teil war die Implementierung des Schlosses.