Eine animierte Graphic-Novel-Verfilmung für das Bildungsprogramm. Luis Buñuel hat mit zwei filmischen Zusammenarbeiten mit Salvador Dalí eine gewisse Bekannt- und Berüchtigkeit erlangt, jetzt wird er zwar von ein paar Pariser Avantgardisten verehrt, die allerdings immer fragen, welche Ideen seine und welche Dalís waren, dabei waren alle Ideen seine, bekommt aber kein Geld für sein nächstes Projekt, einen Dokumentarfilm über die bettelarme spanische Gegend Las Hurdes zusammen, weil der beleidigte Vatikan droht, seine Unterstützer zu exkommunizieren. Zudem hat er surreale Träume. Buñuels Freund Ramón Acín kauft ein Lotterielos und verspricht, wenn es gewinnt, den Film zu finanzieren. Surrealerweise gewinnt es, und sie begeben sich in die Extremadura, wo die Dörfer wie Labyrinthe aus Schildkröten aussehen. Großer Inzenierer, der er ist, bringt Luis es dann allerdings doch nicht fertig, bloß zu dokumentieren, teilweise unter krasser Mißachung des “No Animals Were Harmed”-Ansatzes. Das hatte man damals noch nicht so.