Finanzjournalismus?
Gesegnet seien alle Formen der Spezialisierung: Seit etwas über einem Jahr arbeite ich mich - in Ermangelung echter Hobbies - in die Arbeitsweisen und Probleme der globalen Finanzarchitektur ein. Ich fühlte mich damals von der Post-Finanzcrash-Berichterstattung zunehmend an der Nase herumgeführt, da (für mich) elementare Fragen viel zu lange unbeantwortet blieben:
Wieso verwechsele ich dauernd Merrill Lynch und Janet Yellen?
Was genau ist der Plan, der uns aus diesem Schlamassel heraus führt?
Wie viele Keynesianer passen in einen Monetaristen?
Ist Globalisierung eine Form von Entropie?
Wurde mir Quantitative Easing nur gefährlich versimpelt erklärt oder ist es wirklich so absurd, wie es klingt?
Wenn eine Rating-Agentur Länder und Kontinente ins Verderben stürzen kann - wieso erklärt ihr niemand den Krieg?
Wenn Zivilisation wirklich so hoch geschätzt wird, wieso drückt sich dann jeder vor Lohnerhöhungen und Steuern?
Wann kommen “trickle down economics” am Boden an?
Treibt eine Bad Bank eigentlich weiter ihre Schulden ein?
Wenn Finanzjournalisten Ahnung hätten, wieso sind sie dann nicht reich?
Geht es uns nun besser oder schlechter als unseren Vorfahren während der Great Depression?
Wie fühlt sich ein verlorenes Jahrzehnt an?











