Wie gerne sähe Ich es, wenn sie sich in Meine Arme stürzten, anstatt ihr Glück in materiellen Gütern oder mit falschen Göttern.

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Wie gerne sähe Ich es, wenn sie sich in Meine Arme stürzten, anstatt ihr Glück in materiellen Gütern oder mit falschen Göttern.
Das alte Nokiahandy springt nicht an, “genau heute wasn scheiß”, denk ich. Ich blick auf den Display des Smartphones und werd durch das Vibrieren der whatsappnachrichten an die ganzen, leichtsinnig versandten Dateien erinnert. Atme aus. Das ist eine easy Sache, es ist bloß die Furcht, die es so schwer machen will. Also lass ich es daheim. Nur Personalausweis und mein, mit dem letzten Geld zusammengekratztes Monatsticket und der Büggel am Start, steig' ich in die Straßenbahn. Eine Stunde fahr ich, üblicherweiße nutze ich die Zeit auf Bahnfahrten, um mich von Musik durch die Landschaften tragen zu lassen, oder ein paar intime Sachen in eins von den vielen kleinen Schreibheftchen zu krizeln. Aber ich hab ja nichts dabei! Bin sogesehen abgeschottet von der...nein von meiner Welt...und so verbunden mit der umgebenden Welt. Ich sitz mit zwei alten Weibern im Vierer. Ich nenn' sie extra Weiber, weil sie trotz des hohen Alters alle Kriterien dafür erfüllen. Die linke, mir gegenüber hat eine dicke Guccibrille an, ist sonnenbankgebräunt, hat einen sauber gezogenen Lidstrich in diesem glitzerschimmerblau, der aber durch das faltige Lid doch eher unsauber aussieht, und durch die Sonnenbrille seh ich ein Augenpaar, das eine kleine Unbeholfenheit ausdrückt. Sie wirkt mit dem ganzen Prunk irgendwie zusammengekauert klein, in dem Sitz, obwohl sie objektiv gesehen über den Sitz quillt. Ihre Freundin, in der Elle eingeklemmt ist etwas weniger prunkvoll gekleidet. Sie hat so eine hippe Gerry Weber Tasche die sie fest umklammert und auf ihrem Schoß plaziert, das machen Frauen oft, ich schätze es ist das Beschützen des heiligen Geschlechts...auch bei hohem Körpergewicht, will man den Blick darauf niemanden gewähren, auch wenn tatsächlich nur das Oberschenkelpaar zu sehen ist. Und gemeinsam drehen sie die Köpfe nach links, nach rechts, nach links, entdecken in jeder Beobachtung eine kleine kurze philosophische Grundlage und werden nicht müde zu betonen, wie süß der kleine Spitz des eben zugestiegenen Burschen ist, und wie wichtig gute Hundeschule sei. Keine Ahnung ob der sich über die laute Aufmerksamkeit der Oldies freut, er blickt geübt cool aus den Scheiben der Tür. "Der hat ja nur ein Auge!!" krächzt die Gerryweber-Tasche, "NÄÄ da hascht rescht! Das arme kleine Ding...aber auch die ganzen Menschen mit Behinderung, alles arme Geschöpfe, ne?" Beide ergötzen sich in mitleidigen Anekdoten und ich muss über diese tiefgründig gekonnten Überleitungen schmunzeln. " Haschte auch die Sendung gesehen über die Leute die nur schwarz tragen??" sagt die guccibrille zur gerryweber Handtasche. "Jaa letzte Woche, nä? schlimm schlimm..." "So eine hab ich auch bei mir da...." "Eescht? auch in so einer Sekte?" "näää, auch der Junge ne? Der war ja höscht intääligäänt, nä?" "ja Intääligäänz drückt sisch joa nöscht immer in der Kleidung aus..." Die beiden werden nicht müde jeden Schrebergarten, jede Supermarktkette und Bahnstation die unsere unfreiwillig gemeinsame Bahnfahrt auftut, zu kommentieren. Ganz eng aneinander geschmiegt, allein durch beider Körpergewicht, sitzen sie dort wie eine Einheit, total verbunden aber irgendwie leer. Ihr Geschwätz über irgendwelche, vermutlich prominente Damen der Klatschpresse verlangt ihnen neue Stimmhöhen ab, als ich bemerke wie die Guccibrille, eben diese, ihre, Guccibrille runter schiebt und ihre, zwar nichtmehr vorhandenen, aber mit Kajal nachgezogenen Augenbrauen zweimal, sehr undercover, hochschiebt und die Pupillen zu mir schickt. Ich weiß nicht, ob ihre Freundin einen Mangel an Feingefühl besitzt oder sehr unfreundschaftlich ihre Gefährtin vor mir auffliegen lassen wollte, aber fast brüllend raunt sie zurück "Was denn? Ich verstehe Dich nicht!" . Und scheinbar genauso wenig Feingefühl für die eigene Wirkung besitztend, beugt sich Guccibrille, begleitet von knarrendem Sitz und runterrutschender Einkaufstüte, zu Gerrywebertasche und flüstert ihr ins Ohr. Ich schmunzel in mich hinein und schau mir das Industriegebiet Wesseling an. "Nääää....dat isch äscht, siehst de doch an der Haut, ist auch voll weiß!!" Ach, es geht malwieder um das Haar...kurz schwelge ich in nostalgischer Stimmung, mich erinnernd wie ich mit Mama in irgendwelchen Einkaufshäusern umherlief und sie von alten Damen auf ihr Haar angesprochen wurde. Ich vermisse sie, und breche die Erinnerung ab. Ein Jugendlicher mit Dogge steigt ein und die Guccibrille fällt wieder in lockere Haltung "die ganzen Kläffer in der Bahn!!" als Gerrywebertasche sich zu ihr wendet und lacht "Das darfste nicht sagen, da hauen se dir den Mund! Mich ham se mal verfolgt deswegen" ...und auf mein Lachen, was Guccibrille anscheinend wohltuend für das eigene Selbstbild empfindet, nickt sie mir begeistert zu und krächzt "Ich red halt immer frei Schnauze hahaha", dann guckt sie stolz abwechselnd zu mir und zu Gerrywebertasche. Vielmehr auf das süße Einheimsen von Coolnesspunkten als den Gehalt ihres, von ihr als cool empfundenen Verhalten, reagiere ich mit wohligen Lächeln und nick ihr kurz zu. Später erklär ich ihr noch wo Wesseling endet und dann steigt sie, nach genauso reich kommentierter Kontrolleurbegegnung ganz munter aus. Sie wird, wie sie ankündigte, sich vor den Fernseher setzen und sich ablenken lassen, vielleicht war es ein eindrucksreicher Tag in ihrem Leben. Gerrywebertasche rückt rüber auf den Platz mir gegenüber und ich verliere mich im aus dem Fensterschauen als ich, mittlerweile am Barbarossaplatz angekommen, bemerke dass sie hilflos abwechselnd den Gang und das Fenster fixiert. Dieser hilflose Blick, als würde sie die komplette Umgebung nicht wirklich aufnehmen können, lößt kurz ein schlechtes Gewissen in mir aus, als wäre ich durch das Verlassen der Bahn von Guccibrille in einer Art Verantwortung gewesen, sie weiter zu unterhalten, weil wir diesen kurzen Austausch hatten. Ich schau sie an, aber sie traut sich nicht den Blick zu erwiedern, vermute ich. Immerhin hab ich sie 30 Minuten schon sich selbst überlassen...ach was rede ich da! Die Frau ist sicher ganz froh über die Zeit im ruhigen mit sich selbst.
16 Minuten später komme ich an. Laufe den abgelegenen Weg entlang, blicke durch den morschen Holzzaun, dem in regelmäßigen Abstand Lüken schmücken, gucke in die Schrebergärten, ausdenen vereinzelt Grillrauch steigt, höre das dumpfe Aufschlagen der Tennisschläger und sehe weiße Sneaker über den Court huschen. Es sieht nach Regen aus. Zwei Personen fallen mir auf, der eine mit seiner hippen Northfacejacke und zusammengeschnürter Kapuzze die bis zur Sonnenbrille reicht. So einer der auf Bergsteiger macht, und ein Kleinerer, dessen rote Augen schon auf 3 Meter Entfernung leuchten. Ich lauf den Weg zwei mal Ab und alle Leute sind verschwunden. Ok, einatmen. Einfach Laufen wenn Jemand kommt. Das geht schon, Fuchs sein. Ich steig über den runtergezogenen Zaun zwischen den orangenen Containern ein und schau mich um, erst etwas wirr bis ich mich ordne. Dieses Wirrsein kommt vom Innendenken, ich darf nicht immer soviele Dialoge im Kopf führen, sonst geht mir die Beobachtungsgabe flöten! Ok links ist ruhig, rechts ist ruhig, ein roter Audi steht schräg geparkt da, aber niemand in Sicht. Ich guck nach vorne. Zwei Reihen Autoschlepper, so ein roter Containergüter und dahinter zwei Reihen Planen...Außenrum ist aufälliger als unten drunter, aber schaff ich das leise? Scheiß drauf, das geht. Ich tappe zügig hin und kniebeuge mich durch die Gleisbetten. Die Holzschwellen sind breitgenug um beide Füße zu empfangen, den Büggel voraus, nicht mit dem Kopf an die ganzen Vorrichtungen kommen...was ist das eigentlich für ein Hebel? Ok keine Zeit Quokka, reiß dich zusammen und beeil dich. Dann lauf ich über den feinen Schotter nach links. Da hinten ist was frei. Scheiße bin ich klein!!! Ich guck die Plane hoch und schau mir das verblichene Ding links an, das mit einer 12. gekennzeichnet also 3 Jahre alt zu sein scheint. Ich ziehe vor und guck zweimal zum Büggel, ein wenig unsicher ob ich doppelhändig schneller oder einfach nur unsauberer am start bin, bücke ich mich und gucke nochmal unter allen Reihen durch, als müsste ich den kleinen Entscheidungsmoment mit etwas Nutzvollem füllen. Niemand da. Okay nagut. Es gestaltet sich witzig, da ich auf die eine Kanne nur in Hektik eine cap von der letzten sparva draufgeschraubt hab. Ich muss grinsen über meine Unbeholfenheit, bin ganz froh das ich diesen Moment für mich allein hab und als der Regen fester wird und meine Stirn runterläuft, muss ich heftig ausatmen und grinsen, während ich die zwei unterschiedlichen Strahle gleichmäßig auf und ab bewege. Die Aufregung ist verpufft und einer tiefen Freude gewichen. "krass, ich steh hier allein und mal so ein Teil an, haha scheiße wie geil". Als ich die Schwarz hole, schau ich nochmal unter allen Reihen durch und werde unsicher in meinem Zeitempfinden, wielang steh ich hier schon? Ein wenig zittrig umranden die holprigen schwarzen Linien das Türkis. Man das verkack' ich immer, aber scheiß drauf, weiter. Dann kommt endlich gold, ich freu mich aufs glitzern mit den Regentropfen und die Ungezwungenheit. Steht. Verregnet, holprig, oben ausgefadet weil ich auf Zehenspitzen so unpräzise bin, aber hey, es steht. In allen Kannen ist noch die Hälfte und nach kurzer Abwägung ob ich es mir riskanter vorstelle mit halbvollen Kannen heimzufahren oder einfach mehr Zeit hier an einem Ort zu verbringen, der mir von der Schildkröte als super empfohlen wurde, entscheide ich mich für nummer Zwei, zwei Wagons weiter. Diesmal schon etwas sicherer Linie, und breiter, steht dann Nummer Zwei, Nummer Eins super ähnlich. Dann kommt dieser minihochmutsflug und ich beginne ganz unten an dem anderen Eisenmodell mit Gold eine kleine Nummer drei, alles verläuft und ist ein riesen Gematsche, aber es macht nichts, ich grinse und verballer den Rest schwarz auf dem Weg raus mit Koboldmakigrüßen. Hier gehen wir mal zusammen hin, denk ich vorfreudig. Etwas unbeholfen knüddel ich den Büggel zusammen und steck ihn in die Plastiktüte, stell sie in Ausgangnähe neben die Container..ist das so ok? Soll ich den Müll da lassen? ...Kurz sehne ich mich nach einer mir innewohnenden Ahnung von "richtig oder falsch", aber da ich keine Anhaltspunkte habe, gehe ich mit der Überzeugung, dass dieser Beutel dort keinen Ärger machen wird, raus. Und grinse dem Regen entgegen. Gehe zur kvb-halte und fahre die Stunde wieder Heim, um die Kamera abzuholen, und dann wieder eine Stunde zurück zu fahren. Denn in meiner Erwartungsfurcht hab ich sie lieber heimgelassen, um schneller rennen zu können...ich empfind schon den Eastpack als Bewegungseinschränkend, und eine Kameratasche erst...uff.... Die Schildkröte steigt in Köln zu und ich erzähle freudig von meinem Erlebniss, gutmütig lächelt sie und erzählt, dass sie sich noch zurück erinnert, als Güter etwas Besonderes waren, als Aktionen generell etwas Besonderes waren..ich empfinde alles so aufregend, dass das Wort “waren” nicht an ein mir innewohnendes Gefühl, heimisch anknüpfen kann. Aber es ist auch alles egal. Ich hab meiner Angst einen kleinen, weiteren Tritt verpasst. Nur für mich, das ist was zählt.
Formel Wissen: Verbrauchs- und Preisabweichung
Formel Wissen: Verbrauchs- und Preisabweichung
Eine Verbrauchsabweichung entsteht durch mehr oder weniger verbrauchten Gütern. (höherem Ausschuss, höheren Betriebsmitteln). Eine Preisabweichung entsteht z.B. durch gestiegene Materialpreise. Durch die Verbrauchs- und Preisabweichung wird der Unterschied zwischen Istkosten und Sollkosten ermittelt. Unternehmen ist es wichtig, eine geringe Verbrauchs- und Preisabweichung zu haben.
Verbrauchs-…
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