Warum sollte etwas von Dauer mehr Kunst sein als etwas Flüchtiges, etwas das kurz da ist und dann weg? Warum tun wir, was wir tun, und warum sind wir dabei nicht glücklich? Ich gehe die Treppe runter, Stufe für Stufe, ich lasse mich von der Schwerkraft plumpsen, nicht fallen, wer braucht schon Eleganz? Ich schreibe in meinem Kopf Gedichte, schöne Gedichte, tagein, tagaus, tue nichts anderes als mit Worten zu spielen, aber schreibe nur in meinem Kopf und nicht auf und wundere mich, warum. Plumps. Es fühlt sich seltsam an, an dem rechten Fuß eine von Mama gestrickte Wollsocke, an dem linken eine gewöhnliche mit Fast-Loch an der Ferse. Ein ungleichmäßiger Gang für einen ungleichmäßigen Weg. Warum will ich mir immer eher die Socken aus als Schuhe anziehen? Heute Morgen wären mir meine Füße fast abgefroren, als ich den Müll rausbringen sollte, aber noch zehn Minuten auf nassem Moos lief. Was soll das nun? Die Welt geht nicht unter, nur weil ich es tue. Aber warum erlauben wir es nicht, die Sonne geht unter, der Mond, warum darf die Erde nicht auch? Plumps. Es ist weniger die Tatsache, dass wir kaputt sind und Müll und uns selbst wegwerfen, sondern: Dass wir verlernen, uns selbst mit den Augen des Künstlers zu sehen. Es ist Müll und es könnte weg - und es ist Kunst, Kunstmüll. Wir sind Kunstmüll. Plumps.