Gedanken-sharing
Liebe Person,
ich sitze in meinem Zimmer, welches sich an einer 4 Spurigen Straße befindet und frage mich wie es sein kann, dass in 2022, fast 2023, immer noch ein Auto nach dem anderen mit nur einem Passagier an mir vorbei rast. Offensichtlich fahren sie alle in eine Richtung. Warum kein Carsharing oder sogar eine Auto Freie Stadt? "Desch ischt Freiheitsberaubung!!" höre ich Uwe-Jürgen, 56 in meinem Kopf rufen. Und das obwohl aus wissenschaftlicher Sicht und mit einbisschen Anstrengung des Fleischkloßes unter der Schädeldecke klar ist, dass gesamtgesellschaftlich für uns die Vorteile eindeutig überwiegen. Sowohl gesundheitlich, wie sozial, wie auch ökologisch würde eine Autofreie Stadt viele Vorteile erbringen.
Ein Entwurf: Hamburg als (fast) autofreie Stadt.
Das Individuum darf innerhalb Hamburgs kein eigenes Auto mehr fahren. Dienste wie Taxen und Moia sind jedoch weiterhin zulässig. Transportmittel wären also neben den gerade genannten Möglichkeiten: der öffentliche Nahverkehr, Fahrräder und E-Scooter. Vielleicht wäre es sogar eine Möglichkeit Share Now und Miles weiterhin zuzulassen. Nur mit Beschränkung.
Rettungsdienste, sowie Behinderten- und Krankentransporte sind von dem "Fahrverbot" natürlich ausgeschlossen.
Das Ziel wäre es, die öffentlichen Transportwege so zu optimieren, dass ein eigenes Auto oder die Nutzung von Miles oder ShareNow nicht mehr nötig ist.
Durch weniger Verkehr auf den Straßen, würde sich der bestehende Verkehr grundsätzlich beschleunigen. Das bedeutet: Rettungswagen, die Feuerwehr und die Polizei kommen schneller zu ihrem Einsatzziel. Ergo: Mehr Menschenleben können gerettet werden. Für Diebe und Ganoven eher doof, aber man kann nicht alles haben.
Außerdem wären logischerweise auch Busse und Taxen schneller an ihrem Ziel. Es wird keine 4 Spurige Straße mehr benötigt, sondern womöglich nur eine 2 Spurige Straße. Aus den überflüssigen 2 Spuren, können Fahrradwege erbaut werden. Ach und übrigens: Wenn man sein Auto verkauft und sich ein Fahrrad kauft, gibt es einen staatlichen Zuschuss. Zum Beispiel ein Zuschuss für die öffentlichen Verkehrsmittel, ein Zuschuss um sich ein Fahrrad zu kaufen, oder ein Zuschuss für Dienste wie Moia. Vielleicht könnte eine Fahrrad-Lobby entstehen. Unseres tollen Kapitalismus wegen. Eine Lobby, die tatsächlich mal etwas zur gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrt beiträgt. Das wäre doch mal was.
Den ökologischen Aspekt habe ich bis jetzt ausgelassen, weil es einfach SO offensichtlich ist. Weniger Verkehr -> Weniger Abgase, weniger Feinstaub, weniger CO2.
Naja. Gedanken aufschreiben dauert viel länger, als sie nur zu Denken. Deswegen höre ich hier jetzt auf. Aber was meinst du? Was hältst du von einer Autofreien Stadt? Und was genau steht uns eigentlich noch im Weg?
Einen guten Rutsch und liebe Grüße.













