Monster tauchen seit Menschengedenken in den unterschiedlichsten Kulturen auf und halten der Gesellschaft einen Spiegel vor. Seit jeher wurden mit Monstern Geschichten über gesellschaftliche Themen und Veränderungen erzählt. So stehen Monster für das Unbekannte, das Andere, das von der Norm abweichende und werden zu Vorboten gesellschaftlicher Veränderung. Die Verflechtung von Monster und Gender ist daher kaum verwunderlich.
Monster haben zwar in der Tradition viel dazu beigetragen Normen zu perpetuieren, aber sie haben auch das Potential das Subalterne sprechen zu lassen, ihm Sichtbarkeit zu schaffen und über bestehende Vorstellungen von Gender zu reflektieren. Sie sind eine Möglichkeit die binäre Perspektive zu verlassen und sich eine queere Erzählstimme anzueignen, die Geschichten von anderen Welten, jenseits der Norm und gar jenseits unseres Vorstellungsvermögens erzählen.
Die Körper der Monster sind pure Konstruktion und Projektion und ein wunderbares Werkzeug, um über das Menschsein nachzudenken und die bestehenden Verhältnisse zu reflektieren.