“Das Seltsame an der Szene aus 'Mulholland Drive' war für Fisher die plötzliche Einsicht, dass wir uns in einer Illusion befinden. Kino an sich ist immer Illusion, in die wir uns freiwillig und mit großem Glücksversprechen begeben. Das wird in 'Mulholland Drive' sogar an anderer Stelle explizit betont, ändert aber nichts daran, dass wir bei der Einsicht in diese Wirklichkeit – beim Gewahrwerden, dass die Stimme auch weiter singen kann, wenn die Sängerin am Boden liegt – zusammenzucken. Diese Illusionen sind kein Schwindel. Sie verweisen so wie Träume auch auf etwas Reales außerhalb (der Kinogeherin oder des Träumers). 'Träume sind nicht nur Orte solipsistischer Innerlichkeit', schreibt Mark Fisher, 'sondern auch das Terrain, an dem sich die ‚roten Vorhänge‘ (Anm. so wie in Lynchs Szene) zur Außenwelt öffnen.'” ( http://science.orf.at/stories/2889166/ )