Gestern, Sonnenaufgang im Gewölk.
Yesterday, sunrise in the clouds.
seen from United States

seen from United States

seen from Switzerland
seen from United States

seen from Netherlands
seen from Germany
seen from Yemen

seen from Netherlands
seen from United States
seen from United States
seen from South Korea

seen from United Kingdom
seen from United States
seen from China
seen from China
seen from United States
seen from United Kingdom

seen from France
seen from United States
seen from United States
Gestern, Sonnenaufgang im Gewölk.
Yesterday, sunrise in the clouds.
Timmy, the Skudde buck by martinerstling http://ift.tt/2AkPfyT
Neben #raupen, #schmetterlingen und anderes #getier haben wir jetzt auch eine #mauereidechse in unserem #garten #busswil #lyss #bern #seeland #switzerland🇨🇭 (hier: Busswil, Bern, Switzerland) https://www.instagram.com/p/CSwOlcnrSYm/?utm_medium=tumblr
#spinne #herbst #getier Ja Ja diese Tiere sind jetzt überall ;) https://www.instagram.com/p/B3czoORgdXw/?igshid=14s9txyde7m26
GETIERE - Künstlerische Interventionen
Die Getiere sind los
Was passiert wenn eine Horde lokaler Mythologien auf neuartige digitale Phänomene trifft? Es entstehen Objekte, die einem so vertraut wie exotisch vorkommen: ein Schwanmaterl, ein Bitcoin Hase, ein Tazelwurm, eine Brennende Sau, ein Katzenskelett mit Youtube-Halsband. Es sind Mischwesen, bei denen tierische Legenden und traditionelle Erinnerungsobjekte wie Votivtafeln oder Materln aus der lokalen Umgebung als Ausgangspunkt dienen. Sie werden mit Phänomenen aus der digitalen Welt kurzgeschlossen und bekommen mithilfe neuer Produktionstechniken ihre einmalige Form. Andersrum könnte man auch sagen: in den digitalen Welten kursierende Geschichten werden in neu erfundene Getiere verwandelt, die sich an alpine Fabeltiere anlehnen. Oder: Mit Hilfe einer gehörigen Portion Fantasie eignen sich die vier Ausstellungsmacher*innen Vorhandenes an, transformieren es und schaffen auf diese Weise eigenartige wie humorvolle Chimären.
Es ist erstaunlich, was durch diese künstlerische Intervention ins Museum Schloss Ritzen in Saalfelden alles passiert: Es wird ein Bogen aus der Vergangenheit ins Heute geschlagen und das Heute an die Vergangenheit gekoppelt, es werden Narrationen in Objekte verwandelt und Objekte kreiert, die Anlass zu neuen Legenden bieten, und das digitale Zeitalter (und hoffentlich auch die digital natives) erhalten Einzug im Regionalmuseum, während gleichzeitig der historische Schatz des Museum in digitale Kanäle eingespeist wird.
Angefangen hat es mit den Wolpertingern. Das sind Mischwesen, die sich oftmals aus Teilen von zwei oder mehreren Lebewesen zusammensetzen. So bekommen Hasen Entenflügel oder Hörner aufgesetzt, Wildschweine haben plötzlich einen Elefantenrüssel. Die Ausstellungsmacher*innen interessieren aber nicht nur die verstörenden wie amüsanten Chimären, die die Wolpertinger darstellen, sondern auch die Erzählungen und Legenden, die sich um sie ranken. So heißt es über die Wolpertinger, es handele sich bei ihnen „um scheue und äußerst bissige Gesellen, die der Legende nach in den alpinen Wäldern leben und denen man lieber nicht allein begegnet. Um einen Wolpertinger zu fangen, braucht es laut Legende ein junges Paar, eine laue Vollmond-Sommernacht, einen Sack und eine Kerze…“
Die Arbeit der Ausstellungsmacher*innen besteht also zunächst darin überlieferte und aktuelle Geschichten, Bilder und (traditionelle) Handwerkstechniken aus der Saalfeldner Gegend zu sammeln, wozu Wappen genauso gehören wie Zeitungsmeldungen und Katzenvideos.
Besonders angetan haben es ihnen die Geschichten, in denen sich die Verhältnisse umkehren und es die Tiere sind, die die Menschen bedrohen und zu furchteinflößenden und gefährlichen Zeitgenossen werden, wie bei der Legende der brennenden Sau oder dem feuerspeiendem Tazelwurm (einem kleinen, grünen Drachen). Was wie längst vergangene mythologische Legendenbildung klingt, ist aber längst nicht ausgestorben, denn auch heute noch wird vor gefährlichen Tieren gewarnt – wie zum Beispiel vor dem aggressiven Schwan am Ritzensee in Saalfelden oder dem blutrünstigen Auerhahn am Steinernen Meer.
Die Ausstellungsmacher*innen interessieren dabei nicht nur die Geschichten selber, sondern auch wie sich solche Geschichten medial verbreiten. Schnell wird klar, dass sich auch in unserer vermeintlich aufgeklärten Welt Gerüchte und Falschmeldungen hartnäckig halten, nur dass sie heute nicht nur lokal kursieren, sondern in den unendlichen Weiten des Internets ihr Unwesen treiben.
Aus dem Sammeln und der Beschäftigung mit diesen Legenden sowie dem aufmerksamen und kritischen Beobachten digitaler Phänomene und Entwicklungen entstehen dann in einem zweiten Schritt neue Mischwesen, wie der Bitcoin Hase oder Grumpy Cat‘s Granny. Dabei entstehen nicht nur Getiere, sondern auch ein Porzellan-Service, ein Marterl (ein Kleindenkmal oder auch Heiligenstock) und ins digitale Zeitalter versetzte Votivbilder. Die Ergebnisse sind so unverfroren wie erfrischend und denkwürdig. Das hat zur Folge, dass plötzlich vergleichsweise junge Fertigungstechniken wie Laserschnitt oder 3D-Druck, sowie digitale Phänomene wie You-Tube Kanäle und Bitcoin-Währungen im Regionalmuseum Einzug erhalten.
Konsequenterweise sind die Objekte im ganzen Museum verteilt und gesellen sich zu ihren historischen Artgenossen. Dort treten sie in einen anregenden Dialog mit ihren Vorfahren und sorgen für einige Irritationen. Unter anderem werden sie die spannende Frage auf, was aus unserer Zeit einmal im Museum landen wird. Welche Gegenstände sind so charakteristisch, dass sie etwas über unsere heutige Zeit erzählen und für die folgenden Generationen aufbewahrt werden? Was für lokale Ausprägungen und Phänomene werden übrigbleiben aus einer immer stärker global geprägten Kultur? Und welche Techniken, Legenden und Kommunikationsweisen werden so charakteristisch sein, dass sie schon heute gesammelt werden, um in ferner Zukunft von der Jetztzeit zu erzählen?
Den Ausstellungsmacher*innen gelingt es mit dieser Ausstellung auf besonders gelungene Weise ihre verschiedenen Professionen zu kombinieren: künstlerischer Freisinn und Digitalisierungsexpertise treffen auf Übersetzungfähigkeit und Formfindungsgespür. Gewürzt wird das mit einem kritischen Blick auf die Digitalisierung und die Mensch-Tier-Verhältnisse im Anthropozän.
Doch wer sind denn nun die Ausstellungsmacher*innen? Es sind zwei Duos: Die Künstlerinnengruppe kaquadrat, die aus Korinna Lindinger und Karla Spiluttini besteht und die es seit 2010 gibt. Und Do!Lab – Sophie Birkmayer und Tammo Claassen, die seit 2015 in Saalfelden ansässig sind. In ihrem Maker Space stellen sie Werkzeuge und ihr Knowhow für Interessierte, die Spaß am Selbermachen haben, zur Verfügung und bieten partizipative Workshops an, wie den, der im Rahmen der Ausstellung im Do!Lab stattfindet: mittels des eigens entwickelten Getiere-Baukasten können eigene Fantasiegestalten gebastelt werden, wodurch die Idee des Selberkreierens von Getieren und Legenden noch einmal weitergetragen wird und klar wird: Es geht hier nicht nur um die Objekte, sondern auch darum, die Fantasie anzuregen und sowohl Kurzschlüsse als auch Verbindungen herzustellen zwischen dem Vergangenen und der Gegenwart.
Übrigens besagt eine virale Legende, dass während der Ausstellungsdauer sowohl die brennende Sau als auch der Tazelwurm den Museumsräumen entflohen sind und seither ihr Unwesen treiben. Auf zahlreichen Instagramstories und Youtube-Videos wurden die Wesen festgehalten und tausendfach gelikt. Die Frage, ob es sich um Fake News handelt oder nicht, tritt dabei vor der Freude an den fantasie- und humorvollen Erscheinungsformen der Getiere schnell in den Hintergrund.
Anna-Lena Wenzel
Dr. Anna-Lena Wenzel ist Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als freie Autorin und Radiomacherin in Berlin.
Stillleben mit Käfer... . #sommer #käfer #getier #stuttgart #badenwürttemberg #bw#unterwegs #p20pro #huawei #huaweip20pro #insta #instagram #instapic#instaphoto #picoftheday#pictureoftheday#day #pic#picture #pictureporn #picturegasm #piclove #instagood #instago #instadaily #picporn #picgasm (hier: B&B Hotel Stuttgart-Bad Cannstatt) https://www.instagram.com/p/BmeKGZmFKOw/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=168p11m9gwwcg
#berlin #zoo #aquarium #getier #jellyfish #blackandwhite
#6cm #spinne #herbst #getier #haustier