Af Hällström-Reijonen, Charlotta; Thylin-Klaus, Jennica. In: Finländsk svenska från medeltid till 1890. hrsg: Marika Tandefelt. Svenska litteratursällskapet i Finland. Helsinki. 2019.
151
6.2 Latin och svenska
Latein war die Sprache der Gelehrten, die lingua franca.
Zur Mitte des 17. Jh. begann dies langsam in Europa zu bröckeln
Durch die Reformation im 16. Jh. wurde die Wichtigkeit der Volkssprache langsam wieder erkannt, jedoch behielt Latein seine Stellung in der Wissenschaft bis zur Mitte des 18. Jh.
Die Kungl. Vetenskapsakademien (1739) wählte schwedisch als Publikationssprache, seit der Einführung des Schwedischen in der Wissenschaft waren die Resultate der Studierenden besser
Dissertationen durften auf Schwedisch geschrieben werden, wenn sie einen Nutzen für die Gesellschaft darstellten
152
Übersetzung von Latein Texten nach Schwedisch wurde diskutiert
spätestens ab 1752 durften alle Dissertationen in Åbo auf schwedisch geschrieben werden, auch Vorlesungen wurden nun auf Schwedisch gehalten
In Uppsala und Lund war dies noch nicht gestattet und somit die finnische Universität zu dem Zeitpunkt schwedischer als die schwedischen (siehe Foto)
153
Dass Schwedisch in Finnland bereits weiterverbreitet war, könnte am Utilitarismus liegen, der sehr stark in Åbo verankert war, Abhandlungen sollten einem Nutzen dienen (Beispielfoto 157), die Zeit war geprägt vom Nutzgedanken
154
auch Promotionsgedichte in Latein wurden immer seltener
nach der Freiheitszeit ging die Anzahl an Abhandlungen auf schwedisch wieder runter (siehe Foto)
159
Dedikationer och gratulationer på svenska och andra språk
Gratulationen in Abhandlungen wurden auch z.T. auf hebräisch, französisch, deutsch, finnisch, griechisch, englisch, italienisch, holländisch und lettisch geschrieben