HipHop Open Austria
Von 22.-23.7. hat das HipHop Open in Wiesen (Burgenland) stattgefunden, und ich könnte mich nicht als HipHop Head bezeichnen, wenn ich nicht dort gewesen wäre. Das Lineup war gigantisch - Größen über Größen. Von Sido über Prinz Pi bis hin zu Yasmo & die Klangkantine - es war jede Art von HipHop dabei. Schade war allerdings, dass Sxtn kurz vor Beginn des Festivals absagten.
Am Freitag habe ich ein bisschen von Chefket und ein bisschen von der Antilopengang mitbekommen, dazwischen sind meine Freunde gekommen, die ich abholte. Dann haben wir uns Genetikk angesehen, wobei der Sound eher zu wünschen übrig ließ. Es war trotzdem ein hammer Abriss. Danach war eigentlich Fünf Sterne Deluxe am Start, doch die haben wir ausgelassen. Aber die Headliner Blumentopf und Beginner haben wir gesehen und das war ein gewaltiger Turn up! Obwohl sie anscheinend nicht überrissen haben, dass es dieses Jahr in Wiesen und nicht in Wien war ;)
Samstags sind wir am Vormittag nur am Zeltplatz rumgelungert - es war eine drückend schwüle Hitze, Gott sei dank lagen in meinem Auto noch zwei Schirme, die uns vor der Hitze schützten. An dem Tag haben wir uns so ziemlich jeden Act angesehen. Angefangen hat es mit Yasmo & die Klangkantine, doch ich muss sagen, dass der Turn up bei ihrem Auftritt im MQ damals größer war. Danach kam Lance Butters, welcher es auch echt drauf hatte. Bei Texta haben wir eine Essenspause gemacht, aber danach sahen wir uns Nazar an. Ich glaube bei ihm gehen die Meinungen sehr stark auseinander, doch ich fand den Auftritt nicht schlecht, außerdem hat er eine sehr (für mich) rührende Rede gehalten, dass wenn man über Gewalt rappt, man nicht dazu animiert, sondern einfach nur Emotionen damit ausdrücken will. Dann war das Duo “Coup”, das aus Haftbefehl und Xatar bestand, doch das ist realer Gangster Rap und der ist einfach nicht so mein Ding. Einer meiner langjährigen Favoriten ist Prinz Pi, doch nun nach der dritten Show von ihm kenne ich das Set mittlerweile fast schon auswendig. Er hat zwar gekillt, doch es waren einfach Standard Tracks. Von Fiva danach kannte ich nur ein Lied. Ich fand sie war ein ziemlicher Kontrast zu den anderen weil sie einerseits weiblich ist und andererseits doch etwas ruhigere Lieder hatte.
Da ich mit zwei extremen Audio88 & Yassin Fanboys unterwegs war, bin ich bei ihnen in der ersten Reihe gestanden und habe mich bei dem Lied “Halleluja” wortwörtlich wegsegnen lassen ;) Sido war am Schluss dann noch der Höhepunkt, auch wenn ich ihn gar nicht so viel höre, er macht echt super Stimmung!
Alles in allem war es ein sehr tolles Festival. Ich hatte mir das ganze Gelände aber größer vorgestellt. Der Campingplatz ist nicht weit, was wiederum sehr gut ist. Bei diesem Festival hörte man aus den Tiefen des Campingplatzes eher Trap-Geräusche (scrr, bra, sheesh) anstatt des Rufes der vermissten Helga (wer schon mal auf Festivals campen war, weiß was ich meine). Auch super an diesem Festival war, dass man als Mädchen bei den Toiletten nicht anstehen musste, während bei den Jungs eine Schlange stand. In meiner Gang fühlte mich mich einerseits wie die kleine Schwester, weil ich (fast) die jüngste war, andererseits fühlte ich mich auch wie die Festival-Mama, weil ich sie mit Sonnencreme, Taschentüchern, Schirmen und Capri Sonne ausstattete.
Es war mir eine Ehre HipHop Open!
(Fotocredit: volume.at)








