Let’s talk about Fatshaming und Selbstliebe in der Gesellschaft
Hallo ihr Lieben,
eigentlich sollte heute ein ganz anderer Beitrag kommen. Aber nach den Ereignissen der letzten Tage muss ich einfach mit euch über Fatshaming reden. Aber beginnen wir am Anfang:
Vor einigen Wochen lernte ich im Internet einen sehr netten Christen kennen. Er war ein wirklich guter Kumpel. Wir unterhielten uns über Glaube, Sport, unsere Pläne für die Zukunft. Interessanterweise waren sich unsere Wünsche über einen Ehepartner, Haus, Kinder und all diese Dinge sehr ähnlich. Wir ergänzten uns perfekt. Ich war wirklich glücklich ihn kennenlernen zu dürfen. Alles lief gut.
Bis am Montag unser Thema auf unsere Momentanen Sorgen kam. Er berichtete mir über etwas, dass ihn schon immer belastete. Ich werde nicht erwähnen was es war. Ich reagierte mit Verständnis und Aufmunterung. Als er sich schließlich erkundigte was mir im Moment zu schaffen machte, erzählte ich ihm von meiner Mutter, die versucht mein Essverhalten zu kontrollieren. Ich hatte erwartet, dass er mit Freundlichkeit reagieren würde. ich glaubte er würde etwas antworten wie: "Mach dir nichts daraus. Du bist gut so wie du bist."
Weit gefehlt. Seine Antwort schockierte mich. Er schrieb: "Wenn du mehr essen willst musst du auch mehr Sport machen. Du kannst im Moment nicht ins Fitnessstudio oder?". Ich war sprachlos. Ich hatte gelaubt er würde sich nichts aus Oberflächlichkeiten machen. Doch als ich mich schließlich erkundigte ober er mich für "zu dick" hielte antwortete er nur: "Nicht zu dick aber dick."
Mir blieb die Luft weg. Natürlich bin ich mir im klaren darüber, dass ich weit entfernt von der perfekten Figur bin. Dennoch bin ich lieber glücklich als dem Ziel endlich dünn zu sein nachzujagen. Er erzählt mir auch noch, dass ihn mein Bauch störe und bat mich abzunehmen. Als ich das nicht wollte fragte er warum nicht. Meine Antwort gefiel ihm nicht. Ich sagte nur, dass ich mich mag wie ich bin und Sport nur aus Spaß betreibe.
Es war schrecklich, mir von jemandem, der wenige Minuten zuvor noch sagte wie gut man zu ihm passen würde, plötzlich zu hören, dass er mit meinem jetzigen Körper keine glückliche Beziehung führen könnte. Wie konnte er sowas nur sagen.
Vorhin hat er mich erneut gefragt ob ich nicht Sport machen will um abzunehmen. Meine Antwort war ganz einfach: Wenn ich Sport mache tue ich es aus Spaß. Oder weil ich etwas aufbauen möchte (Muskeln und Aussdauer) aber nicht um anderen zu gefallen.
Dennoch hatte seine Aussage von gestern so eine große Wirkung auf mich, dass ich heute morgen kaum etwas gegessen habe und meine Freude am Yoga auch ausblieb.
Mein Mott ist: "Was dich nicht umbringt macht dich nur stärker." Und falls ihr noch eine kleine Aufmunterung vertragen könnt, kann ich euch Psalm 139 ans Herz legen. Denn Jesus liebt euch wie ihr seit und wird alles zu eurem besten wenden (Römer 8,28).
Wenn ihr schon einmal so etwas erlebt habt würde ich mich sehr für eure Geschichten interessieren. Bleibt wie ihr seid!