Galtür i. Paznauntal Tirol
Zeinisjoch Hospiz geg. Versailspitze
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Galtür i. Paznauntal Tirol
Zeinisjoch Hospiz geg. Versailspitze
Tolle Benefiz-Aktion mit unseren Oldtimern zur Unterstützung der hessischen Hospize: Begleitung von Gunter Lutzi auf seiner Tour vom Hospiz in Gelnhausen zum Hospiz in Offenbach.
Great classic car tour in support of our local hospices in the State of Hesse.
hotel grimsel hospiz
in der trauer ist mensch ohne maske, ohne schutz und unverstellt. es ist ein geschenk, menschen in ihrer trauer begleiten zu dürfen
Primadonna Girl - Geschichten aus dem Hospiz by Dada Peng
"Als ich diesen song "primadonna girl" zum ersten mal hörte, musste ich sofort an eine dame denken, die ich während meiner zeit im ilse maria wuttke haus (das hospiz in schwerte) kennengelernt habe. sie war eine der 5 bewohner des hauses. das ilse maria wuttke haus ist ein einfamilienhaus inmitten einer bürgerlichen wohnhaussiedlung in schwerte. es gibt 5 einzelzimmer, eine küche, einen aufenthaltsraum und einen sehr schönen garten. die schwestern dort habe ich immer als sehr kompetent und bemüht kennengelernt aber nicht als übermäßig spirituell oder religiös gar. und ich hoffe sie nehmen es mir nicht übel, aber es gehört zu der geschichte: die heißesten make up trends und die neuesten modischen highlights der new york fashion week waren jetzt nicht unbedingt immer tagesthema bei den damen im hospiz. zumindest nicht bis jene eine bewohnerin einzog. auch sie war totkrank, wie jeder bewohner des hauses, und wusste, sie würde ihre letzten tage nun hier verbringen.als nach den ersten 2 oder 3 tagen eine der schwestern sie fragte, ob sie sich etwas wünschen würde, ob wir etwas für sie tun könnten, da blickte sie auf und sagte: "ich sehe so beschissen aus! ich würde mich sehr gerne schminken, denn so möchte ich nicht sterben! aber ich glaube meine tochter hat mein ganzes make up in meiner wohnung gelassen. könnten sie mir vielleicht mit ein wenig mascara, make up und lippenstift aushelfen? ich wäre ihnen sehr dankbar." alle anwesenden schwestern im zimmer blickten sich gegenseitg etwas hilflos an bis nach einigen sekunden die hospizleiterin sagte: "also, ich glaube bei unseren schwestern hier im haus dürften wir bei der suche nach make up kein glück haben."der blick aller anwesenden wanderte zu mir, der ich in meiner neuen dolce und gabanna jeans mit glitzer, meinen prada turnschuhen und meinem weißen hugo shirt mit einem neuen kopfkissenbezug neben dem bett stand. "also bitte.....mich braucht ihr auch nicht angucken...make up hab ich auch nicht," sagte ich nur leicht irritiert. "aber ich kann ganz sicher etwas besorgen." die dame bekam letztendlich make up um sich selbst für den letzten tanz, den letzten gang, den letzten blick in den spiegel her zu richten und wenn ich heute den song "primadonna girl" höre, so wie jetzt gerade in diesem moment, dann denke ich an sie und sie ist nicht vergessen. so blicke ich heute auf meine zeit im hospiz viel mehr lachend als weinend zurück. es gibt mehr beglückendes, das ich dort erlebt habe, als bedrückendes. und so würde ich mir wünschen, dass sich auch viele junge menschen aus dem nachtleben heraus in ein hospiz wagen würden um zu lachen, um sich beglücken zu lassen. und um make up dabei zu haben wenn es von einem "primadonna girl" gebraucht wird. aus "mein buch vom leben und sterben - von Dada Peng" https://dadapeng.net/produkt/meine-buch-vom-leben-und-sterben/
Im Moment mache ich meinen Ausseneinsatz im Hospiz. Anfangs und auch immernoch, habe ich großen Respekt vor dieser Arbeit. Ich muss sagen es bringt mir Spaß, es klingt bescheuert aber die Arbeit dort, bereichert mich jeden Tag auf’s neue. Ich bin in der Position, Menschen die sehr krank sind, eine letzte schöne Zeit zu schenken, einfach für sie da zu sein. Die Menschen dort, geben mir so viele Ratschläge fürs Leben und zeigen mir Tag für Tag, das wir leben müssen und das so, wie wir wollen!! Es ist so unwichtig was andere von uns halten und denken, denn wir leben ganz allein für uns, wir sollten einfach das machen was wir wollen, und für richtig halten. Ich komme dort auch oft an meine Grenzen. Es ist ziemlich merkwürdig wenn man morgens zum Frühdienst ins Haus kommt, und dort brennt schon eine Kerze. Dies ist ein Zeichen, eher eine Geste, das ein Verstorbender noch im Haus ist.
Frau K. hatte ich besonders ins Herz geschlossen, sie war immer etwas launisch, aufgeregt und hat viel gemeckert, dennoch war sie sehr sensibel. Wenn man Ihr aber einmal genau zugehört hat, wusste man das sie einfach nur Angst hatte, Angst davor die Welt zu verlassen. Sie mochte es nie wirklich gerne allein zu sein. Oftmals ist es nicht möglich, neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung, sich noch lange ans Bett zu setzen und lange Gespräche zu führen, oder auch einfach nur da zu sein. Obwohl genau das so viel mehr Priorität haben müsste, vor allem in so einer schweren Zeit. Deshalb habe ich versucht, als Schüler einfach umso mehr für sie da zu sein, wenn sie mal nicht alleine sein wollte. Sie hat mir viel erzählt, oft habe ich einfach nur zugehört. Sie hat immer mal wieder meine Hand genommen, sie hat mir Mut zugesprochen als ich den ersten verstorbenen erlebt hat. Wir haben gemeinsam uns um die Blumen im Garten gekümmert, und sie hat 3 Tage später noch davon geschwärmt. Wenn ich frei hatte und ich mich ein Tag vorher verabschiedete, sagte sie immer zu mir „Pass auf dich auf, und nutze deine Zeit sinnvoll“. Als es ihr schlagartig schlechter ging, drückte sie mich fest und sagte mir das ich Ihr eine sehr große Stütze war. Ab dem Zeitpunkt war mir bewusst, das wir mit Kleinigkeiten sei es Komplimente, Fürsorge, Zuhören oder einfach das Händchen halten, sehr viel bewirken können. Letzten Sonntag um 8:55, verstarb Frau K. mit einem lächeln im Gesicht.
Gedanken- Tagebuch. -Johanna
Magst du vielleicht ein bisschen mehr über die Hospizbegleitung erzählen? Was war deine Motivation damit anzufangen, hast du da auch eine Ausbildung gemacht? Und was war deine Erfahrung damit so bisher? :) Interessiere mich auch sehr dafür, weiß nur nicht ob ich zu jung wäre (bin 22) und genug Lebenserfahrung/-weisheit mitbringe. Wie hast du den Träger gefunden bei dem du das machst? Alles Liebe
Ich interessiere mich persönlich sehr für das Thema Tod / Sterben und habe irgendwann gemerkt, dass ich fast nichts (Konkretes) darüber wusste. Gleichzeitig habe ich die Erfahrung gemacht, dass fast niemand darüber sprechen will, obwohl es ja etwas ist, was uns alle früher oder später betrifft. Ich hatte schon mehrere Jahre ehrenamtlich in einem Altersheim gearbeitet (eine alte Dame besucht) und wollte gerne mal etwas anders ausprobieren. Dann stieß ich auf eine Dokumentation über Hospizdienste, habe mich über verschiedene Träger informiert (einfach gegoogelt) und mich zu einer Ausbildung bei der Volkssolidarität entschieden. Die dauert dort vier ganze Wochen (allerdings über mehrere Monate verteilt) und man lernt dabei eigentlich alles, was man braucht. Außerdem gibt es regelmäßig Ehrenamtlichentreffen, wo man sich mit anderen austauschen kann, und das Angebot, einmal im Monat einen Superversionstermin wahrzunehmen, wo man in einer Gruppe oder allein mit einer Psychologin über offene Fragen, Probleme oder Schwierigkeiten sprechen kann. Man ist also sowohl gut vorbereitet als auch in ein Netzwerk netter Menschen eingebettet, in dem man sich wenn nötig Unterstützung und Rat holen kann. Außerdem entscheidet man komplett selbst, ob überhaupt man mit jemandem und wie viel man arbeiten möchte (lange Pausen sind absolut okay und man kann immer nein sagen).
Ich war auch erst 23 als ich damit angefangen habe, aber ich glaube, mit Alter hat das eigentlich wenig zu tun. Probier es doch einfach mal aus, wenn es dich interessiert. Such dir einen Träger, der dir sympathisch ist, wo du dich gut aufgehoben fühlst, fang eine Ausbildung an. Dann wirst du bestimmt merken, ob du Lust hast und dich bereit fühlst, sterbende Menschen zu begleiten.
Meine Erfahrungen waren großteils sehr positiv. Dadurch dass man von Anfang an weiß, dass der Mensch, den man begleitet, sterben wird, ist das wenn es so weit ist kein Schock. Es geht ja darum, ihm die Zeit vorher so angenehm wie möglich zu gestalten und in diesem Prozess zur Seite zu stehen. Und das zu tun ist eine sehr schöne Sache. Manchmal geht es auch viel mehr um die Angehörigen als die Sterbenden selbst. Jeder Fall ist unterschiedlich, es wird eigentlich nie langweilig. Klar gibt es auch mal Begleitungen, wo es nicht so passt, aber die habe ich dann immer einfach an jemand anderen abgegeben. Und generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Beschäftigung mit dem Sterben und die Begegnung mit dem Tod oft mein eigenes Leben auf eine sehr positive Weise in Perspektive setzt, ihm mehr Tiefe gibt.
Ich wünsch dir alles Gute damit! Und wenn du noch Fragen hast, jederzeit gerne.
Heute ist dein Todestag.
Ich höre meine Mutter noch schreien, schreien die ganze Zeit. Nur deinen Namen. 7 Minuten lang...und die Krankenschwester die sagt : Er hat seinen letzen Atemzug getan.. Ich sehe dein Sohn...wie er in dein Zimmer kommt..wissend die Nachricht was ihn jetzt erwartet, wie er da steht..gefühlt eine Ewigkeit. Überfordert mit dem was er tun soll, wie er reagieren soll..rennt er raus und rutscht die Wand runter im Flur...keiner von uns verstand warum du so früh gegangen bist. Jeder Tag den du nicht hier bist ist unbegreiflich wie jemand wie du nicht länger bleiben durfte..obwohl du es doch verdient hast. Angelo 💔 060516
- eigenes // @aufgeschnittenekristallvenen