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Fractured Guilt
– see English version below –
In guter (junger) Gesellschaft: Gestern habe ich gemeinsam mit acht Jugendlichen zwischen 14 und 18 gemeinsam die Shows “Schuldfabrik” von Julian Hetzel und “Fractured Memories” von Ogutu Muraya angesehen. Dazu haben wir in kleinen Schreibübungen versucht, dem Gesehenen nachzuspüren. Der folgende Text besteht aus Fragmenten.
Und sollte man seine eigene Schuld zugeben oder es einfach auf andere schieben?
Ich ging in den ersten Raum dort wurde mir eine Frage gestellt. Ich erinnere mich daran, mit welcher Einstellung ich das Stück betreten habe. Dass ich eigentlich total müde war und nach Hause wollte. Am Anfang war ich skeptisch, ob ich das alles schaffe, was auf mich zukommt. Ich erinnere mich daran, was für ein komisches Gefühl ich beim Betreten des Ladens hatte. Schuld? Wann spricht man von Schuld? Ich saß in der Kabine und habe die Anweisungen befolgt. Die Angst, nichts zu sehen und eingesperrt zu sein, war total neu und ungewohnt. Habe ich Schuld oder nicht? Ohne jede Erwartung bin ich in die Räume gegangen und habe geschaut, was passiert. Ich erinnere mich an die Schönheitschirurgin. Ich habe mich vor nichts geekelt! Ich erinnere mich an das Labor, die Tüte, die ich bedruckt habe. Ab welchem Punkt hat man Schuld? Ich erinnere mich an den Schaum und vor allem an den Mann hinter der Glasscheibe.
Schuld bedeutet für mich, dass ich oder jemand anderes etwas getan hat, was nicht so gut lief. Man redet eigentlich nur von Schuld, wenn man Scheiße gebaut hat.
Ich erinnere mich daran, wie präsent der Mann hinter der Glasscheibe war. Er hat so ruhig und emotional gesprochen.
Und, versuchen Sie es jetzt wiedergutzumachen?
Ich erinnere mich, wie ich mich fast schuldig gefühlt habe, weil ich keine Seife gekauft habe. Bin ich deshalb noch schuldiger? Und: Sollte man seine eigene Schuld zugeben oder es einfach auf andere schieben?
Autorinnen: Nils Theivogt. Luzie Vieler. Jaqueline Vitmanis. Tim Zerbst.
Fractured Guilt
In good (young) company: yesterday I watched the shows “Schuldfabrik” by Julian Hetzel and “Fractured Memories by Ogutu Muraya with eight young people between the ages of 14 and 17. We also tried to reflect on what we saw in little writing exercises. The following text consists of fragments.
And should you admit your own guilt or just push it onto to someone else?
I went into the first room and there I was asked a question. I remember the attitude I had when I entered the play. That I was actually totally tired and wanted to go home. At the start, I was sceptical about whether I would manage what lay ahead of me. I remember what a strange feeling it was to enter the shop. Guilt? When do you we talk about guilt? I sat in a booth and followed the instructions. The fear of not being able to see anything and being locked in was completely new and unfamiliar. Am I guilty or not? Without any expectation at all, I went into the rooms and looked at what was happening. I remember the plastic surgeon. I wasn’t disgusted by any of it! I remember the laboratory, the bag I pressed. From what point are you guilty? I remember the foam and especially the man behind the pane of glass.
Guilt for me means that I or someone else has done something that didn’t turn out so well. People only talk about guilt when someone has screwed up.
I remember how present the man behind the pane of glass was. He spoke so quietly and emotionally.
And, will you try to make up for it now?
I remember how I almost felt guilty because I didn’t buy any soap. Does that make me guiltier? And: should you admit your own guilt or simply push it onto other people?
Written by: Nils Theivogt. Luzie Vieler. Jacqueline Vitmanis. Tim Zerbst.
Kennt ihr schon Hamburgs erstes Zero-Waste-Café?
Die beiden Hamburgerinnen Ina und Alana betreten in ihrer Heimatstadt Neuland: Sie haben das erste Zero-Waste Café In guter Gesellschaft eröffnet! Das Konzept der Müllvermeidung haben sie über lange Zeit bereits selbst in ihren Alltag integriert – statt unnötigen Müll durch Plastiktüten oder Kaffee-Einwegbecher zu produzieren, haben sie lieber reduziert, wiederverwertet, recycelt und kompostiert.
Über Erfahrungen aus der Nachhaltigkeitsszene verfügen die beiden also zur Genüge, dazu kommen Know-How aus Projektmanagement und Betriebswirtschaft. Das Café läuft gut und das viele positive Feedback bestätigt den eingeschlagenen Weg.
Plastik wurde gänzlich aus dem Café verbannt, komplett auf (Papier-)Verpackungen lässt sich aber leider nicht verzichten. Dennoch – nur einen Liter Müll produziert das Café in der Woche. Bemerkenswert!
Pläne und Wünsche für die Zukunft haben die beiden Unternehmerinnen auch einige. Ganz oben auf der Liste steht ein eigenes Kompostiergerät für Biomüll. Den so produzierten Dünger möchten sie mit urbanen Gärten gegen Salat tauschen. Außerdem würden sie gerne Klamotten-Tausch-Aktionen und Workshops zu Themen wie Zero Waste und DIY anbieten.
Wer nun unbedingt einmal In guter Gesellschaft einen Kaffee trinken möchte, der ist in der Sternstr. 25 in 20357 Hamburg herzlich willkommen. Das Café hat Di-Sa von 9-19 Uhr und So 10-19 Uhr geöffnet.
Den leckeren Kuchen können wir vom Klimasparbuch-Team übrigens persönlich empfehlen! ;)
Das komplette Interview mit Ina und Alana findet ihr hier.