@b1en1ek Deutschlands größter Intellektueller über Corona und Ausgangsbeschränkungen / Verbote
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@b1en1ek Deutschlands größter Intellektueller über Corona und Ausgangsbeschränkungen / Verbote
Ein anständiger Mensch : Roman / Jan Christophersen
"Ein anständiger Mensch : Roman" #Literatur #Schriftsteller #Bücher
Ich sage nichts, für mich gibt es darauf nichts zu sagen, denn natürlich erinnere ich mich. Es ist zwar Ewigkeiten her, kaum noch wahr, aber damals – ganz zu Anfang unserer Beziehung – hatte ich tatsächlich Frauke gegenüber einmal voller Großmut verkündet, dass wir beide uns unbedingt alle Freiheiten nehmen sollten, die wir für nötig erachteten. Das Leben sei kurz, warum sich einschränken,…
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Was ist ein "nonkonformistischer Intellektueller"?
Was ist ein "nonkonformistischer Intellektueller"? Leo Kofler und die linke Kritik an der "Frankfurter Schule"
"Gesellschaftstheorie hat es mit den geschichtlichen Alternativen zu tun". (Herbert Marcuse)
von Werner Seppmann
"Die demonstrierte Scheu einer gleichermaßen kritischen wie kontemplativen Intelligenz vor den Konsequenzen der eigenen Reflexionsfähigkeit, hat Georg Lukács schon Anfang der 30er Jahre in seinem legendären Aufsatz "Grand Hotel ,Abgrund... analysiert und in seinen machtkonformen Konsequenzen beschrieben: Dieses kritisch-kontemplative Denken ist "Teil jener - man könnte sagen selbsttätig funktionierenden ideologischen Schutzvorrichtungen, die die bürgerliche Gesellschaft ununterbrochen produziert ... Diese Literatur erfüllt für die Bourgeoisie ihren Zweck vollkommen, wenn durch sie eine Schicht der Intelligenz, die infolge der Einwirkungen der ökonomischen und der Kulturkrise zum Feind und Verächter der gegenwärtigen Gesellschaft geworden ist, davon abgehalten wird, aus dieser ihrer Feindschaft und Verachtung wirkliche praktische Konsequenzen zu ziehen." Prinzipiell haben reflektierte Denker aus dem Umkreis des "Instituts für Sozialforschung" die weltanschauliche Funktionalität eines kontemplativ-"genießenden" Kritikmodus nicht anders bewertet: Die Selbstentfremdung der bürgerlichen Gesellschaft "hat jenen Grad erreicht, der sie ihre eigene Vernichtung als einen ästhetischen Genuß ersten Ranges erleben läßt." (W. Benjamin)"
Der Intellektuelle und sein Problem
Der Intellektuelle und sein Problem
Das größte Problem des Intellektuellen ist nicht, dass er den Durchblick hat und mit seinem klaren Geist vieles hinterfragt und problematisiert, Probleme sieht und anspricht, Probleme, mit denen die meisten Menschen überhaupt kein Problem haben, oder bestenfalls ein Problem damit haben, dass der Intellektuelle ihr Problem, das sie ja eigentlich gar nicht haben, zum Problem macht, und das…
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Ein wahrer Intellektueller löst nicht Probleme, die ihm andere Menschen stellen - er findet Probleme, die sonst noch niemand sieht.
Wer fühlt sich disqualifiziert, wenn man ihm sagt, er sei einer? Intellektueller? Das ist weder der Dichter noch der Schriftsteller, das ist weder der Philosoph noch der Historiker, das ist weder der Maler noch der Bildhauer, das ist auch nicht der Forscher, und sei er Hochschullehrer. Es hat den Anschein, daß man Intellektueller nicht ständig sein kann, ebensowenig wie man es ganz und gar sein kann. Es ist ein Teil unserer selbst, der uns nicht nur zeitwillig von unserer Lebensaufgabe ablenkt, sondern uns auch auf das verweist, was in der Welt geschieht, um zu beurteilen oder zu bewerten, was da vor sich geht. Anders ausgedrückt: Der Intellektuelle steht dem Handeln im allgemeinen und der Macht um so näher, je weniger er sich ins Handeln mischt und je weniger politische Macht er ausübt.
Maurice Blanchot: Das Unzerstörbare. Ein unendliches Gespräch über Sprache, Literatur und Existenz, München 1991, S. 208.