Final stop - Jaborandi (Elisabeth)
Am Mittwoch habe ich mich um 05.30 Uhr (bin mittlerweile Frühaufsteherin aus Leidernschaft) mit dem örtlichen Bummelbus von Feira da Mata nach Cocos aufgemacht, um von dort weiter nach Jaborandi zu fahren.
Dona Rita hat mich wieder abgeholt, ich bekam ein tolles Frühstück bei ihr. Dann gingen wir in das Pfarrhaus zu Padre Jocelio. Anstatt dann mit dem Bus weiterzufahren, wurde ich mit dem Auto nach Jaborandi gebracht :)
Die Renovierung der Kirche in Cocos ist schon sehr weit fortgeschritten, gerade werden die Malereien fertig gestellt. Am 11. Jänner wird die neue Kirche feierlich geweiht!
In Jaborandi verbrachte ich den Vormittag im Pfarrhaus bei Padre Marino. Dann holte mich Maryvan, eine Verantwortliche der Katechet/innen ab und ich durfte mit ihr ihren letzten Arbeitstag als Mathematiklehrerin in der Schule feiern.
Am Abend feierte ich zwei Novenen mit, wo sich die Menschen bei jemandem zu Hause treffen, um sich auf Weihnachten vorzubereiten. Heuer treffen sie sich bewusst bei Menschen, die alt, einsam oder krank sind. Ich war sehr berührt vom tiefen Glauben dieser Menschen. Hier ist das Thema der Geburt des Erlösers ganz stark mit dem Thema Wasser verknüpft. In Jaborandi und Umgebung hat es schon viel zu lange nicht geregnet, die Menschen können fast nichts mehr anpflanzen, weil alles vertrocknet.
Nach den Gebeten fand noch eine Sitzung statt, bei der es um die Frage ging, ob die Kirche renoviert werden soll, oder ob es klüger ist, gleich einen Neubau zu wagen.
Ich lernte die kleine Stadt ein wenig kennen, ca. 3000 Menschen wohnen hier. Maryvan war eine wundervolle Gastgeberin.
Sie hat mir ihre Fazenda gezeigt, und ich habe die beste Ananas meines Lebens essen dürfen.
Wir waren auch am Fluss, am Rio Formoso, der wunderschön ist.
Da es hier im Advent viel ruhiger ist, gab es dann auch keine weiteren Veranstaltungen mehr, die ich besuchen konnte. Aber ich bin dankbar für die Ruhe im Advent, die ich hier für mich gefunden habe, auch wenn es rundum schon jetzt wegen der Feiertage immer wieder ziemlich laut wird. Die Menschen feiern auf den Straßen und Plätzen... immerhin musste ich noch nie “Last Christmas” hören :)
Gestern Abend brachte mich Padre Marino nach Bom Jesus da Lapa zurück.