Eines Tages fand Ljudmila Ulitzkaja in einer Mappe die vergessen gegangenen Briefe und Tagebuchnotizen ihres Großvaters Jakow. Dieser wurde drei mal verhaftet und lebte in der sibirischen Verbannung wegen Stalins Angriffe auf die technische Intelligenz. Der Roman "Jakobsleiter" basiert auf seiner Geschichte, ist aber auch ein Epochenroman und ein Familienroman. . Viele Jahre des Kontakts zwischen Jakow und seiner Frau Marussja waren lediglich durch die im Text wiedergegebenen Briefe möglich. Dann heisst es mehrmals: "Briefmarken ersetzen keine Ehe." Ulitzkaja erzählt hier sein Leben und das aller Generationen bis zu seinem Urur-Enkel. In wie weit die im Buch wichtige Enkelin Nora Ossetzkaja die Autorin selber darstellt kann ich nicht beurteilen. Die Zeiten, sprich die Generationen wechseln immer wieder ab, aber das wirklich Neue an dem Buch waren die Auslassungen. Teils sogar zukunftsweisende Ereignisse werden nicht erzählt, sondern nur davor oder danach erwähnt oder angedeutet. Man kann über diese Sprünge hinweglesen oder sie sich selber ausmalen, gestört haben sie mich kein einziges mal. . Geschrieben wurde das Buch in einer sehr sanften Sprache, die gleichzeitig sehr viel Handfestes zu erzählen hat. Gelernt habe ich darin kulturelle Dinge wie beispielsweise die Herkunft des Begriffes "Jakobsleiter". Berührt haben mich so einige Charaktere und Schicksale. Zu Hause fühlte ich mich, als Theater oder grosse und spannende Überlegungen gemacht wurden. Ich habe dieses Werk lange erwartet und bin sehr zufrieden mit dessen Inhalt. Es ist moderner als erwartet, aber große russisch/jüdische Erzählkunst. . #ljudmilaulitzkaja #jakobsleiter #лестницаякова #людмилаулицкая #literatur #leseempfehlung #sowjetunion #литература #книги #сталин #ссср #россия #любовь #bookstagram #igreads #gayswhoread #guyswhoread #instagood #beautiful #photooftheday #jacobsladder #literature https://www.instagram.com/p/CBqmp72ALcv/?igshid=b5hv0a5mnyk9










