8bar im Rahmen der Six Days in Berlin “Last women/man standing”, 26.01.2018
Überraschend fand dieses Jahr auch wieder ein Jedermann/Frauen Rennen eingebettet im Programm der Berliner Sixdays statt.
Letztes Jahr wurde das Rennen von Rad Race veranstaltet und zählte zu meinen absolut stärksten Rennen.
Vollgepackt fuhr ich also glücklich nach der Arbeit nach Berlin und freute mich, ein paar Runden auf der neuen Holzbahn zu drehen. Endlich wieder Holz unter den Reifen und wieder die Fixed Gear Family sehen!
Laut Anmeldung konnten sich wie im Vorjahr 20 Frauen anmelden. Leider sind am Ende aber nur 7 an den Start gegangen. Das war schon ein ziemlicher Dämpfer... Klar, das Rennen fand auf einem Freitag statt und das auch relativ kurzfristig. Aber es ist so schade, dass man sich die Chance auf ein hammer Rennen während der Sixdays entgehen lässt. Auch für den Veranstalter und allen Mitstreiterinnen war das schwache Frauenfeld zu bedauern.
Das zog mich irgendwie runter, von Adrenalin war keine Spur mehr. Auch das tolle Fivespoke Hinterrad, welches ich mir von Max Levy leihen durfte tröstete mich wenig (obwohl ich vorher und beim Abholen des Hinterrades einen riesigen Freudentanz aufgeführt habe).
Im Halbfinale waren in meinem Lauf 3 Mädels - alle waren quasi weiter und es ging nur noch um die Startaufstellung für das Finale. Ganz klar siegte hier die amtierende niederländische Sprintmeisterin Isabel Tambach die für das 8bar Team angetreten ist. Im zweiten Halbfinale siegte Kim Kohlmeyer vom Suicycle Track Team (bzw. Kim startet auch für das belgische Autoglas Wetteren Cyclingteam) und zeigte hier schon, dass man auch heute auf Sie zählen kann.
Im Finale fuhren wir sieben Mädels dann um den Titel "Last Woman Standing". So richtig warm wurde ich nicht, dennoch reichte es für einen Sprung aufs Podium. Kim konnte sich Silber erkämpfen und Isabel hat sich, wie zu erwarten, Gold souverän gesichert. Vielen lieben Dank an die Zuschauer, die uns so unterstützt haben - ich habe so viele Stimmen wiedererkannt, leider nur konnte ich gar nicht so schnell gucken!
Da stehen wir Mädels mit unseren Badekappen :) - witzig, ich sehe gerade, dass wir genauso stehen, wie wir am Ende auch ins Ziel gekommen sind. Foto von Andreas Stenzel (BikeBlogBerlin)
Ich bin ganz stolz auf die Mädels, die gestartet sind!!! Alle haben sich fetten Respekt verdient, haben sich getraut auf der Bahn zu fahren, sich mit anderen Mädels zu messen und ich wünsche mir sehr, dass ihr nächstes Jahr (sollten wir erneut die Chance erhalten bei den Sixdays fahren zu dürfen) wieder dabei seid!!!
1. Isabel Tambach (8bar Team)
2. Kim Kohlmeyer (Suicycle Trackteam)
3. Jane Drage (Keirin Berlin)
4. Marion Dziwnik
5. Pia Hennigfeld (North London Thundercat)
6. Maike Lange (FXD FWD)
7. Regine Heidorn (Team Odyssey of Failure)
Bei den Männern war die Beteiligung im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls dünner, aber dennoch haben hier spannende Vorläufe stattgefunden und auch das Finale war grandios.
Gewonnen hat hier sehr verdient Johannes Killisperger (Messpack Berlin) vor - hier muss ich noch einmal recherchieren :) und vor Dominik Schmitz (SORE). Herzlichen Glückwunsch!
Danke an das 8bar Team um Stefan Schott das Ihr dieses Event dieses Jahr auf die Beine gestellt habt und für euren Einsatz, die Organisation, die tollen Fotos, die super Preise, für euer Herzblut! Dennoch drängt sich mir eine Frage auf...wäre es vielleicht eine Überlegung wert, wenn ihr statt einer professionellen Fahrerin vielleicht 5 Jederfrauen supporten könntet? Viele trauen sich vielleicht einfach nicht an den Start zu gehen und ich könnte mir vorstellen, dass so ein kleines Mädelsteam sich gegenseitig positiv pushen könnte. Vielleicht war die geringe Startbeteiligung aber auch wirklich nur den Umstand geschuldet, dass das Rennen relativ kurzfristig auf einen Freitag stattfand.
Fazit: Es ist echt mega, dass wir erneut die Möglichkeit erhalten haben bei den Sixdays starten zu können. Stefan Schott hat unglaubliches geleistet um uns so kurzfristig in das Programm zu integrieren. Wir haben die Bahn heile gelassen :) Ha Ha! Jedoch hat es mich wirklich traurig gemacht, dass die Beteiligung bei den Frauen so stark zurückgegangen ist und frage mich wie kann man dem entgegenwirken?
Da mein Zug am heute schon gegen 7 Uhr wieder nach Hause fuhr, konnte ich mich zu Hause auf ein schönes Frühstück (12 Uhr :)) freuen und bin dankbar, dass mein Mann mein Hobby so toleriert und mich dann auch noch so lieb umsorgt! Zack, hat mich der Alltag zurück und ich wünsche allen, die das Sechstagerennen noch erleben ganz viel Freude dabei. Ich gehe dann mal weiter Kabel verlegen.