Heute habe ich gelernt...
Dass die große Hungersnot in Irland nicht nur mit einer Kartoffelfäule zu tun hatte. Irland war seit dem 17. Jahrhundert faktisch eine britische Kolonie. Das meiste Land gehörte abwesenden britischen Großgrundbesitzern, die Iren waren meist Pächter oder Tagelöhner. Das angebaute Getreide wurde nach England exportiert, und die Iren bauten auf ihren kleinen Parzellen hauptsächlich Kartoffeln an, aufgrund der Nährstoffdichte.
Als Mitte der 1840er Jahre eine Kartoffelfäule über das Land kam, hatten die Iren keine anderen Nahrungsmittel, da das Getreide weiterhin exportiert wurde.
In England gab es Diskussionen, den Menschen mit Lebensmitteln zu helfen, man entschied sich aber weitgehend dagegen, weil die Regierung aus wirtschaftlichen und ideologischen Gründen keine Unterstützung leisten wollte.
Eine Million Iren starben in dieser Zeit, zwei Millionen verließen das Land, meist Richtung Amerika. Die Bevölkerungszahl Irlands liegt heute noch unter dem Niveau von vor der Hungersnot.






















