Heute habe ich gelernt...
Dass bis 1943 chinesische Einwanderer in den USA jederzeit auf der Straße festgenommen und zu Zwangsarbeit verurteilt werden konnte.
Über lange Zeit war die Einwanderung von Chinesen nach Amerika sehr gering. Erst ab den 1860ern kamen viele chinesische Einwanderer, die vorallem von den Eisenbahnunternehmen angeworben worden waren, ins Land. Dies führte zu Konflikten mit der Bevölkerung, unter anderem, weil chinesischen Arbeiter für geringere Löhne arbeiteten als Amerikaner.
Der Chinese Exclusion Act, der 1882 verabschiedet wurde, verbot Chinesen für die nächsten zehn Jahre die Ein- und Wiedereinreise in die USA. Mit dem Geary Act von 1892 wurden diese Regelungen verlängert und verschärft. Er schrieb vor, dass alle chinesischen Einwohner ein Certificate of Residence bei sich tragen mussten, eine Art Ausweis, der ihren legalen Aufenthalt bestätigte. Ohne dieses Dokument galt man automatisch als illegal und wurde zu einem Jahr Zwangsarbeit mit anschließender Abschiebung verurteilt.
Jeder Staatsbeamte durfte die Menschen auf der Straße kontrollieren und festnehmen. Die einzige Möglichkeit, einer Abschiebung zu entgehen, bestand darin, vor Gericht mindestens einen weißen Zeugen zu präsentieren, der schwor, dass die Person schon vor 1892 im Land gelebt hatte.
Erst 1943 wurde diese Regelung vollständig aufgehoben.