Realität
Realität. Was ist das eigentlich für ein eigenartig konfuses abgefahrenes Konstrukt? Wenn real ist, was jetzt und hier ist, warum nehme ich die Welt vor einer Woche anders wahr als jetzt. Wieso verändert sich mein Empfinden, mein Gefühl zu dem was mich umgibt, wenn es doch immer gleich bleibt? Denke ich nur, ich nehme es anders wahr? Werde ich gedacht? Habe ich Einflusz auf meine Gedanken und wenn ja, wie und welchen? Sind wir Menschen tatsächlich so komplexe Wesen? Entscheide ich darüber, was real ist oder wer tut das? Wenn real gleich Subjekt ist, also alles was ich anfassen, sehen, riechen, fühlen, schmecken, mit meinen Sinnen wahrnehmen kann, wieso sollte es dann nur eine Realität geben? Die ist doch dann so vielfältig wie wir Menschen sind - weil jeder unterschiedlich wahrnimmt. Mal ganz abgesehen von den Sinnen, die nicht subjektiv sind. Also Ahnung, Intuition und dergleichen. So leben wir alle in verschiedenen Realitäten, letztlich in völlig voneinander mehr oder weniger getrennten Welten. Getrennt durch die Wahrnehmung, durch das Denken und Fühlen, all das was uns zu Menschen, zu sensitiven und auch mitfühlenden Wesen macht. Wie mag es mir dann gelingen, Verbindung aufzubauen, wenn ich mir selbst in dieser individuellen Realität doch so unsicher bin? Wie kann ich eine Absicht langfristig verfolgen, wenn sich mein Gefühl und meine Gedanken bezüglich der eigentlich manifestiert scheinenden Umgebungsaspekte stetig ändern - manchmal stündlich? Wie soll ich mich so sicher fühlen? Woran kann ich mich festhalten?








