Tag 2468 / Mich und Mutti vorher gebrieft
vgl. Tag 2429
eigene Bilder Cut-out-Collagen im Bett Gedanken umlenken eine vieler Krisenplanaktivierungen
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Tag 2468 / Mich und Mutti vorher gebrieft
vgl. Tag 2429
eigene Bilder Cut-out-Collagen im Bett Gedanken umlenken eine vieler Krisenplanaktivierungen
Tag 2429 / Mich und Mutti vorher briefen
Es wird mir schlecht gehen. Ich werde denken, dass es nie aufhört, dass es nie besser wird. Ich werde nicht glauben, dass es besser wird.
Panik umlenken: Aromaöl riechen, mit Körperöl, Bodylotion einschmieren, mich selbst massieren, die Hände eincremen, massieren, vielleicht die Füße eingecremt bekommen, weil ich mich nicht so verrenken kann und darf, Öl, Duftöl auf ein Stück Stoff machen, riechen, malen, kalten Waschlappen über die Arme, Reize umlenken, nicht den Blutdruck steigern, aber umlenken, die Gedanken, die Gefühle.
Man macht einen unangenehmen Eingriff, damit es nachher besser geht. Niemand kann mir garantieren, dass es besser geht. Fahrradfahren ist sehr gefährlich. Berlin ist eine wahnsinnig gefährliche Stadt. Ich war schon an gefährlichen Orten auf der Welt. Ich bin durch gefährliche Kurven gefahren. Operationen sind gefährlich. Die Narkose ist gefährlich. Alles ist gefährlich. Ich muss das Ziel vor Augen haben, dass ich mich nicht mehr damit beschäftigen muss, dass ich mich vielleicht weniger räuspern muss, weniger huste, dass meine Stimme nicht so wegkippt, dass ich da nicht mehr rumpulen muss, dass ich da nicht mehr blute, dass ich nicht mehr das Gefühl habe, ich kriege nicht alles raus.
Interessanterweise habe ich beim Küssen nie gedacht, hoffentlich riecht das keiner, schmeckt das keiner, weil ich ja da schon im Erregungszustand oft war oder bin. Aber im Kontakt mit Kollegen oder im Kontakt mit Freunden von AA oder so, hab ich schon gedacht, hoffentlich riecht das keiner.
Die Merte hat sich den Halluxzeh operieren lassen, an einem Fuß und am zweiten. Auch das ist gefährlich und es ist bei ihr nicht gutgegangen. Sie musste noch mal operiert werden und ich glaub sogar, ein drittes Mal. Und sie musste sechs Wochen lang den Fuß stillhalten. Und sie hat das gemacht wegen des Ergebnisses, weil es dann hinterher irgendwann nicht mehr wehtut, sie läuft viel und man geht durch eine Scheißzeit, damit man später davon profitiert.
Der Körper braucht dann Ruhe und der Körper braucht dann Bioprodukte und der Körper braucht gute Eindrücke, Fotobücher, Fotos, Filme, leckeres Eis - alles nur, was mir gut tut.
Ich mache keine Operation, um meinen Arbeitgeber zu ärgern oder mich vor irgendwas zu drücken. Ich hätte das am liebsten im August gemacht. Da gab’s keine Termine und es wär auch blöd gewesen mit dem Aufgabenbereich. Jetzt, Ende November, Anfang Dezember ist nicht die optimalste Zeit für den Aufgabenbereich, aber jetzt ist nun mal der Termin.
Und wenn ich Glück habe, kann ich doch noch über Silvester spontan wegfahren und sei’s nur, mit dem Auto irgendwo aufs Land, Ferienwohnung oder Ferienhaus, bisschen Ruhe, aufs Wasser gucken, spazieren im Wald, nichts besonderes, einfach nur Ruhe.
Ich kann mir eine Reise buchen über März, vielleicht über März nach Zürich und ich kann dann im Juni, Juli wieder nach Sizilien und wenn Israel das macht mit dieser Impfung, dass die dritte Impfung Pflicht ist, dann weiß ich nicht, wann ich da wieder hinfahre.
Das weiß man nicht, ob da was passiert bei der OP. Das kann mir auch keiner sagen. Es kann auch keiner sagen, die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass was passiert, weil sie geimpft sind oder die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass was passiert, weil sie Ibuprofen häufig nehmen. Es gibt so viele Einflussfaktoren auf alles, auf den Straßenverkehr, auf den Erfolg im Beruf, auf Schwangerschaften, auf Geburten, auf die Haarstruktur, auf die Entwicklung von Beziehungen, auf die Entwicklung von Pflanzen. Man kann ich alle Parameter auf Null setzen und dann sagen, deswegen oder deswegen ist es passiert.
Wie der von AA sagte, den dritten Schritt, mein Leben und meinen Willen der Sorge Gottes anvertrauen. Erst mal gehe ich dahin und wenn mein Gefühl damit in Ordnung ist, dann mache ich das und die OP muss ich jetzt ankündigen, weil das überall steht, dass man das ankündigen muss. Also werde ich, wenn ich die Einweisung habe, das ankündigen.
Und auf Diskussionen zu dem Thema werde ich mich nicht einlassen. Ich werde sagen, ich sage zu dem Thema nichts. Ich kann nur sagen, was ich geschrieben habe: Geplant ist eine Operation an dem Tag. Ich werde danach voraussichtlich zwei Wochen arbeitsunfähig sein. Das ist alles, was ich sagen kann zu dem Thema.
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