Ein kleines Wochenende und so viel passiert. Unter der Woche wird einfach mal Posie Parker angegriffen, weil sie schlicht demokratische Rechte wahrnimmt und für Frauenrechte kömpft, parallel dazu haben sich Lisa Paus und Marco Buschmann geeignet, das Selbstbestimmungsgesetz soll kommen.
Gerade das Selbstbestimmungsgesetz ärgert mich besonders - weil Frausein damit auf eine Identität reduziert wird, die man annehmen kann oder eben auch nicht, aber den eigentlichen Kampf, den Frauen mit ihrem Geschlecht führen, der wird komplett ausgeblendet und ignoriert. Gnädigerweise hat Buschmann dann drauf gedrungen, dass es Ausnahmen geben soll, in denen dann noch nach Geschlecht unterschieden werden darf - aber seien wir doch mal ehrlich: Auf diese Weise werden nicht Rechte gegeneinander abgewogen, auf diese Weise sollen Frauen eine Beruhigungspille bekommen, man tut so, als würde man Art 3 GG beachten - nämlich dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind.
So lange aber nicht explizit im Selbstbestimmungsgesetz steht, dass hier nur die Fiktion des Geschlechtswechsels geschaffen wird und so lange nicht klar gestellt wird, dass Frausein mehr ist als eine von jedem annehmbare Identität, so lange ist das #Selbstbestimmungsgesetz eine frauenfeindliche Gesetzesinitiative, die dazu führen wird, dass Frauen aus der Gesellschaft zurück gedrängt werden
weil Toiletten, Duschen und Co nicht mehr frei zugänglich sind, weil sich jeder (!) Mann (und eben nicht bloß die transidenten Männer, um die es angeblich geht) als Frau identifizieren kann - was ja auch nicht mehr notwendig ist, weil vor dem Toilettengang keine Ausweiskontrolle stattfindet, es reicht die Normalisierung, dass Männer auf Frauentoiletten gehen
weil Frauen nicht mehr als Gruppe erfasst werden können, wenn Männer dazu zählen, so dass Diskriminierungen auf Grund von Geschlecht einfach nicht mehr nachvollziehbar geprüft werden können
weil Männer im Frauensport unfaire Vorteile haben, die Frauen durch kein Training der Welt ausgleichen können, zudem werden Frauen durch körperliche Unterschiede ggf. auch besonderen Gefahren ausgesetzt
weil es Schutzräume wie Frauenhäuser braucht, die - weil sich dort Opfer männlicher Gewalt aufhalten - männerfrei bleiben können müssen
weil Institutionen wie Gefängnisse totale Institutionen sind, in denen Frauen sich eben nicht zurückziehen können, wenn sie mit Männern auf einer Zelle eingeschlossen werden, wenn sie mit Männern duschen oder ihre Freizeit hinter Gittern verbringen sollen - bei deutlich unterschiedlichem Devianzverhalten von Männern und Frauen und der körperlichen Überlegenheit der Männer.
weil Sexualität auf das Geschlecht ausgerichtet ist und Lesben schlicht keine Sexspielzeuge für Männer sind - Männer können nicht lesbisch sein, egal wie sehr sie es behaupten
Es kotzt mich an, dass hier einfach Geschlecht und die Bedeutung von Geschlecht geleugnet und ignoriert wird und das eben nicht bloß von irgendwelchen Aktivisten, die auch mal den Holocaust zu ihren Gunsten umdeuten, sondern von Bundesministern, die an einem Gesetz arbeiten, das auf völliger Realitätsverkennung basiert. Es kann nicht sein, dass Rechte von Frauen einfach derart mit Füßen getreten werden - eine halbwegs ordentliche Abwägung unterschiedlicher Grundrechte vor dem Erlass eines Gesetzes, das #Self-ID als Grundlage in ein #SBG / #Selbstbestimmungsgesetz gießt, kann nicht darauf basieren, dass man Tatsachen leugnet und die Gefühle von Männern in den Vordergrund stellt - die sich in Männerräumen unwohl fühlen und daher meinen, Frauen hätten nicht dieselben Rechte, ihnen aus diesem Grund den Zugang zu Frauenräumen zu verweigern.