Wenn man früher als Leser einen Artikel kommentieren wollte ging dies nur mühsam über einen Leserbrief, welcher erst redaktionell geprüft werden musste. In den heutigen Zeiten geht dies viel einfacher und zwar online. Jeder kann anonym und blitzschnell auf den Homepages von den Zeitungen die Artikel kommentieren. Zwar werden auch diese Kommentare überprüft, aber es hat unendlich Platz und eine qualitative Kontrolle findet nicht statt.. Auch können Namen und Adressen erfunden werden und wer Spass daran hat kann und vielen Pseudonymen ähnliche Kommentare abgeben. Was man lange vermutet hat wurde im Rahmen der Abzockerinitiative ans Tageslicht gebracht- nämlich das politische Gruppierungen Studenten bezahlen um reihenweise Kommentare bei den Online-ausgaben der Zeitungen abzugeben. Laut einem Artikel des Tagesanzeigers werden dabei Politikinteressierte Studenten via Inserate auf den Online-Plattformen von Universitäten angeworben.Hinter diesen Inseraten steht eine PR-Firma, welche bewusst Leute anwirbt, die sich mit gängigen Namen wie Müller, Meier sich auf Zeitungs-Portalen anmelden und unter diesen gefälschten Namen Stimmung gegen die Abzockerinitiaitive machen. Dabei sollen täglich mehrere Kommentare unter verschieden Namen abgeben werden. So soll bewusst Gegensteuer gegeben werden auf die emotional aufgeladene Debatte in welcher die Befürworter in den Online-Debatten klar vorne lagen. Auf diese Methoden angesprochen verleugnete die Agentur eine solche Praktik. Jedoch wurde schon am nächsten Tag zugeben, dass diese Methode angewandt wurde. Darauf angesprochen fand der Leiter dass falsche Pseudonyme im Internet gang und gäbe sind und sicher kein Einzelfall. Des Weiteren seien die ausgewählten Studenten Gegner der Initiative gewesen. Sowieso sei die Debatte emotional aufgeladen und lasse die Sachlichkeit vermissen. Die Befürworter hätten keine sachlichen Argumente und nur Neid und Missgunst würden zählen. Zudem würden Parteien ja auch Agenturen bezahlen um Unterschriften zu sammeln.
Befürworter der Initiative zeigten sich geschockt, als man sie auf die Praktiken der Gegner ansprach. Das sei dicke Post und zeige die Amerikanisierung der Schweizer Politik. Aber es sei auffällig gewesen wie viele ähnliche Kommentare auftauchen. Dies hätten die Befürworter nicht nötig, es seien genug Schreiber vorhanden und dies ohne dass Geld geflossen wäre.