TUMBLR
Du lieber Freund, P. Z. aus Kinder- und Teeniezeiten, in der Heimat, danke für deine lieben Zeilen.
Hier meine ehrliche Antwort – als offener Brief und Zustands-Info für alle, die es wissen möchten. Oder auch als kleines Buch in Etappen zu lesen, lach.
Es fällt mir nicht leicht, diese Worte zu schreiben, denn körperlich geht es mir derzeit nicht gut. Aber im Kopf bin ich wach, klar und dankbar für alles, was noch da ist.
Mein Alltag ist kleiner geworden:
Mein Zimmer, die Küche, das Bad und die Terrasse – das sind meine erreichbaren Bereiche. Mehr schaffe ich kaum noch ohne Hilfe.
Bei ME/CFS, der Myalgischen Enzephalomyelitis, bleibt mit den Jahren vieles zurück.
Dinge, die früher selbstverständlich waren – Städtereisen, Spaziergänge mit Rolf und den Hunden, Kräuterwanderungen, Tandemtouren, Urlaubsreisen, Familienausflüge und Feste, Kochen, Malen, teilweise auch je nach Tagesbefinden Bloggen, Lesen, Schreiben – sicher aber keine wundervolle, natürliche Gartengestaltung als körperliche Arbeit mehr – sind heute Erinnerungen geworden. Der Geist möchte, der Körper kann nicht mehr folgen.
Zum Glück habe ich eine liebe Familie. Ohne sie könnte ich z. B. meine geliebten Seelenbegleiter, als Zwergpudel kaum noch allein versorgen.
Rolf ist ein wunderbarer Partner, meine Eltern leben noch in Homberg (Efze) – und ich vermisse sie sehr.
Aber auch Homberg selbst vermisse ich, denn jede Fahrt dorthin wird anstrengender, und die Aufenthalte leider immer kürzer.
Meine beiden Söhne – Nikolai und Alexander mit Anhang und eigenen Lebensinhalten – sind nicht ständig da, aber auch nicht fort. Sie haben ihr eigenes Leben, und das ist gut so. Trotzdem spüre ich, dass ich familiär von all diesen wunderbaren Menschen liebevoll getragen bin, und das erfüllt mich mit Dankbarkeit.
An guten Tagen schaffe ich es, mit Rolf in den Westerwald zu fahren – in unser Haus am Waldrand, sehr nahe am Seeweiher Mengerskirchen/Waldernbach. Dort finde ich Frieden, Luft und Ruhe.
Wenn ich dort draußen mit Rolf und den Hunden sitze, die Sonne auf der Haut spüre und einfach atme, oder nachts bei weit offenem Fenster schlafe, ist das Glück pur. Länger als höchstens eine Stunde draußen sitzen oder liegen geht das aber nur sehr selten, dann kommen Schmerzen, Zittern, Schwitzen, Frieren, Muskelschwäche, Kreislaufprobleme usw. als Warnsignale, dass es zu kurz aber auch zu viel war. Doch ich genieße jede Minute, die noch leicht ist.
Ich will nicht klagen – ich möchte nur ehrlich zeigen, wie es aktuell im Oktober 2025 um mich steht.
Alt zu werden ist nichts für Feiglinge, mit einer unheilbaren Krankheit zu leben erst recht nicht. Aber Mut, Dankbarkeit und Humor tragen einen selbst weiter, als man oft denkt.
Mein Halt sind Rolf, meine Jungs mit ihrem lieben Anhang, die Hunde, meine wunderbaren Eltern und immer mehr nun der Blick in unseren wilden Garten – ein Stück echtes Leben zwischen all den aufgeräumten, ausgedörrten oder auch vergifteten und überdüngten schick mit Scheck gestylten Baumarkt-Rasen-Totgärten drumherum.
Mein Papa und wahrscheinlich auch meine Mama haben inzwischen ebenfalls ME/CFS – bei ihnen nach Corona abrupt, bei mir seit der Kindheit, damals ausgelöst durch Pfeiffersches Drüsenfieber (EBV und Herpesviren in Verbindung mit Pestiziden, sowie toxisch ausgasenden oder in damit anders in Kontakt kommende Lebensmittel, Hygiene, Kosmetik und Wohnung/Auto Produkte - alles voller Umweltgiften, und toxischen, künstlichen Farb-, Aroma-, Konservierungs-, Weichmacher- und Füllstoffen, sowie künstlichen Duftstoffen und Feinstäuben/Rauch). Bei uns allen dreien hat sich der Zustand nach 2. Corona Ausbruch noch einmal wenn auch bei Mutti etwas anders verlaufend, deutlich und extrem verschlechtert. Allerdings hat uns die Impfung nach dem ersten Ausbruch leider erst zu bekommen, vor schlimmeren oder gar tödlich verlaufenden Corona Auswüchsen, wie leider im Freundes- und Bekanntenkreis auch erlebt, bewahrt.
Wir teilen heute die selben neurologischen und organischen Beschwerden, mobilen und kognitiven neurologischen Ausfälle und Erschöpfungssymptome, denselben Kampf um Einschränkungs-, Schmerz-, und Gleichgewichtsempfinden – trotz 75 Kilometern dazwischen fast immer identisch, sowohl auch bei besseren Befindlichkeits-Tagen in milderem, nicht zu heißen, trockenen Wetter Zeiten! Schon familiär echt bemerkenswert!
Ich bin jetzt im Oktober 2025 aktuell 61 Jahre alt (geb. 31.03.1964) und sehe mein Alter heute als Bilanz aus Erlebnissen, Erinnerungen und Liebe. Bunte Mosaiksteine meines Lebensweges.
Homberg (Efze) bleibt meine Liebe und Heimat im Herzen – mit den Gesichtern, Stimmen und Momenten der Kindheit und Jugend, mit Freundschaften aus dieser Zeit und in liebevoller Dankbarkeit denkend an die erste, sehr intensive und große, noch immer nachklingende und mich bis heute prägende Liebe (Ralf M.), dem ich gern persönlich sagen würde, wie dankbar ich für unsere drei wundervollen Jahre bin. Ich habe mich aus Respekt vor seiner Familie und seinem eigenen Leben nie getraut, ihm das zu sagen. Nun hat diesen Auftrag mein lieber Mann, falls er mich überlebt und es dazu noch kommen kann, denn Ralf ist Jahrgang 1962 und wohnt nicht mehr im Nachbardorf M.-dorf, sondern ein paar Dörfer und einen Berg weiter in L.-bach, hoffentlich gesund und munter noch immer. 😉
Ich schreib dazu ergänzend nur 4 verbindende Songs:
„If Paradies is half as nice“ und „Rainbow“, „Whisky in the Jar“, „Love hurts“ und dann noch natürlich T-Rex und TenCC und vor allem CCR hoch und runter. ;)
Nun lebe ich glücklich mit einem Rolf G.; der Kreis schließt sich also vom Ralf zum Rolf; mein persönliches A und O sozusagen; beide sind dazu nur mit einem Tag Unterschied im Geburtstag (nicht Jahr) echte und sich sehr ähnliche Löwen, dunkelhaarig, groß, Charakter und handwerkliches Geschick dazu und sehr viel Herzenswärme, beide gross und großartig jeder zu passender Zeit und passend zu mir als kreativem Widder!
Dann waren da noch in und um Homberg und Umgebung herrliche Wanderungen mit Ralfs damaligen oder meinen damaligen Freunden – immer zum Grillen am 1. Mai Richtung Mosenberg zur Klimmstein Wanderhütte oder ins Ruhlaub-Wäldchen, Geburtstagsfeten in der dortigen Waldkuhle mit dem riesigen Radio-Kassetten-Teil (Ghettoblaster) und Bob Marley Rastafari Reggae rauf und runter während dieser Wanderungen, jeder mit Grillgut im Gepäck und Getränken im Bollerwagen.
Dann zusammen Musik mit Freunden dieser Zeit hören – und unbedingt mit Nachbar Üw’chen –, gemeinsam mit dem Mofa zu Treffen fahren, erste Autoausflüge mit Peter zu seiner Freundin (schwitz), überall stets Freunde besuchen, Feten, Abenteuer, erste Wege ins Erwachsenwerden.
Diese Zeit war so intensiv und prägend, so lebendig, so tief empfunden, so orientierend, so traurig und so schön – immer nachholend, was in Jahren der ewigen Krankenhausphasen nicht sein konnte.
Heute ist mein Leben stiller, kleiner im Aktions-Raum – aber nicht kalt oder leer.
Wenn Rolf morgens mit Abschiedsküsschen und „bis gleich“ zur Arbeit fährt, teilen Boris (14) und Branko (8 Monate), meine beiden BlaTa- und Fawn-Zwergpudel, das Bett mit mir.
Sie spüren jede Stimmung, schenken Nähe ohne Worte. Ich bin dankbar, nicht allein zu sein.
Gegen Nachmittag – nach Bett-, Küchen-, Pflanzenpflege und Hundegängen sowie kleinen Gartengängen mit den beiden für ihre Renn-, Schnüffel- und Pippi-Runden – freuen sie sich ab 14 bis 15 Uhr, schon agiler werdend, aufs intensivere Spielen, Toben und Laufen bis zum späteren Abend mit der Familie. Mit deren Unterstützung sind die Zwergpudel noch immer, seit meiner Kindheit und dank meiner Eltern, tatsächlich mein erfüllter und gelebter Zwergpudel-Traum. Nie bereut!
Meine Zwerghühner hingegen musste ich schweren Herzens, erst kürzlich, abgeben. Sie leben nun hoffentlich weiterhin sauber, frei, gut umsorgt und sicher – und das ist gut so. Jeder in meiner Familie hat genug eigene Verantwortung - und ich wollte niemanden mit noch mehr Zusatzaufgaben für ausschließlich nur mein Hobby belasten. Das Tierwohl und das Familienwohl meiner liebsten Menschen stehen für mich ganz weit oben!
In diesem Sinne:
Abschied tut immer weh, aber er kann auch Liebe bedeuten und zeigen.
Auch im Haushalt brauche ich zunehmend Hilfe und unterstützende Hilfsmittel.
Eine gute Seele kommt alle zwei Wochen, doch sie kann nur das Nötigste in den 1,5 Stunden anerkannten Pflegezeiten als Haushaltshilfe erledigen.
Für mich als nach dem „Pubertier“ plötzlich ordentlichen Menschen ist das nicht leicht. Ich lerne also wieder einmal bis heute ewig neu das Loszulassen – zu akzeptieren, dass das Leben nicht mehr perfekt, nicht mehr ordentlich und sauber nach meinen Maßstäben, nicht pingelig, aber doch mit innerer Strenge und Notwendigkeit, trotzdem mit neuer Orientierung auf das Machbare reduziert – als #MinimalOptimum – noch einigermaßen lebenswert ist. Auch ohne Geduld und ohne Planung!
Kochen und wilder Naturgarten, das waren früher – zusammen mit Kroatien – meine kreativen Leidenschaften: Kräuter, mediterrane Pflanzen, gestaltende Ideen, Texte, Bilder, eigene Rezepte. Heute fehlt mir dazu gänzlich die Kraft.
Jede Bewegung will bedacht sein. Selbst Zähneputzen, Teekochen oder Aufstehen mit Anziehen sind Energiebilanzfragen. Wenn ich meine Akku-Grenze #mecfs-typisch bei kleinen Energie-Fenstern – körperlich, mental oder emotional – überschreite oder durch Reizüberflutung Kraft raubend zusätzlich überfordere, reagiert der Körper u. A. mit Warnsignalen sehr schnell zuerst mit Zittern, Schwindel, Herzrasen.
Dann weiß ich:
Das war echt nur sehr kurz – und doch viel zu viel!
Malen, Tandemtouren, Häkeln, Strümpfe stricken, Natur und Landschaft erwandern, romantische Städte und Orte erforschen, wandernd heimische, englische, italienische, slowenische, bosnische und vor allem kroatische Landschaften erkunden, dazu Grünzeug-Ableger, Kräuter, Sämereien, Holz- und Stein-/Mineralienfundstücke im Rucksack sammeln – oder Handyfotos und Dokumentationen mit Texten für Instagram und Tumblr unserer WeiGoTouren erstellen – das ist leider vorbei oder nur noch kurz in Auszügen möglich. Manchmal nutze ich altes Material oder liebevolle Zusendungen von Freundschaften aus aller Welt (Wink mit dem Zaunpfahl!).
Ich schreibe das nicht, um Mitleid zu erwecken. Ich schreibe das öffentlich, weil ich zeigen will:
Auch mit (#mecfs-)Einschränkungen kann man Sinn, Freude und Dankbarkeit immer wieder neu finden – oder erfinden. Sogar mit diesem Text.
Das Leben verändert sich – manchmal zu schnell und radikal, manchmal in den nächsten Schweregrad hinein. Aber das, was trägt, bleibt:
Liebe, Freundschaft, Erinnerungen.
Ich erinnere mich gern an früher – an Vertrauen, Offenheit, gemeinsame Wege – und ich spüre dann:
Alles, was einmal ehrlich war, lebt als prägende Spur, als Mosaikstein auf meinem Lebensweg vielleicht gemeinsam weiter – mal mehr, mal weniger intensiv. Bei mir ganz sicher!
Ich freue mich über jeden Tag, den ich mit Rolf, den Hunden, meiner Familie, meinen Eltern, meinem Stiefsohn mit lieber Frau und deren Eltern sowie meinem so gewonnenen Schwipp-Schwapp-Enkelkind – als Schwipp-Schwapp-Omi der süßen Kleinen – erleben darf.
Meine Liebe gilt dabei immer auch der Natur – mit #naturundnachhaltigkeit und #vorlebenzumnachleben als Gedanken, die mich mit den Kreisläufen des Lebens verbinden und die ich ein Stück weit mitgestalten durfte.
Wenn wir es schaffen, noch einmal an meinen Herzensort auf die Insel Rab zu fahren – mit vielen Zwischenstopps, Ruhephasen und Übernachtungen, weil Reisen mit Flugzeug oder Bus nicht mehr und Bahnreisen nur bedingt möglich sind – dann ist das pures Glück:
Sonne, wilde Kräuter, Salzluft, das Meer, Wacholder, Pinien, Zitronen- und Feigenbäume, das leise Rauschen der Nacht, nur begleitet vom Rufen der Käuzchen – und übertönt vom Schnarchen meines Mannes sowie Boris und Branko. 😂
Wenn ich dort den ganzen Tag, sei es sitzend, liegend oder kurz laufend, in der milden, sauberen Adria-Luft verbringen kann, schaffe ich manchmal sogar kleine Insel-Touren mit Rolf auf dem Therapie-Tandem oder ein paar Schwimmbewegungen im heilsamen Meerwasser – am liebsten mit einer Fangopackung direkt am Ufer, im mineralischen Schlick unter den Kieseln und Felsen der kleinen Buchten.
Dann werde ich wieder zum ausgelassenen, glücklichen Kind – behütet von meinen Zwergpudeln, meinem Mann und lieben Menschen vor Ort, die sich ehrlich mitfreuen.
Und dann gibt’s auch wieder Bilder, Texte oder kleine Videos für Insta, Bluesky und Tumblr!
Das Leben hat viele Farben.
Manche werden mit der Zeit blasser, andere leuchten wieder – leiser, tiefer, wärmer, ehrlicher.
Erwachsener vielleicht. Sie klingen und leuchten in mir.
Daraus ziehe ich Optimismus, Dankbarkeit, Zufriedenheit, Liebe und sehnsuchtsvolle Hoffnung – Gedankenblumen und Kopfkino. Vielleicht sogar ein bisschen nun auch dank dir?
Danke, du treue Seele, dass du mir wieder einmal so nett geschrieben hast.
Danke, dass du dich erinnert hast. Und danke, dass du diese Zeilen nun auch wieder verbindend liest.
Alles hat seinen Sinn – früher oder später erkennt man ihn.
Ein fröhliches Ciao Dir nun, aus Wettesingen in Nordhessen von deiner alten, aber treuen „Zum-Pferde-Stehlen-Freundin“, Claudia (CWG). Grüß mir die Heimat und alle die mich noch kennen vom „Blumenmädchen“ Claudia, geborene L. aus Homberg (Efze) ehemals.
Mit herzlichen Grüßen aus Wettesingen
von deiner alten, aber noch immer treuen „Zum-Pferde-Stehlen-Freundin“
Claudia (CWG)
Lass es dir gut gehen und hab eine gute Zeit bis zum nächsten Kontakt.
Und vor allem:
Hab Spaß wie früher – in Wald und Flur der Heimat, beim Heidelbeeren- und Hagebuttensammeln für Marmelade oder Desserts, oder beim Pilzesammeln, Zubereiten und Genießen – vielleicht italienisch oder kroatisch-süddalmatinisch mit Knoblauch, Wein, Fladenbrot oder leckerem Oliven-Ciabatta-Brot mit Schinken, Zwiebeln und gutem Käse – natürlich alles selbstgemacht.
Ich bin gedanklich dabei – logo!
🌿🍷🍄
Text am 15.10.2025 von ©️®️CWG verfasst und von KI formatiert für Tumblr.
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Rechtlicher Hinweis:
Dieser Text stellt eine persönliche Meinung und Lebenserzählung dar.
Er enthält keine Werbung, keine Aufträge und keine Kooperationen.
Rechtsgrundlage:
Artikel 5 Absatz 1 Grundgesetz (GG) schützt die Freiheit der Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Bild.
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