Von der Hand in den Mund schreiben
Dass das Autorenleben nie leicht war, haben vermutlich schon die alten Minnesänger beklagt. Dass es aber nicht leicht ist, scheint in Zeiten von zuhauf hochgehaltenen Selfpublishing-Erfolgsgeschichten den wenigsten klar zu sein.
Daher hier mal ein aufgezeichnetes Gespräch und ein Artikel zum alten und neuen prekären Berufszweig: SchriftstellerIn.
#1 Martina Hefter (Tänzerin und Lyrikerin) und Jan Kuhlbrodt (Schriftsteller und Gewinner des diesjährigen sächsischen Literaturpreises – herzlichen Glückwunsch!) im Gespräch über die prekäre Situation des Lyrikers:
#2 Die Autorin Kay Noa schreibt in einem leichten und lesenswerten Artikel über brotlose Tage einer Autorin und ihren Zwiespalt zwischen Künstlerdasein und knallharter Buchhaltung:
Der Tag hat 24 Stunden und viele meiner Pläne scheitern schlicht an der Datumsgrenze. Da hat sie natürlich Recht. 0,5 h pro Seite Buch, bis es nach Überarbeitung fertig ist, zzgl. Lektoratszeiten und Marketing, das mindestens 1/3 der Autorenzeit ausmacht, eher mehr, wenn man kleinlich rechnet. Das heißt, ich muss entweder meine Arbeitszeit im Brotjob reduzieren oder aber meine Freizeit inkl. notwendiger Zeiten für Haushalt (oder Geld für eine Putzfrau), Körperpflege etc. auf ein absolutes Minimum reduzieren. Blöd nur, dass viele Ideen für meine Geschichten aus meinem Leben neben dem Computer stammen... Ein Teufelskreis.
zum Artikel: http://kay-noa.blogspot.de/2014/07/hartes-brot-oder-gar-brotlose-kunst.html













