Kindle|Buch
Kindle â Buch! Und das ist gut so.
3. Januar 2013. Die damalige Diskussion (E-Book vs. Buch) ist heute vermutlich nicht mehr aktuell, oder?
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@buchwaerts
Kindle|Buch
Kindle â Buch! Und das ist gut so.
3. Januar 2013. Die damalige Diskussion (E-Book vs. Buch) ist heute vermutlich nicht mehr aktuell, oder?
Umzug
Ich ziehe um, verlasse tumblr â ganz langsam.
Ich werde nach und nach meine bisherigen EintrĂ€ge hier abklopfen, entfernen oder aktualisieren und ĂŒberfĂŒhren nach: lektorat-buchwaerts.de/blog.
Es war eine schöne Zeit hier, aber leider spielt tumblr in meinem Alltag keine Rolle mehr. Wer mag, kann immer mal wieder auf meinem neuen Blog vorbeischauen. Dort habe ich auch meine Literatur-Podcastliste ĂŒbernommen und aktualisiert.
Alles Gute!
Die Dichtung ist die schönste Form des Schweigens.
Wenn sich niemand meldet, dann stammt das wohl von mir.
Lesen, Schreiben, Zuhören â Literatur-Podcasts
Heute habe ich meine Literatur-Podcast-Liste wieder fĂŒr euch herausgeholt und ihr ein Update verpasst. Einige Podcasts gibt es nicht mehr, ein paar sind dazugekommen. Die Titel in Klammern sind noch abrufbar, aber es kommen (derzeit) keine neuen Folgen dazu. Kursive Titel habe ich neu hinzugefĂŒgt.
Ich wĂŒnsche Euch viel SpaĂ beim Durchhören.
Rund ums Schreiben und Publizieren
(Suche & Ordnung) â Der von mir heiĂ geliebte Internet-Radio-Sender detektor.fm nimmt sich endlich auch des Literaturbetriebs an.
Vom Schreiben leben â Die Autorin Annika BĂŒhnemann bespricht die alltĂ€glichen TĂŒcken des Schreibens und Publizierens.
Der Selfpublisher Podcast â Henri Apell spricht in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden mit Selfpublishern, Dienstleistern und Buchmarktexperten ĂŒber die neuesten Entwicklungen auf dem Selfpublishermarkt.
Die SchreibDilettanten â Hier reden sich zwei Autoren um Kopf und Kragen: Marcus Johanus und Axel Hollmann diskutieren Woche fĂŒr Woche leicht chaotisch und dennoch interessant rund um das Thema Schreiben. â Update: Leider gibt es den Podcast nur noch in Form eines Youtube-Kanals.
BĂŒchergefahr â Gerade erst entdeckt und schon hier aufgenommen. »BĂŒchergefahr« greift in kurzen Folgen aktuelle Diskussionen aus dem Literaturbetrieb auf.
Dein Buch mit Tom Oberbichler â Tom Oberbichler trifft in seinem Podcast Experten und Sturmerprobte aus den Bereichen Selfpublishing und Marketing â dabei gehts ans Eingemachte. Empfehlenswert fĂŒr alle, die das Schreiben nicht »nur« als Berufung, sondern auch als Beruf sehen.
Seite 37 â Der Literatur-Podcast â detektor.fm unternimmt einen neuen Anlauf, einen Literaturpodcast zu etablieren. Diesmal fĂŒhren Claudius NieĂen, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen Literaturinstituts, und die Autorin und Poetryslammerin Franziska Wilhelm durch das Programm.
Literaturcafe â Wolfgang Tischer betreibt die Seite Literaturcafe.de schon sehr lang, wirklich sehr lang. Seit 1996, um genau zu sein. Die Themen drehen sich rund um Selfpublishing, Verlagswesen, BĂŒcher. Seit einiger Zeit gibt es auf seiner Seite auch in unregelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden einen Podcast, der durchaus nachhörenswert ist.
Dear Reader â Und wieder ein neuer Literatur-Podcast von meinem Lieblings-Radiosender detektor.fm. Diesmal werden vornehmlich Autoren zu ihrem Schreiben interviewt.
Das Neueste vom Neuen â ĂŒber aktuelle Bucherscheinungen
Thomasius-Club â Ein Mal im Monat sitzt ein Autor aus dem kulturwissenschaftlichen Bereich auf der BĂŒhne des Thomasius-Club und wird charmant in die Zange genommen.
Die Literaturagenten â Unterhaltsame und frische BĂŒchersendung auf Radio Eins. Es gibt Interviews, Buchbesprechungen und Veranstaltungstipps.
Dradio-BĂŒchermarkt | NDR Kultur Neue BĂŒcher | SWR2 BĂŒcher | Diwan â Interviews, Rezensionen, Diskussionsrunden, BĂŒcher, BĂŒcher und nochmals BĂŒcher. Dank dieser drei Podcast-Feeds seid Ihr immer auf dem Laufenden.
LiteraturgesprÀche wie von nebenan
In trockenen BĂŒchern â Autorin Alexandra Tobor fasst in knapp 20 Minuten scheinbar trockene SachbĂŒcher zu Themenbereichen wie »VergĂ€nglichkeit«, »MĂ€nner« und »Scham« knackig und unterhaltsam zusammen.
Mein Freund der Baum â Andreas Baum und Andrea Frey besprechen angenehm locker und in einer fast schon intimen AtmosphĂ€re aktuelle Literatur und Klassiker. War »Die Buchhaltung« (dieser Podcast existiert leider nicht mehr) die WG-KĂŒche unter den Literaturpodcasts, so ist »Mein Freund der Baum« sicherlich der Wohnzimmertisch mit Couchgarnitur an einem regnerischen Abend.
Tsundoku â Lockere GesprĂ€che, interessante Rezensionen, lose Folgen. Andrea Diener macht, was ihr SpaĂ macht, und das hört man auch.
AuĂer der Reihe
Litradio.net â Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Litradio ist zwar kein Podcast im klassischen Sinne, aber eine Fundgrube an Lesungen und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur.
(Zeitreise â Schriftsteller im GesprĂ€ch) â Leider nicht mehr fortgefĂŒhrt, ist dieser Podcast dennoch eine wahre Schatzkiste, in der Ihr zahlreiche Interviews mit bekannten Autoren aus dem deutschsprachigen Raum finden könnt.
(Duden.de) â Ja, auch die Dudenredaktion hat einen eigenen Podcast. Darin geht es kurz und informativ um die Besonder- und Eigenheiten der deutschen Sprache.
voicerepublic â Hier findet ihr jede Menge VortrĂ€ge zum Nachhören, u. a. auch von der Leipziger Buchmesse. Leider lĂ€sst die TonqualitĂ€t manchmal etwas zu WĂŒnschen ĂŒbrig, aber die Menge an Nachhörbarem ist dafĂŒr umso gröĂer.
Wenn Ihr weitere Literatur-Podcasts kennt, dann schreibt mir diese einfach als Kommentar unter diesen Beitrag oder als Direktnachricht.
Literatur-Podcast-Liste â Update: Ein Podcast ist weggefallen (PapiergeflĂŒster), einer neuer hinzugekommen (Dear Reader). So ist das Leben. Viel SpaĂ beim Durchhören.
Ihre Geschichte sollte dicht sein wie eine Nudel aus Hartweizengries â der Leser schmeiĂt sie in das kochende Wasser seiner Imagination.
Stephan Waldscheidt (Autor) in »Autoren-Tipp: Der Roman als Best-of«, 31. August 2015
Lesen, Schreiben, Zuhören â Literatur-Podcasts
Heute habe ich meine Literatur-Podcast-Liste wieder fĂŒr euch herausgeholt und ihr ein Update verpasst. Einige Podcasts gibt es nicht mehr, ein paar sind dazugekommen. Die Titel in Klammern sind noch abrufbar, aber es kommen (derzeit) keine neuen Folgen dazu. Kursive Titel habe ich neu hinzugefĂŒgt.
Ich wĂŒnsche Euch viel SpaĂ beim Durchhören.
Rund ums Schreiben und Publizieren
(Suche & Ordnung) â Der von mir heiĂ geliebte Internet-Radio-Sender detektor.fm nimmt sich endlich auch des Literaturbetriebs an.
Vom Schreiben leben â Die Autorin Annika BĂŒhnemann bespricht die alltĂ€glichen TĂŒcken des Schreibens und Publizierens.
Der Selfpublisher Podcast â Henri Apell spricht in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden mit Selfpublishern, Dienstleistern und Buchmarktexperten ĂŒber die neuesten Entwicklungen auf dem Selfpublishermarkt.
Die SchreibDilettanten â Hier reden sich zwei Autoren um Kopf und Kragen: Marcus Johanus und Axel Hollmann diskutieren Woche fĂŒr Woche leicht chaotisch und dennoch interessant rund um das Thema Schreiben. â Update: Leider gibt es den Podcast nur noch in Form eines Youtube-Kanals.
BĂŒchergefahr â Gerade erst entdeckt und schon hier aufgenommen. »BĂŒchergefahr« greift in kurzen Folgen aktuelle Diskussionen aus dem Literaturbetrieb auf.
Dein Buch mit Tom Oberbichler â Tom Oberbichler trifft in seinem Podcast Experten und Sturmerprobte aus den Bereichen Selfpublishing und Marketing â dabei gehts ans Eingemachte. Empfehlenswert fĂŒr alle, die das Schreiben nicht »nur« als Berufung, sondern auch als Beruf sehen.
Seite 37 â Der Literatur-Podcast â detektor.fm unternimmt einen neuen Anlauf, einen Literaturpodcast zu etablieren. Diesmal fĂŒhren Claudius NieĂen, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen Literaturinstituts, und die Autorin und Poetryslammerin Franziska Wilhelm durch das Programm.
Literaturcafe â Wolfgang Tischer betreibt die Seite Literaturcafe.de schon sehr lang, wirklich sehr lang. Seit 1996, um genau zu sein. Die Themen drehen sich rund um Selfpublishing, Verlagswesen, BĂŒcher. Seit einiger Zeit gibt es auf seiner Seite auch in unregelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden einen Podcast, der durchaus nachhörenswert ist.
Dear Reader â Und wieder ein neuer Literatur-Podcast von meinem Lieblings-Radiosender detektor.fm. Diesmal werden vornehmlich Autoren zu ihrem Schreiben interviewt.
Das Neueste vom Neuen â ĂŒber aktuelle Bucherscheinungen
Thomasius-Club â Ein Mal im Monat sitzt ein Autor aus dem kulturwissenschaftlichen Bereich auf der BĂŒhne des Thomasius-Club und wird charmant in die Zange genommen.
Die Literaturagenten â Unterhaltsame und frische BĂŒchersendung auf Radio Eins. Es gibt Interviews, Buchbesprechungen und Veranstaltungstipps.
Dradio-BĂŒchermarkt | NDR Kultur Neue BĂŒcher | SWR2 BĂŒcher | Diwan â Interviews, Rezensionen, Diskussionsrunden, BĂŒcher, BĂŒcher und nochmals BĂŒcher. Dank dieser drei Podcast-Feeds seid Ihr immer auf dem Laufenden.
LiteraturgesprÀche wie von nebenan
In trockenen BĂŒchern â Autorin Alexandra Tobor fasst in knapp 20 Minuten scheinbar trockene SachbĂŒcher zu Themenbereichen wie »VergĂ€nglichkeit«, »MĂ€nner« und »Scham« knackig und unterhaltsam zusammen.
Mein Freund der Baum â Andreas Baum und Andrea Frey besprechen angenehm locker und in einer fast schon intimen AtmosphĂ€re aktuelle Literatur und Klassiker. War »Die Buchhaltung« (dieser Podcast existiert leider nicht mehr) die WG-KĂŒche unter den Literaturpodcasts, so ist »Mein Freund der Baum« sicherlich der Wohnzimmertisch mit Couchgarnitur an einem regnerischen Abend.
Tsundoku â Lockere GesprĂ€che, interessante Rezensionen, lose Folgen. Andrea Diener macht, was ihr SpaĂ macht, und das hört man auch.
AuĂer der Reihe
Litradio.net â Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Litradio ist zwar kein Podcast im klassischen Sinne, aber eine Fundgrube an Lesungen und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur.
(Zeitreise â Schriftsteller im GesprĂ€ch) â Leider nicht mehr fortgefĂŒhrt, ist dieser Podcast dennoch eine wahre Schatzkiste, in der Ihr zahlreiche Interviews mit bekannten Autoren aus dem deutschsprachigen Raum finden könnt.
(Duden.de) â Ja, auch die Dudenredaktion hat einen eigenen Podcast. Darin geht es kurz und informativ um die Besonder- und Eigenheiten der deutschen Sprache.
voicerepublic â Hier findet ihr jede Menge VortrĂ€ge zum Nachhören, u. a. auch von der Leipziger Buchmesse. Leider lĂ€sst die TonqualitĂ€t manchmal etwas zu WĂŒnschen ĂŒbrig, aber die Menge an Nachhörbarem ist dafĂŒr umso gröĂer.
Wenn Ihr weitere Literatur-Podcasts kennt, dann schreibt mir diese einfach als Kommentar unter diesen Beitrag oder als Direktnachricht.
NachttischlektĂŒre #12
Jochen Schmidt: »Zuckersand«
Verlag C.H.Beck 2017, 205 Seiten
Erster Satz:
Klara schrieb mir aus dem BĂŒro, daĂ ich nicht vergessen sollte, Karl die ZĂ€hne zu putzen, wir wĂŒrden es sonst irgendwann bereuen, und ich antwortete ihr, daĂ er seit einer halben Stunde «An-Aus» spielte, nachdem er minutenlang versucht hatte, mit einem Glasöffner ein Glas Obstmus aufzuschrauben, wĂ€hrend ich ihn ĂŒberzeugen wollte, sich von mir anziehen zu lassen, und daĂ wir sie ja nach der Arbeit von der Bahn abholen könnten.
Letzter Satz:
Weil ich nicht wuĂte, wohin damit, steckte ich mir den faden Möhrenkeks, den ich ihm eben hatte geben wollen, in den Mund und versuchte, meine TrĂ€nen zu unterdrĂŒcken.
Nachwirkung:
Sieht man von den ewig langen SĂ€tzen und den zum Teil den Lesefluss erheblich störenden und mindestens ebenso ewig langen (Wo ist eigentlich mein Kaffee?) Kommentaren in Klammern ab, und ĂŒbersieht man die mehr als zuckersĂŒĂen AusfĂŒhrungen (Verdammt, ich finde meinen Kaffee nicht! Vielleicht habe ich ihn auf dem Balkon stehen lassen.), dann bleiben immerhin wunderschöne Vignetten der KĂŒnstlerin Line Hoven ĂŒbrig.
NachttischlektĂŒre #11
Werner Heiduczek: »Mark Aurel oder ein Semster ZÀrtlichkeit«
Verlag Neues Leben 1972, 3. Auflage, 146 Seiten
Erster Satz:
Den Brief von Tolja lese ich immer wieder.
Letzter Satz:
Nach den Messeferien gehe ich wieder ins Institut.
Nachwirkung:
Mit dem Autor Werner Heiduczek habe ich bereits im Rahmen von zwei Buchprojekten zusammengearbeitet: »Das andere Gesicht« und der Essay-Band »Vom Glanz und Elend des Schreibens«.
Er hat nicht viele BĂŒcher geschrieben und noch weniger lĂ€sst er »noch immer gelten«. »Mark Aurel oder ein Semester ZĂ€rtlichkeit« gehört mit dazu. Auf mich hat es etwas unfertig gewirkt. Tagebuchartig, Sprung- und skizzenhaft. Immerhin wagt er etwas, was nur wenige mĂ€nnliche Autoren sich trauen: Er schreibt aus der Sicht einer Frau. Ob ihm das gelungen ist, kann ich nur schwer beurteilen â die (Schreib)-Stimme von Yana »klingt« zumindest weiblich. Was mich auch bei diesem Werk erfreut hat, sind die Illustrationen von Wolfgang WĂŒrfel. Sie unterstĂŒtzen den Text, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Wer in einem Antiquariat auf dieses BĂ€ndchen stöĂt, darf getrost zugreifen. Es ist eine kurzweilige LektĂŒre â und ein Gehemtipp fĂŒr angehende Chemiker*innen, denn: Die Protagonistin studiert Chemie.
Sich Fehler einzugestehen ist wichtig, weil man es immer besser machen kann. Manchmal bedeutet es einfach, die Schnauze zu halten und zu kapieren, dass der Moment gekommen ist, in dem ich besser jemand anderen sprechen oder schreiben lasse.
Sirka ElspaĂ: âIch will weniger höflich seinâ, 09.06.2017, missy-magazine.de
NachttischlektĂŒre #10
Ingmar Bergman: »Szenen einer Ehe« (in der Ăbersetzung von: Hans-Joachim Maass)
Verlag Volk und Welt 1976, 1. Auflage, 182 Seiten
Erster Satz:
Frau Palm fröhlich: Wir frangen immer mit einer Standardfrage an. Damit wir ĂŒber die erste NervositĂ€t hinwegkommen.
Letzter Satz:
Marianne: Gute Nacht.
Nachwirkung:
Filmszenarien gehören nicht gerade zu meiner alltĂ€glichen LektĂŒre. Auch dramatische Texte lese ich kaum â ich sehe ihnen lieber auf der BĂŒhne, im Fernsehen oder im Kino zu. Und so fĂ€llt es mir auch schwer, ĂŒber diesen Text und seine Wirkung etwas zu Bildschirm zu bringen. Am Anfang hat es mich an typische Screwball-Komödien der 80er erinnert. Beziehungen werden mal mehr, mal weniger tief analysiert und ad absurdum gefĂŒhrt. Es werden Szenen einer Ehe durchgespielt, gedanklich wie auch handgreiflich. Desillusion ist wohl das groĂe Wort, das ĂŒber allem prangt. Dennoch werde ich das GefĂŒhl nicht los, dass Ingmar Bergman mit diesem StĂŒck die Liebe nicht zum Teufel jagt, sondern versucht, sie vom Ballast unserer Hollywood-Romantik hervorzuholen.
Video-Tipp: Kreatives Schreiben
epubli und die Autorenschule Schreibhain haben in neun Videos einen konservativen aber ganz passablen Ăberblick ĂŒber wichtige Punkte im Schreibhandwerk geliefert.
Weitere Videos findet ihr unter folgenden Links:
2/9: ErzÀhlperspektiven
3/9: Dramaturgie und Roter Faden im Roman
4/9: Dialoge schreiben
5/9: Stil und Sprache, ErzÀhlstimme
6/9: Sinnliches ErzÀhlen
7/9: ErzÀhlte Zeit und ErzÀhlzeit
8/9: Von der Biographie zur Fiktion
Die letzte Folge habe ich nicht mit aufgefĂŒhrt, da es darin nicht mehr ums Schreiben, sondern ums Veröffentlichen ĂŒber die Firma epubli geht.
Viel SpaĂ beim Schauen und Dagegenanschreiben.
»Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer«
âgefunden an einer Wand in der Zweinaundorfer StraĂe in Leipzig. Es stammt aus dem Gedicht »GesĂ€nge« von Gottfried Benn.
GesÀnge
I     O dass wir unsere Ururahnen wĂ€ren. Ein KlĂŒmpchen Schleim in einem warmen Moor. Leben und Tod, Befruchten und GebĂ€ren glitte aus unseren stummen SĂ€ften vor. Ein Algenblatt oder ein DĂŒnenhĂŒgel, vom Wind Geformtes und nach unten schwer. Schon ein Libellenkopf, ein MöwenflĂŒgel wĂ€re zu weit und litte schon zu sehr. II     VerĂ€chtlich sind die Liebenden, die Spötter, alles Verzweifeln, Sehnsucht, und wer hofft. Wir sind so schmerzliche durchseuchte Götter und dennoch denken wir des Gottes oft. Die weiche Bucht. Die dunklen WĂ€ldertrĂ€ume. Die Sterne, schneeballblĂŒtengross und schwer. Die Panther springen lautlos durch die BĂ€ume. Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer -
Lesen, Schreiben, Zuhören â Literatur-Podcasts
Vielleicht habe ich es schon einmal erwĂ€hnt: Ich liebe Podcasts. Sie versorgen mich regelmĂ€Ăig mit neuen Informationen aus der Welt der BĂŒcher und sind zudem jederzeit und ĂŒberall abrufbar. Welche Podcasts meines Erachtens fĂŒr Autoren, Lektoren und LeselĂŒsterne lohnenswert sind, erfahrt Ihr in der folgenden Liste. Viel SpaĂ beim Nachhören!
Rund ums Schreiben und Publizieren
Suche & Ordnung â Der von mir heiĂgeliebte Internet-Radio-Sender detektor.fm nimmt sich endlich auch des Literaturbetriebs an.
PapiergeflĂŒster â Autor Oliver Plaschka und BuchhĂ€ndlerin Simone Dalbert sprechen lockerflockig ĂŒber den Buchhandel, eBooks und neue Entwicklungen im Literaturbetrieb.
Vom Schreiben leben â Die Autorin Annika BĂŒhnemann bespricht die alltĂ€glichen TĂŒcken des Schreibens und Publizierens.
Der Selfpublisher Podcast â Henri Apell spricht in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden mit Selfpublishern, Dienstleistern und Buchmarktexperten ĂŒber die neuesten Entwicklungen auf dem Selfpublishermarkt.
Die SchreibDilettanten â Hier reden sich zwei Autoren um Kopf und Kragen: Marcus Johanus und Axel Hollmann diskutieren Woche fĂŒr Woche leicht chaotisch und dennoch interessant rund um das Thema Schreiben.
BuchgeflĂŒster â Die Autorin Kerstin Rachfahl bespricht eigene Werke, Themen rund ums Schreiben und Publizieren und unterhĂ€lt sich mit anderen Autoren.
BĂŒchergefahr â Gerade erst entdeckt und schon hier aufgenommen. »BĂŒchergefahr« greift in kurzen Folgen aktuelle Diskussionen aus dem Literaturbetrieb auf.
Dein Buch mit Tom Oberbichler â Tom Oberbichler trifft in seinem Podcast Experten und Sturmerprobte aus den Bereichen Selfpublishing und Marketing â dabei gehts ans Eingemachte. Empfehlenswert fĂŒr alle, die das Schreiben nicht »nur« als Berufung, sondern auch als Beruf sehen.
Das Neueste vom Neuen â ĂŒber aktuelle Bucherscheinungen
Thomasius-Club â Ein Mal im Monat sitzt ein Autor aus dem kulturwissenschaftlichen Bereich auf der BĂŒhne des Thomasius-Club und wird charmant in die Zange genommen.
Die Literaturagenten â Unterhaltsame und frische BĂŒchersendung auf Radio Eins. Es gibt Interviews, Buchbesprechungen und Veranstaltungstipps.
Dradio-BĂŒchermarkt | NDR Kultur Neue BĂŒcher | SWR2Â BĂŒcher | Diwan â Interviews, Rezensionen, Diskussionsrunden, BĂŒcher, BĂŒcher und nochmals BĂŒcher. Dank dieser drei Podcast-Feeds seid Ihr immer auf dem Laufenden.
LiteraturgesprÀche wie von nebenan
In trockenen BĂŒchern â Autorin Alexandra Tobor fasst in knapp 20 Minuten scheinbar trockene SachbĂŒcher zu Themenbereichen wie »VergĂ€nglichkeit«, »MĂ€nner« und »Scham« knackig und unterhaltsam zusammen.
Mein Freund der Baum â Andreas Baum und Andrea Frey besprechen angenehm locker und in einer fast schon intimen AtmosphĂ€re aktuelle Literatur und Klassiker. War »Die Buchhaltung« (dieser Podcast existiert leider nicht mehr) die WG-KĂŒche unter den Literaturpodcasts, so ist »Mein Freund der Baum« sicherlich der Wohnzimmertisch mit Couchgarnitur an einem regnerischen Abend.
Tsundoku â Lockere GesprĂ€che, interessante Rezensionen, lose Folgen. Andrea Diener macht, was ihr SpaĂ macht, und das hört man auch.
AuĂer der Reihe
Litradio.net â Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Litradio ist zwar kein Podcast im klassischen Sinne, aber eine Fundgrube an Lesungen und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur.
Zeitreise â Schriftsteller im GesprĂ€ch â Leider nicht mehr fortgefĂŒhrt, ist dieser Podcast dennoch eine wahre Schatzkiste, in der Ihr zahlreiche Interviews mit bekannten Autoren aus dem deutschsprachigen Raum finden könnt.
Duden.de â Ja, auch die Dudenredaktion hat einen eigenen Podcast. Darin geht es kurz und informativ um die Besonder- und Eigenheiten der deutschen Sprache.
Wenn Ihr weitere Literatur-Podcasts kennt, dann schreibt mir diese einfach als Kommentar unter diesen Beitrag oder als Direktnachricht.
Immer wieder gern gehört: Meine Lieblings-Podcasts rund um Literatur.
Neu mit dabei: der Thomasius-Club und die Reihe »Suche & Ordnung« von detektor.fm.
Viel Spaà beim Hören.
»WER HAT LUST AM WOCHEN- ENDE AN EINEN SCHĂNEN ORT ZU GEHEN, UM SMARTPHONES ANZUGUCKEN?«
âgefunden an einer Wand in der KönneritzstraĂe in Leipzig. Leider fehlt hier ein Komma. WeiĂ jemand, wo?
future?publish
Ja, ich war auf der future!publish in Berlin. Wie ich dahingekommen bin? Mit dem Zug und einer gewonnenen Eintrittskarte.
Eines vorneweg: Die Zukunft hat sich nicht in allen VortrÀgen blicken lassen und wiedermal waren die PausengesprÀche (fast) das Beste. Ich habe mich mit vielen Kollegen ausgetauscht, neue kennengelernt und alte Kontakte aufgefrischt. Und wo steckt nun the Future im Publishing?
Stephan Porombka hat in seiner Keynote am ersten Tag etwas gesagt, das mir zunĂ€chst etwas seltsam erschien: Wir sollen Ăffentlichkeit gestalten. Hmmmm, gut, habe ich mir gedacht und im Programmheft geblĂ€ttert.
Als dann u.a auch Johannes Ulrich Schneider, Leiter der Leipziger UniversitĂ€tsbibliothek, die Frage nach der Schaffung von Ăffentlichkeit in einer Diskussionsrunde gestellt hatte, kam ich ins Stutzen: Ist die Frage nach der Form literarischer oder anderer Gattungen von Texten ĂŒberhaupt die Frage nach der Zukunft des Publizierens? Ist sie selbst nicht schon lĂ€ngst ĂŒberholt? Sollten wir von dieser nicht endlich Abstand gewinnen und weiter denken?
Nichts ist so altbacken und rĂŒckwĂ€rtsgewandt wie die Frage nach dem Format von Texten. Analog, digital, crossmedial. Dieser Streit macht keinesfalls the Future im Publishing aus. Der Leser hat sich schon entschieden â fĂŒr alle Formen. Und er bzw. sie unterhĂ€lt sich ĂŒber Inhalte in Bibliotheken, BuchlĂ€den, bei Lesungen. Diese Ăffentlichkeit ist ein gestaltbarer Raum.
Und da haben wir sie wieder: Die Aufgabe, die Stephan Porombka am ersten Tag uns Textschaffenden entgegengeworfen hat: die Gestaltung von Ăffentlichkeit â DIE Aufgabe, der sich Verlage und Bibliotheken stellen sollten.
Veröffentlichen kann jeder, Ăffentlichkeit gestalten eben nicht. Auf diese Rolle könnten/sollten sich Verlage und Bibliotheken und BuchlĂ€den besinnen. Zugegeben: Auch das ist nichts Neues, aber eben etwas, was immer mehr in Vergessenheit geraten ist.
Gestalten wir Text, gestalten wir Ăffentlichkeit.
future
âgefunden auf der Facebook-Profilseite von mikrotext.
Wenn man ein Manuskript bekommt, ist es wie in der Liebe, wie bei einer Begegnung. Manchmal ist es die Liebe auf den ersten Blick. Manchmal nicht. Und wenn es gut lÀuft, sagt man: okay. Das passt, da machen wir weiter.
Andreas Rötzer (Verlag Matthes & Seitz Berlin) auf die Frage: âBei der Entscheidung, ob ein Titel ins jeweilige Programm passt â worauf kommt es da an?â Das ganze Interview gibt es auf boersenblatt.net