Angefasst
Und da ist es wieder Eine Erinnerung Das zurück zucken in der Zeit Und ich weiß, dies ist der Augenblick In dem ich es aufschreiben muss
Es sind traurige Statistiken Und das Thema kommt immer häufiger zur Ansprache Es muss Aber es tut weh
In meinem engeren Freundeskreis zähle ich fünf Frauen, mich eingeschlossen. Von drei von ihnen weiß ich, dass sie mehr als einmal so angefasst wurden, dass es sie abstieß, gegen ihren Willen ohne vorher eine Erlaubnis gegeben zu haben. Bei zwei führte es zu Schlafstörungen, zu Gedanken, die einen verfolgten und auch das zukünftige und gegenwärtige Sexualleben nachhaltig veränderten. Ich möchte nicht wissen, wie vielen Frauen ich täglich in die Augen schaue, die wissen, wie es sich anfühlt Wenn ein Nein einfach überhört wird Und Hände, Lippen sich an Stellen drängen, wo man sie nicht haben will
Ein Mädchen hat vorhin diesen Eintrag von mir favorisiert. “Kann mir bitte jemand sagen, dass er mich gern hat? Ich fühle mich kalt.” Erst wusste ich nicht, warum ich das damals schrieb. Dann lese ich die hashtags. Dann sehe ich das Datum. Zwei ein halb Jahre her. Aber ich weiß es sofort.
Das ist etwas, das universell verstanden werden muss: Selbst ein geflüstertes Nein zählt wie ein schrei. Selbst Hände wegschieben wenn dabei gelächelt wird, zählt immer noch als Hände weg schieben
Ich habe so viel Hoffnung in kommende Generationen Dass sowas weniger wird Dass man vielleicht irgendwann keine Angst mehr haben braucht. Aber bis dahin.. Erhebt eure Stimme. Jedes Nein zählt.












