Seinen zweiteiligen Artikel in der Bahamas (Nr. 47/48) empfand ich als recht prägend für mich, weil dort einige entscheidende Fragen gebündelt behandelt wurden (und im Gegensatz zum zusammengekürzten Jungle World-Artikel in angemessener Ausführlichkeit). Ich habe noch viel von ihm zu lesen und hatte gehofft, dass sich - wenigstens in der Sans Phrase - zukünftig noch einiges mehr ansammelt. Im Januar wird noch ein Buch von ihm erscheinen.
“Im Kapitalismus ist es der Wert, der Vergesellschaftung jenseits von Ausbeutung und Herrschaft zwar verspricht, dieses im Zwang zur Arbeit aber sofort wieder dementiert. In allen anderen bisherigen Gesellschaften war es allein die unmittelbare Angst vor dem Aggressor, die die Beziehungen der Menschen regelte. Klar, was es bezweckt, wenn die Werbung und die Kulturindustrie an Sicherheit, Geborgenheit, Gefühl, Liebe und all den Kram appellieren, der angeblich eine Vermittlung jenseits des Werts und der Warenförmigkeit leisten soll. Aufgabe der Kulturindustrie, aber auch der Religion unter kapitalistischen Bedingungen, ist es, das Individuum, das in den Tauschbeziehungen die Möglichkeit von Freiheit erfährt, wieder in seine alten Ängste zurückzuholen und so in seine Vergangenheit zurückzustoßen, damit er weiterhin seine Arbeitskraft zu verkaufen gezwungen ist. Erinnert sei hier nur daran, daß die Familie die Ur- und Keimform eines jeden Rackets ist. In diesen Rackets organisiert sich der Zwang, der die Freiheit und Gleichheit auf den Märkten dementiert. Aufgabe des Kommunisten ist es, sich aus all diesen Fallen zu lösen. Wahrhaft keine einfache Sache.”