Sant Salvador chapel in the small town of Margalef (Camp de Tarragona, Catalonia). It's unknown how old the church originally was, some say it's from the 16th century while others say it must be much older being built at the same time as the cave hermit house nearby. However, the original building was burned down in 1936, during the Spanish Civil War. It was rebuilt after this, and now its bell is made of remains of the artillery from the war.
Photo by Christine Ferro. Info from Inventari del Patrimoni Arquitectònic de Catalunya and Espais de memòria UAB.
Ursprünglich hatte ich mir überlegt, einen Stopp in Siurana einzulegen. Siurana liegt auf einer Art Felsriff in mitten eines tollen Klettergebietes. Leider ist der Campingplatz und der Weg dort hin für unser Gespann zu klein und daher nicht erreichbar. Von Seraina und Ute hatten wir in Albarracín jeweils den Tipp bekommen, doch lieber nach Margalef zu fahren. Ebenfalls ein sehr bekanntes Klettergebiet in der gleichen Region, wobei mit deutlich mehr Schatten und für Kinder weniger gefährlichen Wandfüßen. Wir fuhren also nach Margalef, was sich als gute Wahl herausstellte.
Bei Abfahrt in Albarracín wurden wir ja mit golfballgroßen Hagelkörnern verabschiedet; bei Ankunft in Margalef ging ein sintflutartiger Regen nieder, den es so seit Monaten wohl nicht mehr gab. Das bestätigte uns jedenfalls die Ulmer Familie, die schon seit zwei Monaten auf dem Platz in Margalef stand. Dieser Platz, ist kein richtiger Campingplatz, sondern eher ein großer geschotterter Parkplatz mit Sanitärhäuschen, Waschplatz, Grauwasserentsorgung und einer kleinen Bar. Was es dort nicht gibt, ist Strom. Wir sind mit unserem Wohnanhänger nicht autark. Das heißt, wir können nur sehr eingeschränkt ohne externe Stromversorgung stehen. Da wir keine extra große Batterie für solch einen Fall haben, galt es nun, Strom zu sparen wo es nur ging. Wir verzichteten auf alle Verbraucher, die nicht unbedingt notwendig sind und wollten sehen, wie lange wir mit unserer Batterie hinkommen. Das sollte unsere Aufenthaltszeit definieren. Der Kühlschrank kann mit Gas betrieben werden und verbraucht so keinen Strom. Gas haben wir noch genug, da wir die große Flasche aus Portugal bisher noch nicht anschließen mussten. Es blieben als einzige Verbraucher die elektrischen Wasserpumpen für die Toilette und die Waschbecken. Auch die kann man ersetzen, indem man das Wasser einfach aus Flaschen und Kanistern nimmt. Anfangs rechneten wir damit, mit der Batterie nur etwa 4 Tage hinzukommen. Im Ergebnis unserer Sparmaßnahmen stellten wir allerdings fest, dass wir auch nahezu ohne Strom auskommen. Lediglich die Smartphones mussten wir laden, was auch gut bei den kurzen Autofahrten, oder im Sanitärhäuschen ging.
Der Ort Margalef liegt an den Berghang gebaut, ist recht klein und bietet trotzdem alles was man braucht. Einen kleinen Supermarkt, ein Restaurant und ein Schwimmbad. Der Supermarkt wird von einer sehr netten Frau betrieben, die einfach liebt, was sie macht. Sie spricht ganz gut Englisch, sodass wir einiges an zusätzlichen Infos in Erfahrung bringen konnten. Im Sortiment hat sie sicher eher nur die notwendigen Dinge, weil der Platz im Laden einfach nicht mehr hergibt und weil die Nachfrage bei vielen Dingen einfach nicht groß genug ist. So müsste sie bei wenig nachgefragten Produkten am Ende zu viel wegwerfen, was wir gut verstehen konnten. Auf Mozzarella mussten wir also verzichten. 😉 Das Einkaufen im Laden war, wie man es von einem Dorf so kennt. Dort trifft sich das ganze Dorf und Neuigkeiten werden ausgetauscht. Für Theo war es ein riesen Spaß. Gerade erst mit dem Laufen angefangen, wackelte er durch die zwei Gänge und feixte wie immer. Das sorgte bei allen im Laden für gute Laune und wir kamen sofort mit allen ins Gespräch. Theo bekam Luftballons geschenkt und ein älterer Herr zeigte uns Bilder seines Enkelkindes im gleichen Alter. Wir waren einfach begeistert von der offenen und freundlichen Art der Spanier, wie wir es schon in Olvera kennengelernt hatten. Wir fühlten und mittendrin in der Dorfgemeinschaft.
Ebenso war es bei den Schwimmbadbesuchen. Was macht man in einem verschlafenen Ort wie Margalef, wenn man kein Kletterer ist und eine Hitzewelle über das Land rollt? Man geht ins Schwimmbad. Wir waren überrascht und genauso auch froh, dass es ein Schwimmbad gibt. Der Eintritt für einen Erwachsenen sind 3 €. Das ist auch der Preis für eine Duschmarke am Stellplatz. Folglich geht man natürlich zum Duschen ins Schwimmbad. 😉 Das liegt auch nur 500 m vom Stellplatz entfernt, die wir aufgrund der hohen Temperaturen und der kräftigen Sonne mit dem Fahrrad zurücklegten. Im Schwimmbad selbst ging es sehr beschaulich zu. Man trifft natürlich die gleichen Leute, wie im Ort und ist sofort wieder mittendrin. Bei unserem ersten Besuch waren wir bei den ersten Gästen und haben uns scheinbar mitten in die Stammplätze eines Teils der Dorfgemeinschaft gelegt. Stück für Stück wurden wir jedenfalls von anderen Gästen „umzingelt“, die ihre Liegen direkt neben uns aufstellten. Theo winkte den anderen Gästen wie immer fröhlich zu und ließ sich sogar dazu bewegen, zu ihnen rüber zu gehen. Das Eis war gebrochen. In den nächsten Tagen waren wir auch ein Bisschen die Attraktion für alle anderen. Das wir kein/kaum Spanisch reden können war dabei kein Problem. Mit Händen und Füßen ging das und machte auch noch Spaß. Wie vieles in Spanien macht auch das Schwimmbad eine Mittagspause. Die ging von 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr. Es packen also alle ihre Sachen, gehen nach Hause was essen und kommen dann im Laufe des Nachmittags wieder zurück. Auch daran haben wir uns schnell gewöhnt. Das Kinderbecken des Schwimmbades muss auch kurz erwähnt werden. In Deutschland hätte das sicher keine Zulassung bekommen. Etwa einen halben Meter tief, mit einem spielzeugfressenden Strudel in der Mitte. Die Pumpe hat so einen Sog entwickelt, dass sich wirklich ein großer Strudel in der Mitte des Beckens bildet und das Wasserspielzeug einzieht. Da die Fliesen nicht ganz fachmännisch repariert wurden, müssen Kinder im Becken Badeschuhe anziehen. So geht es halt auch, muss ich als perfektionistischer Deutscher einsehen.
Das Restaurant im Ort ist der Treffpunkt für die Kletterer in der Hauptsaison. Signierte Bilder vieler namhafter Kletterer zieren die Wände. Eine richtige Karte gibt es nicht, sondern man stellt sich einfach einen Teller aus den angebotenen Dingen zusammen: „plata combinata“. Für Theo, aber auch ein Bisschen für uns, war es ein Highlight, dass ein Traktor vor der Tür hielt und frische Kartoffeln gebracht wurden. Das Essen und das kalte Bier schmeckten hervorragend. Theo durfte von den leckeren, selbstgemachten Pommes essen und sauste fröhlich um die Tische. Auch hier waren wieder alle Leute super freundlich und kontaktfreudig. Wir fühlten uns pudelwohl.
Am Stellplatz gab es die für uns schlimmsten Blutsauger, denen wir bisher auf unserer Reise begegnet sind. Kleine, fast durchsichtige, fliegenartige Biester. Man merkt nicht wie sie landen und sieht sie auch nicht richtig. Wir waren alle total zerstochen. Nur Fine ist es mal gelungen, eine von ihnen zu erwischen. Kein Vergleich zu den Mücken in Portugal. Eine weitere, für uns Margalef-typische Geschichte war dann, dass im Schwimmbad jemand den zerstochenen Theo sah und uns einen Tipp zu einer Bodylotion gab, die die Biester nicht mögen. Er brachte uns am Nachmittag eine Flasche dieser Bodylotion mit und wir konnten uns tatsächlich etwas besser schützen.
Wir waren natürlich nicht die gesamte Zeit allein auf dem Platz in Margalef. Anfangs war die Ulmer Familie noch mit da, die aber vor der Hitzewelle ans Mittelmeer geflohen ist. Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes kamen zwei junge Kerle mit großen Rucksäcken und Zelten an. Sie sahen unsere Dresdner Kennzeichen und outeten sich als Pirnaer. Jonathan und Robert hatten gerade ihr Abi abgeschlossen und wollten mit einem weiteren Freund in Margalef klettern. Der ist leider krank geworden und so kamen sie noch zu zweit. Bei ihrer Planung ihrer Reise waren sie jugendlich naiv, haben es aber trotzdem irgendwie bis nach Margalef geschafft. Sie waren nach Barcelona geflogen und wollten mit Zug und Bus nach Margalef. Dahin fährt aber nur einmal täglich ein Bus und den hatten sie verpasst. Trampen hilft und sie kamen doch noch wie geplant an. Nur hatten sie kein Mietauto um ins Klettergebiet zu fahren. Genau wie wir hatten sie nicht erwartet, dass bei den Temperaturen niemand in Margalef klettern geht. Wir haben sie dann meist mitgenommen, sodass auch das für sie irgendwie passte. Einziger Nachteil, sie mussten in die Sektoren fahren, wo wir klettern wollten und mussten sich nach unserem Zeitplan richten.
Hier könnt ihr noch mehr zum Klettern in Margalef lesen.
Auf dem Platz gab es hin und wieder andere, die für ein bis zwei Nächte blieben. Besonders in Erinnerung sind uns drei spanische Mädels geblieben, die so ganz und gar nicht nach Camping aussahen. Sie wirkten eher, als wollen sie abends im Ort noch die Bar unsicher machen. Mit ihnen im Auto waren 3 große Hunde und ihr ganzes Gepäck mitgereist. Wie das gepasst haben soll, ist uns nicht klar. Beim Zelte aufbauen waren sie sichtlich überfordert. Sie wussten nicht einmal, wo man die Zeltstangen im Unterboden einhängt. Als ich es ihnen erklärte sah ich, dass die Enden der Zeltstangen mit altem Dreck verstopft waren. Die Person, von der sie ihre 3 Zelte geliehen hatten, hatte scheinbar auch keine Ahnung, wie man ein Zelt aufbaut. Mit dem Hammer, den ich ihnen brachte, bekamen sie die Heringe wenigstens in den harten Boden. Irgendwann hatten sie es geschafft und die Zelte standen.
Am Ende war es die Hitze und auch ein Bisschen unser Zeitplan, die uns nach 10 Tagen zur Weiterfahrt bewegten. Auf dem Schotterplatz gibt es kaum Schatten und der Wohnanhänger heizt sich so über den Tag unheimlich auf. Ihn bis zu Theos Schlafenszeit herunter zu kühlen war einfach nicht möglich. So hatte es gegen 21 Uhr im Anhänger teilweise noch bis zu 30 Grad. Theo zum Einschlafen zu bringen ging nur im Fahrradanhänger und zog sich meist bis 22 Uhr hin. Es war einfach logisch, in die kühleren Pyrenäen aufzubrechen und uns auf den Weg ins nächste Bouldergebiet nach Targasonne zu machen.
Margalef hat uns vor allem wegen den Menschen gefallen. Wir können uns sehr gut vorstellen, mal zur richtigen Klettersaison, also wenn viele Kletterer da sind und die Temperaturen passen, noch einmal vorbeizuschauen. Hoffentlich ist es dann noch genauso familiär, wie wir es kennenlernen durften.
Rock climbing in Margalef Spain (all in Espadelles)
La homiga atomica 6a+ got quite pumped on this for a warm up!
Ni pa te 6b was a really nice climb and actually felt easier than the 6a+ strangely
Kagaito sakapoko 6c+ rested on second and third bolt trying to find the more positive pockets. Would be a nice one to go back and try again although I was pretty pumped on it so not sure if I would be strong enough just yet
Guirlache 6c I went directly through the roof / slightly left at the top and made it so much harder for myself! Only just made it to the belay chain without falling off! Fred tried it and went right over the roof and seemed to find it way easier than me!
Gest d’inocencia 6b+ the start was quite bouldery but positive holds and enjoyable. The top goes diagonal left which somehow makes the bolts feel further apart so a good climb for the head as a warm up!
Tastavins 6b+ a tricky start so it was nice to use a clipstick for the first bolt as you yard up on a small pocket from a pile of rocks on the ground that are awkwardly balanced. The rest of the climb is really fun. You go up this where there are cracks and tufa like features but also smooth looking flow stone. The overhang is good fun and the holds are all there out on the right
Sobredosis de rocaina 6c I climbed the route fine until the overhang and then found it quite reachy and pumpy! Fred found it ok so I decided to give it another go as I had to rest but when I tried it again it made no difference! A hard route for me to crack without getting too pumped and falling mid way up!
Que pasa neng 7a onsighted this one! Think it’s a soft 7a but it’s super fun, overhanging but positive at the bottom and thin and technical at the top.
Memoria histerica 6b this was a nice climb, fairly simple and not as interesting as the 6b+ next to it though. Decent warm up.
Repos actiu 6c+ the first time I tried it I found it super pumpy as I didn’t know the moves. I put the clips in and tried it again having figured out the moves and cruised it which felt nice
Dulce Bella 7a phew! I took 3 massive falls on this. I found the top section really hard after the two holes. I had to come down and let Fred try it as I couldn’t finish it. I tried it again on top rope after Fred had done it but I was really tired and still found the top half really tricky. The last moves to get to the chain are so horrible I don’t think I would try and Redpoint the route. Simply because you have to go direct up and then somehow step right to grab the chain which I would find incredibly hard after the entire pumpy route! Such a beautiful line but one I need to be stronger for and the bolts are a bit run out at the top so having taken those 3 massive falls it was a bit mentally exhausting too!
Punt x 6b+ had a really hard crux in the middle where both Fred and I came off with our hands in the wrong position. Neither interesting or a good warm up!
Punto de gravedad cero 6c the start was quite delicate and strong fingers are required but overall it’s a great climb with some hand jamming and laybacks further up! After the start it’s fairly relaxed climbing for the grade
Beta de boira 7a I love this climb and it was soft for the grade. The first two bolts were tricky as it was hard pulling onto the wall but after that all the handholds were there and there were plenty of rests. The corner up top was great for bridging which meant less pump! Onsight for both Fred and I.
Franja de ponent 7a a really hard pull onto the wall to start on the first move. Reading the route ahead of time helped as I knew when to go left and where all the good holds were on the pumpy first section. Lots of rests again and the top section had surprisingly large holds for a 7a. Onsight for both Fred and I.
Te lo juro por mi iPhone 6b had a thin start that felt extremely hard for a 6b, I think Fred and I both pulled on the quickdraw!
Redue! Me faras consomi 6b+ had a thin start and then a pumpy move left through the break
Mi Tito Hirrou 6b nice warm up. Small ish holds but all positive and no crux move
La Ruta de Unai 6b+ another nice warm up. Similar to its neighbour.
Stratochalster 7a this felt like a real 7a! The start had a really bouldery strong move which both Fred and I struggled on although I was able to get my foot higher which helped a little bit but I couldn’t really do it! Then after the break over the overhang was steep on un positive holds! I was wrecked trying the moves and had to pull on the quick draw even though Fred marked some holds for me. Then at the top all of a sudden it got run out! I liked the variety of the route but it was certainly one I would need to work a lot or get stronger for!
Aixo no es pot resistir a chilled warm up with some nice moves. Quite nice to start on this wall in the morning as it gets the sun and then move over to the opposite main wall in the afternoon
Setareh 6c lots of jugs and a little overhanging. An easy one to onsight and got a little pump on.
Abanibi 6c this was a little more tricky to figure out the moves. It was less pumpy as you get the corner to bridge out on but it took me longer to figure out whether to go on the arete lower down and then whether to stick right in the corner higher up or not. But an onsight without pump which is a little more technical is nice.
Overbooking 6c not quite as nice a route as it’s neighbours. It’s not as visited therefore the holds are hard to find. The holds are small and sharp at the beginning so it gives the route a bit of a punchy start. I warmed up on it so had a couple of rests but then left the quick draws in and gave it another go after and it was fine.
Supermana 6c technical start followed by a juggy (for vertical) end. I didn’t onsight the beginning as I tried to go straight up rather then slightly right in the crux. I didn’t bother doing it again as wanted to climb some others
Ller crack 6c+ felt easier than its neighbour guirlache!
On our rest days we went to playa larga and Tarragona which were both really nice
Iker Pou ha encadenado en Margalef "Artaburu", la ruta más dura que ha encadenado hasta el momento. Prefiere no graduarla: "A mi la vía me ha costado mucho; infinitamente más que mis 9a+ anteriores, pero no tengo referencia con vías que estén por encima de este grado, con lo que prefiero que sea el consenso de las repeticiones futuras las que le acaben de fijar un grado concreto".
Después de pasar unos días en #margalef para #escalar y reponer fuerzas en #cacalbet 📷 #casaruralcacalbet #cacalbetmargalef Manuel&Michele de vuelta a la #italia 🇮🇹, nos vemos pronto 👍😉🍽 (en Margalef, Cataluna, Spain)
#ciclistes de #holanda🇳🇱 y de #belgica🇧🇪 pasando por #cacalbet #margalefcacalbet #margalef #montsant hacia #montblanc buen viaje !!!!! 🚴♂️🚴♀️🏡 (en Margalef Ca Calbet casa rural)