Was in der Zwischenzeit passierte
Vier Wochen Sommerpause und trotzdem tat sich was.
Eine kurze Zusammenfassung über die letzten popkulturellen Entwicklungen in Regensburg:
Cat Stash sind auf dem Soundtrack des Kinofilms “About a Girl”. Zur Premiere spielte die Band ein Konzert im Regina Kino. Auch die SZ ist inzwischen auf die Band aus Regensburg/Kelheim aufmerksam geworden.
Der Song im Film? “Confidence” - da gibt es auch gleich ein neues Video zu:
Einen neuen Song hat auch der Regensburger Schlagerpopper Eisenhauer. Der heißt “1 Million” und gefiel wohl auch den Menschen, die sich am Sonntagvormittag lieber im ZDF-Fernsehgarten statt im Bett aufhalten:
Singer-Songwriter Mathias Kellner geht da lieber ins Bushäusl. Genau dort hat er sein neues Video aufgenommen. Der Song heißt passenderweise dann halt auch so.
Noch nicht ganz beim Video ist das Country-Noir-Duo Diamond Dogs angekommen. Die verbringen ihre Zeit gerade noch im Studio. Dort nehmen sie ihr zweites Album auf.
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Die Songs sind im Kasten! Merci an unseren schönen Producer Fifty PerCent! ;-)
Posted by Diamond Dogs on Donnerstag, 13. August 2015
Grundsätzlich immer im Studio ist ja Johannes Molz. Der Produzent und Musiker stand dieses Mal aber endlich auch mal vor dem Mischpult (gleichzeitig aber auch dahinter). Sein Solo-Debüt heißt “null”. Und weil er den Bogen gleich ein wenig weiterspannen wollte, kam zur Musik gleich auch noch ein wunderbares, autobiografisches Büchlein heraus. Das liest sich wirklich fabelhaft (ich habe es im Urlaub gelesen) und handelt zum großen Teil von Bergen und den Weg hinauf und herunter. Eine Lebens(-Kurz-)Geschichte, die wirklich großartig geschrieben ist. Die CD von “null” konnte ich leider noch nicht hören. Ich ziehe gerade um und habe den CD-Player noch nicht aus dem Karton gefischt. Review kommt noch. Versprochen.
Johannes Molz hat sich mit “null” übrigens auch für ein Konzert in der Heimat angekündigt. Ja, dort dürfen offensichtlich nun doch (mal) wieder Konzerte stattfinden. Ab Oktober findet in der Musikbar an Mittwochen eine neue Regionalband-Konzertreihe statt. Im Zusammenarbeit mit der Sparkasse soll es dann auch Liveaufnahmen und -Videos von den Konzerten geben. Das kündigt Betreiber Tobias Maier in der (geschlossenen) Facebook-Gruppe “Homegrown” an.
Und wo ich das gerade auf der Heimat-Facebook-Seite entdecke: Die Emo-Poprocker Looking for Alaska haben auch ein neues Video. Das hier:
Außerdem: Es gibt wohl so etwas wie ein neues Label oder besser: Musiker-Netzwerk in Regensburg. Unter dem Namen “Ghost Town Noize” wollen sich künftig Bands, wie Containerhead, Johnny Firebird, SickSickSick, die Diamond Dogs oder The Wulffs besser vermarkten. Da soll noch einiges kommen, wenn es denn spruchreif ist. Ein neues Containerheld-Album ist nur der Anfang.
Als gäbe es nicht schon genügend Bandwettbewerbe auf dieser Welt, gibt es jetzt auch noch einen Strassenmusiker-Wettbewerb in Regensburg. Der soll am 30. September bei der “Sternschnuppernnacht” (sic!) über die Bühne gehen. Nicht auf der Straße, sondern in der Alten Mälzerei.
Zu guter Letzt: Bayerns Altrocker regen sich über Bayern 3 auf. Der Radio-Sender hat nämlich die Altrocker-Sendung “Nightlife” aus dem Programm gekickt und bringt stattdessen nun nachts eine Sendung in Kooperation mit dem BR-Jugendsender Puls statt immerzu den Rock von anno dunnemals. Grund: Puls soll dem BR auch endlich ein paar junge Hörer bringen. Deshalb setzt man auf ein ähnliches Musikprogramm, wie BBC Radio 1 in England: Newcomer, angesagte, neue Sounds, auch gerne und vorrangig aus dem eigenen (Bundes-)Land. Ein paar bayerische Bands regen sich da vehement drüber auf, wie zum Beispiel die Chamer Bluesrocker 3 Dayz Whizkey, aber auch die AC/DC Revival Band, Sacco & Mancetti und Kellner aus Regensburg (letzterer nahm lustigerweise auch an der Puls-Sendung “Startrampe” teil und durfte dafür - Puls hieß da noch ON3 - auch einen eigenen Videoclip für die Sendung drehen).
“Wir sind gegen den Einheitsbrei aus Wiederholungsschleifen und Comedy. Wir sind für mehr Vielfalt und Förderung regionaler Rockmusiker, die sich im neuen Format ,Puls’ nicht mehr finden werden, da dies hauptsächlich auf eine pop-affine Zielgruppe unter 20 Jahren zugeschnitten ist“, meint Nightlife-Defenders-Initiator Tilo George Copperfield im MZ-Interview und nahm mit seinen Mitstreitern gleich auch einen Protestsong auf. Ob das lokale Regensburger Bands, wie Polar Bird, die Demographics, Cat Stash, die Tribe of Jizu oder Dress, die allesamt regelmäßig im Puls-Programm laufen, ähnlich sehen, sei dahingestellt.
Den Altrocker-Protest der Nightlife Defenders gibt es jedenfalls hier zu hören: