"Eines Tages habe ich etwas gefunden, an dem Fliegen hingen wie Pfefferkörner, ein Fischmaul, aus dem hinten das Rückgrat rausragte, ein ordentliches Stück Fleisch, braun vor lauter Masala, lag auf einem Reisbett, die Überreste von irgendeinem Abendessen. Ich habe mit meinem Festmahl begonnen, da hörte ich ein Knurren. Der Fisch war zu lecker, um ihn herzugeben. Ich hab daran festgehalten, als sie näher kam, die Lippen hochgezogen. dass diese üblen gelben Zähne zu sehen waren. Sie legte wieder mit diesem Grrrr-Getue los. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kochte es da in mir über. Ich bin auf allen vieren auf sie zugestürzt, schnappte nach ihr, knurrte lauter als sie, die Warnung eines verzweifelten Tieres, das vor nichts zurückschreckt. [...]
Sie war genauso dünn wie ich, das Fell spannte sich über den Rippen. Aus einer rosa Wunde auf der Nase sickerte irgendeine durchsichtige Schmiere. Ganz siegesgeschwollen war ich, dann hat sie mir plötzlich leid getan. Ich hab gegessen, bin dann abgezogen, hab ihr ein Zeichen gegeben, sie soll näherkommen. "Friss!" Sie leckte sich das Maul, hat so heftig mit dem Schwanz gewedelt, dass der ganze Rücken wackelte. Junge, was für ein Hund."
Menschliches und tierisches Verhalten ist bei Indra Sinah ununterscheidbar geworden.












