Willkommen..
Ich bin immer viel unterwegs, fast jedes Wochenende.
Nein, jedes Wochenende.
Nicht immer zwei Tage am Stück aber manchmal sogar das. Mal bin ich in Clubs, meistens in meinem Lieblingsclub, dort wo ich schon fast jeden Mitarbeiter kenne und sogar den Besitzer des Ladens.Es kommt sogar vor das ich ab und an einen Drink aufs Haus bekomme. Was nicht unbedingt von Vorteil für mich ist, da ich sowie so schon ziemlich viel trinke. Aber natürlich lehne ich die Getränke nie ab.
Auch nicht die, die ich von irgendwelchen Kerlen spendiert bekomme. Natürlich vergewissere ich mich jedes mal dass da keine Pille rein geschmissen wird, ich stehe jedes mal daneben wenn das Glas, für mich, an den Bartresen gestellt wird.
Naja, aber manchmal bin ich auch auf Privaten Partys oder irgendwelchen anderen Veranstaltungen oder Festivals.
Wenn ich nüchtern bin, was meistens unter der Woche der Fall ist, weiß ich dass der ganze Alkohol bestimmt nicht so gut für meine geistige Weiterentwicklung ist. Und ich versuche dann auch heraus zu finden warum ich jedes Wochenende so viel trinke. Ich kanns mir teilweise nicht erklären.
Auch wenn ich betrunken bin weiß ich dass das nicht gut ist aber das ist mir dann egal. Ich versuche dann nur mich abzulenken und einigermaßen Spaß zu haben. Auch wenn mir oft meine Probleme im Hinterkopf schwirren. Es sind viele, kleine Probleme. Kann sie teilweise nicht mal alle aufzählen oder überhaupt in Worte fassen.
Warum ich das aufschreibe?
Das ist glaube ich so eine Art von Verarbeitung der Dinge die so passieren. Ich hab mal gehört das soll gut sein und ich bin was Worte angeht nicht gerade untalentiert. Man muss sich ja auch mal selbst loben.. wenigens ab und zu. Nein, eigentlich mag ich mich in vielerlei Hinsichten echt gern aber dann wiederum auch nicht. Echt verwirrend, auch für mich selbst. Aber ich glaube das haben neunundneunzig Prozent der Menschen. Komplette Selbstaktzeptanz ist glaube ich, etwas was nur wenige Menschen haben. So gut wie keiner bestimmt. Doch viele die ich kenne, die strahlen sowas aus, sowas wie Selbstaktzeptanz und sowas will ich auch können. Auch wenn es nur eine Maske ist, diese Maske gefällt mir.
Nur lasse ich mich immer zu sehr von meinen negativen Gedanken einnehmen und dann sieht man mir das auch deutlich an.
Ich fange mit meinem ersten Problem an, auch wenn ich nicht genau weiß welches das erste sein soll, weil es eben so viele sind.
Dieser eine Junge, über den möchte ich gern schreiben. Einen Mann kann ich ihn nicht nennen, weil er eben noch sehr jung ist. Zwar ist er genau so alt wie ich, doch im Kopf ist er gefühlt wie ein Junge, der in der Pupertät steckt.
Gut dass das hier sowie so nie jemand lesen wird..
Wie könnte ich ihn nennen? .. Ich nenne ihn Johnny.
Undzwar aus dem Grund weil ich gerade ein Buch gelesen habe, in dem ein Charakter, den ich sehr mag, genau so heißt.
Naja, jedenfalls ist Johnny sehr schwierig einzuschätzen. Wir hatten mal was mit einander. Einmal. Ich mochte ihn vorher schon, aber eher als Kumpel, man konnte mit ihm gut plaudern und rumalbern. Und dann ist es einfach so passiert. Ich war gebrochen, er war da, ich hatte mir nichts dabei gedacht und er wahrscheinlich ebenso wenig.
Doch irgendwann kribbelte es in meiner Magengegend, jedesmal wenn ich an ihn dachte oder wusste, ich würde ihn gleich wiedersehen.
Ich war noch nie verliebt also weiß ich nicht ob es das ist, aber meine Beste Freundin hat gesagt, dass sie glaubt das es sich so anfühlt.
Jedenfalls beschlossen wir, danach, einfach so weiter zu machen wie bisher. Freunde sein und normal mit einander umgehen.
Dass das nicht funktioniert, hätte mir klar sein müssen. Obwohl ich schon das ein oder andere Mal dieselbe Situation hatte und die Kerle damit gut klar kamen. Aber ich musste mir wohl eingestehen, das nicht jeder so damit umgeht. Manche Typen sind dann verliebt in einen, haben einfach nur Interesse an weiteren malen miteinander oder haben keinen Bock mehr auf einen.
Und wie gesagt.. er war sehr schwer einzuschätzen und ich konnte nicht einordnen in was für einer Schublade er steckte.
Wir haben einen gemeinsamen Freundeskreis also sehe ich ihn auch so gut wie jedes Wochenende beim feiern.
Vielleicht gehe ich deswegen so oft raus, wegen ihm, aber ich weiß es nicht.
Er ignoriert mich fast jedes mal, gekonnt, wenn ich in der Gruppe stehe. Manchmal sagt er mir notgedrungen Hallo oder Hi.
Selten umarmt er mich dabei, so wie er es bei den Anderen zur Begrüßung tut. Und jedes mal frage ich mich, was ihn so verschreckt, wie er sich in meiner Gegenwart fühlt.
Ein paar Wochen danach hatte ich die Nacht mit einem seiner besten Freunde verbracht, ich weiß, Was ne Schlampe hm?
Nur liegt das daran das ich im moment alles vögel was einen Schwanz hat und halbwegs gut aussieht. Ist, glaube ich, eine Art von Selbstzerstörung. Gibt einem für einen kurzen Moment das Gefühl von etwas schönem und danach hasst man sich selber dafür.
Jedenfalls bin ich der festen Überzeugung davon dass er es aufjeden fall weiß und jetzt könnte ich sogar verstehen wieso er mich anscheinend nicht leiden kann. Vorher hatte ich mich immer gefragt warum?
Und trotz allem das ich diese Fehler gemacht habe und nun verstehen kann wieso er mich ignoriert, verletzt es mich so sehr wenn er mit anderen Mädchen flirtet. Er ist kein Aufreißer aber er ist jung, genau so wie ich, und möchte sicherlich auch ab und zu schauen ob mehr mit den Mädchen geht.
Er sieht mich auch nie an, wahrscheinlich empfindet er nichts weiter als Abschaum für mich. Aber ich stelle mir auch gern vor, wie er vielleicht über all meine Ecken und Kanten hinweg sieht und sieht wer ich wirklich bin. Das kann nämlich fast keiner.
Wenn er über sich redet, dann immer nur hochgestochen und ziemlich überzeugt von sich selbst. Ich denke das er in Wahrheit ziemlich unsicher ist, genau wie ich. Aber über so ernste Dinge redet er nie, hat er zu mindest noch nie. Außer an dem einen Abend wo er mich in meiner Traurigkeit aufgefangen hat. Aber so ernst habe ich nie wieder sprechen hören und deshalb werde ich nie erfahren was er wirklich denkt. Über diese Spannung zwischen uns. Vielleicht spürt er sie gar nicht so wie ich sie spüre. Vielleicht ist da für ihn nichts.. gar nichts.
Ich habe einmal versucht mit ihm zu reden, darüber. Aber er hat mich abgeblockt und ich habe es auch nicht wieder versucht. Denn ich habe mir geschworen ihm nicht hinter her zu laufen. Ich bin ja kein Hund.
Für den ersten Eintrag klingt das alles schon ziemlich verkorkst, oder?
Ja das ist es vermutlich auch und ich kann verstehen wenn man am Ende, Kopf schüttelnd, vor dem Computer oder Handy sitzt. Aber hey, Willkommen in meinem Leben.
Willkommen in meinem Kopf.











