"ich hab alles auf eine karte gesetzt und am ende habe ich verloren. das ist das risiko, das man eingeht, wenn man das gesamte leben öffnet und die fäden mit einer zweiten person verknüpft. der boden fehlt, das auffangnetz ist da, aber alles dazwischen sind unfassbar schmerzhafte operationen bei vollem bewusstsein. wenn sich eine liebe abwendet, dann wendet sich auch immer ein stück das leben ab und wirft alles, wofür man einen ort und einen namen wusste, auf die mülldeponie. und plötzlich ist ein zuhause kein zuhause mehr sondern ein gescheiterter versuch. plötzlich ist der nächste vertraute eine fremde person und jede insel in mir, die ich berühre, ist gefärbt von der unüberwindbaren verzweiflung am ende ins leere gelaufen zu sein. ich fühle keine reue, obwohl der weg endlos und die kraft unaufbringbar scheint. das ist der versuch zu sagen, dass sich meine größte befürchtung zur realität wandelt. was für ein schmerzhafter prozess. dass mein wunder punkt kein punkt mehr, sondern die offene see ist. und ich sinke, strample, werde überschäumt und bleibe starr zurück. die erfahrung zeigt, dass es immer ein danach gibt, wie auch ein danach aussehen mag. doch wenn sich die gesamte hoffnung aus einem körper verflüchtigt hat, darf man der hoffnungslosigkeit einlass gewähren. was jetzt folgt ist die anstrengung, das zerreißen, was folgt ist das trennen. bis ich laufen lerne drei sachen: von a nach b bewegen. im brustkorb raum machen und dinge lesen, die irgendwann wieder wahr werden: „und das ende einer liebe / ist nie das ende der liebe / sondern das ende einer liebe zu zweit“ (ludwig fels) " https://www.instagram.com/p/CU-HB_vpw8r/ - minusgold







