Grundidee: Verwendung der Moodle‐Plattform als technische Infrastruktur zur flexiblen Zusammenstellung von Arbeitsmaterialien (Bilder, Video, Mitschriften, usw.) und zur Unterstützung des gemeinschaftlichen und individuellen selbstorganisierten Lernens.
Lernziel: Tätige reflektierende Auseinandersetzung der Schüler und Schülerinnen mit dem Thema Glück, Unterstützung des Aufbaus eines Gemeinschaftsgefühls, das dem Einzelnen Kraft und Entfaltungsmöglichkeiten gibt.
Kursrahmen: Grobes Konzept für einen Kurs mit sechs verschiedenen Teilthemen; hierzu detaillierte Ausschnitte zu den Stunden folgender Teilthemen:
Glück des Augenblicks,
Abenteuer des Alltags,
Kultur und Kulturtechniken als Grundlage für soziales Lernen,
Verwendung der Moodle-Plattform direkt im Unterricht (vgl. Grundidee: Text 1).
Wir verwenden im Folgenden zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum, wo Frauen und Männer, Mädchen und Jungen gemeint sind:
Projektumsetzung
Nach unserem Projektplan haben wir folgende Tätigkeiten ausgeführt: Umgang mit Moodle-Plattform,
ausführliche Literaturrecherche,
thematischen Rahmen abstecken und Aufgabenverteilung,
Spezielle Literaturrecherche zum Thema: “Schulfach Glück”, Unterrichtskonzeption 1: Glück des Augenblicks,
Unterrichtskonzeption 2: Abenteuer des Alltags ,
Unterrichtskonzeption 3: Kultur und Kulturtechniken als Grundlage für soziales Lernen (noch nicht vollständig)
Zum Inhalt und Umsetzung der drei detaillierten Stunden für die Teilthemen:
Als fachliche Inhalte für die drei Unterrichtskonzeptionen haben wir “Glück des Augenblicks”, “Abenteuer des Alltags” und “Kultur und Kulturtechniken als Grundlage für soziales Lernen” aus dem Lehrplan für das Fach Glück in der zweijährigen zur Prüfung der Fachschulreife führenden Berufsfachschule gewählt (vgl. http://fritz-schubert-institut.de/images/Lehrplanglck.pdf).
Unterrichtskonzept 1: “Glück des Augenblicks”
In der ersten Unterrichtskonzeption “Glück des Augenblicks” sollen die Schüler nach dem Lehrplan “durch geleitete Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen lernen, aufmerksam und wach zu sein und zu sehen, dass alles eine Bedeutung hat und sorgfältig und behutsam damit umzugehen ist” (http://fritz-schubert-institut.de/images/Lehrplanglck.pdf, S. 12):
Dazu haben wir einen Link zu einem Entspannungsvideo gesetzt.
Weiterhin haben wir in Moodle Aufgaben formuliert, die von den Schülern bearbeitet werden, indem sie ihre Antworten in ein Word-Dokument schreiben und dieses hochladen. Der Lehrer kann diese Antwort lesen, kommentieren und eine Bewertung in Moodle eingeben.
Weiterhin können sich die Schüler für eine geplante Gruppenarbeit mit dem angebotenen Link zu Planet-Schule ihr ausgelostes Video ansehen.
Die Funktion “Glossar” wird verwendet, um relevante Begriffe aus den Videos zu beschreiben und für alle Schüler nachlesbar zu machen. Zusätzlich ist jede Übung in Moodle kurz beschrieben, so dass die Schüler zu einem späteren Zeitpunkt besser nachvollziehen können, was im Unterricht behandelt wurde.
Screenshot der Einheit in Moodle
Aus didaktischer Sicht wollten wir den “Weltbezug” durch die Interaktion zwischen den Schülern untereinander und mit dem Lehrer herstellen (Sesink 2005: 22). Daher hatten wir uns überlegt, dass das Video zur Entspannungsübung am Smartboard abgespielt wird und alle Schüler diese im Klassenzimmer mitmachen. Die individuelle Reflexion jedes Schülers findet wie oben beschrieben dann wieder am PC statt. Solche gemeinschaftliche Gruppenphasen haben wir bewusst in den Unterricht eingebaut, weil wir kein Modell entwerfen wollten, das die Schüler zu reinen Usern bzw. Objekten macht. Daher auch ein Gruppenpuzzle und eine Gruppenarbeit zum gemeinschaftlichen Erstellen einer Mind-Map.
Unterrichtskonzept 2: “Abenteuer des Alltags”
In der zweiten Unterrichtskonzeption “Abenteuer des Alltags” werden die Schüler unter anderem erfahren, wie sich eine gute Planung auf ihr Wohlbefinden auswirkt (vgl. http://fritz-schubert-institut.de/images/Lehrplanglck.pdf; Seite 13):
Dazu können sie in Moodle per Link den Text “Zen to done” für die geplanten Gruppenarbeiten aufrufen und lesen.
Die Schüler sollen einmal unter Zeitdruck und einmal mit ausführlicher Zeit jeweils eine Aufgabe lösen.
Die Lehrkraft hat hier mit Moodle die Möglichkeit erst im Unterricht die Aufgabe freizugeben und eine kurze Frist von 10 Minuten zu setzen, so dass die Schüler wirklich unter Zeitdruck arbeiten.
Die Ergebnisse werden diesmal während der Arbeitsphase von den Schülern in Moodle im Editor eingegeben.
Die Lehrkraft wird auch diese bewerten.
Im Anschluss daran oder schon während der Gruppenphasen sollen die Schüler mit der Funktion “Feedback” in Moodle mindestens einen Beitrag über ihre persönlichen Erlebnisse schreiben. Die Schüler können ihre Einfälle, Gedanken und Einschätzungen verbalisieren und diese könnten in einer späteren Stunde noch einmal gemeinsam reflektiert werden.
Screenshot der Einheit in Moodle
In diesem Unterrichtskonzept haben wir eine neue Funktion, nämlich “Feedback”, genutzt, um das individuelle, organisierte und gemeinschaftliche Lernen zu fördern. Lernende entscheiden eigenständig, wie viele Kommentare sie formulieren wollen und die Beiträge können gemeinsam im Plenum besprochen und reflektiert werden.
Unterrichtskonzeption 3: “Kultur und Kulturtechniken als Grundlage für soziales Lernen”
In der dritten Unterrichtskonzeption “Kultur und Kulturtechniken als Grundlage für soziales Lernen” sollen die Schüler unter anderem erfahren, welche Bedeutung angemessene Umgangsformen haben(vgl. http://fritz-schubert-institut.de/images/Lehrplanglck.pdf, S. 14):
Übungen und Aufgaben sind dazu in Moodle gestellt (s. Screenshot).
Weiterhin wird angestrebt, den Schülern näher zu bringen, welche Auswirkung zum Beispiel Musik auf ihr persönliches Wohlbefinden hat. Dazu können in Moodle per Link, Videos aufgerufen und gemeinsam gehört werden.
Screenshot der Einheit in Moodle
Diese Unterrichtskonzeption ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig. Wir überlegen noch, mit welcher Unterrichtsmethode und weiteren Moodle-Funktionen wir diesen Abschnitt umsetzen werden.
Zum Erfolg der Projektumsetzung:
Wir wollten mit diesem Projekt zum einen die Möglichkeiten einer Moodle-Plattform zur flexiblen Zusammenstellung von Arbeitsmaterial aufzeigen. Dabei haben wir überwiegend die Funktionen
Aufgabe
Feedback
Datei hochladen
Glossar
verwendet. Als Medium eignet sich die Moodle-Plattform vor allem, zur Bereitstellung verschiedener Videos für die Gruppenphasen verbunden mit dem “bequemen” Aufrufen dieser im Unterricht. Weiterhin ist es sehr einfach für die Lehrkraft, Aufgaben zu formulieren, hochzuladen und eine Frist zu setzen. Je nachdem, wie die einzelnen Unterrichtsstunden verlaufen, kann die Lehrkraft sehr schnell reagieren und bei Vertiefungsnotwendigkeit in Moodle anderes Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellen und Aufgaben hochladen. Auch kann es sein, dass sich eine Abstimmung per Moodle anbietet oder im Chat die Schüler kommunizieren.
Zum anderen soll mit Moodle das gemeinschaftliche und individuelle selbstorganisierte Lernen unterstützt werden. Wir wollten besonders die Elemente der Reformpädagogik und der konstruktivistischen Mediendidaktik benutzen, wie Selbsttätigkeit und Selbstregulation der Schüler, anschließen an bereits vorhandenes Wissen und Einbettung desselben in sinnvoll erlebbare Erfahrungs- und Handlungskontexte. (Sesink 2005: S. 21 und auch Petrik 2012: S. 5f). Dazu haben wir bewusst Gruppenphasen eingebaut und Moodle macht es der Lehrkraft leicht, für alle Schüler Medien wie Videos, Links oder Texte bereitzustellen. Besonders für die individuelle Betreuung des Lernens bietet sich die Feedback-Funktion an. Es wäre auch möglich, den Lernenden jederzeit eine Feedbackfunktion zum Sammeln spontaner Gedanken zur Verfügung zu stellen, die im Nachhinein gesammelt und gemeinsam reflektiert werden können.
Wir überlegen auch, ob wir ein Mahara-Portfolio als virtuelles individuelles Schülerheft für Notizen und Reflexionen anbieten sollten. Die Nutzung dieser Funktionalitäten kann individuell erfolgen, jedoch auch von der Lehrkraft explizit als Medium eines gemeinschaftlichen unterrichtsbegleitenden Brainstormings kommuniziert werden. In beiden Fällen entscheiden Lernende eigenständig, wie oft und wann sie sich der Moodle-Plattform als individueller oder gemeinschaftlicher virtueller Notizblock bedienen wollen.
Folgende Tätigkeiten stehen noch aus:
Verfassung eines groben Unterrichtskonzepts zur Einbettung der drei Unterrichtskonzeptionen,
vollständige Konzeption der Unterrichtskonzeption 3,
Bestimmung der Testpersonen für den Betatest
Projektplan für noch ausstehende Tätigkeiten:
Literatur
Sesink, Werner (2006): Verhältnis von Allgemeiner Didaktik zur Mediendidaktik, Fernuniversität Hagen.
Petrik, Andreas (2012): Der heimliche politikdidaktische Kanon, in: Juchler, Ingo (Hrsg.): Unterrichtsleitbilder in der politischen Bildung, Wochenschau Verlag, Schwalbach/Taunus. URL: http://www.lpb-mv.de/cms2/LfpB_prod/LfpB/_downloads/Jahreskongress_2011_Petrik_politikdidaktische-Kanon.pdf
Autorin: Tanja Hölzel
Teil 1: Das Konzept
Teil 2: Von der Theorie zur Praxis
Wir verwenden im Folgenden zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum, wo Frauen und Männer, Mädchen und Jungen gemeint sind.
1 Ursprung der Idee
In Anbetracht unserer sehr unterschiedlichen Fächerauswahl (1) haben wir ein Thema gesucht, dass nicht ein bestimmtes Fach privilegiert und so geartet ist, dass wir alle uns damit identifizieren und auch eine Leidenschaft dafür entwickeln können.
Die ARD und angeschlossene Rundfunksender hatten vom 16. bis 22. November eine Aktionswoche über das Thema Glück. Dabei wurde auch über den Glücksunterricht an Schulen berichtet. Treibende Kraft für dieses neue Unterrichtsfach ist der ehemalige Schulleiter der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg, Ernst Fritz-Schubert, der auch das Fritz-Schubert-Institut für Persönlichkeitsentwicklung gegründet hat. 2007 startete Fritz-Schubert das Projekt „Schulfach Glück“ mit einem Kompetenzteam an seiner Schule. Inzwischen ist er pensioniert und unterstützt mit seinem Institut ehrenamtlich Schulen, die Glücksunterricht einführen wollen. Er hat auch einen Lehrplan für die Berufsfachschule Wirtschaft, Klasse 9-10 (PDF), konzipiert, der die Erwartungen und Inhalte des Fachs konkretisiert. Heute, so der Südwestfunk, wird Glücksunterricht an über 100 Schulen in Deutschland und Österreich gehalten, sei es als Projekt oder als festes Unterrichtsfach.
Wir wollen Moodle als einen Teil des Unterrichts nutzen, der als Arbeitsfläche, Kommunikationsplattform und Dokumentationsort dient, jedoch nicht alleine den Unterricht bestimmt. Nicht geplante Diskussionen und Änderungen in der Unterrichtsabfolge aufgrund der heterogenen Zielgruppe müssen ebenso möglich sein wie von den Schülern gewünschte oder vom Lehrer konstatierte Vertiefungsnotwendigkeiten. Dazu sollte es zwar feste Aufgaben- und Übungsanteile geben, diese jedoch frei gewählt werden können oder Ähnliches. Aufgaben wären zum Beispiel: „Versuche einen Tag lang immer zu lächeln, schreibe deine Erfahrungen auf und lade das Dokument in Moodle hoch“. Eine Übung könnte sein: „Lass dir von deinen Mitschülern freundliche Sachen über dich auf einen Zettel auf dem Rücken schreiben“. Dabei sollten die Aufgaben von den Schülern jeweils benotet und ein gemeinsamer Bewertungstext dazu verfasst werden.
4 Ziele
Unsere vorläufigen Hauptziele des Projekts sollen zum einen sein, Moodle als Unterrichtsmedium bzw. Arbeitsmittel oder Lehr- und Lernmittel zu prüfen. Zum anderen soll den Schülern ermöglicht werden, ein Verhältnis zum Thema Glück zu entwickeln und eine soziale, freudvolle und verantwortliche Beziehung zu ihrer Umwelt und sich selbst anzubahnen, ohne dabei Harmoniesucht zu praktizieren.
Wir werden ein knappes Unterrichtskonzept verfassen, um die Themen und Inhalte vorzustellen. Eingebettet in dieses Konzept werden wir drei aufeinander folgende Unterrichtseinheiten konkret konzipieren. Für die fachlichen Inhalte bietet sich eine Dreiteilung in „kleines, großes und geteiltes Glück“ oder „Haben, Lieben und Sein“ nach dem Dreieck des Glücks an. Eventuell finden wir aber auch im Lehrplan „Glück“ noch weitere Anregungen. Im Fokus bei der Gestaltung der Unterrichtseinheiten steht aber die Möglichkeiten des Mediums Moodle voll auszuschöpfen, um vor allem „untereinander und miteinander“ zu lernen.
Literatur
Sesink, Werner (2006): Verhältnis von Allgemeiner Didaktik zur Mediendidaktik, Fernuniversität Hagen.
Petrik, Andreas (2012): Der heimliche politikdidaktische Kanon, in: Juchler, Ingo (Hrsg.): Unterrichtsleitbilder in der politischen Bildung, Wochenschau Verlag, Schwalbach/Taunus. URL: http://www.lpb-mv.de/cms2/LfpB_prod/LfpB/_downloads/Jahreskongress_2011_Petrik_politikdidaktische-Kanon.pdf
(1) Fächerkombination der Projektgruppe: Master of Education, LaG Informatik/Biologie, LaG Politik und Wirtschaft/Deutsch
Autorin: Carola Pienkny
Teil 1: Das Konzept
Teil 2: Von der Theorie zur Praxis
«Arhitekt teeb joonise, mille põhjal siis luuakse maailma midagi materiaalset, mida seal seni ei olnud. Loodusteadlasel on matemaatiline mudel – aga sellega ta minu meelest pelgalt ei kirjelda, vaid ühtlasi kirjutab maailma meile ette,» arutleb Mets. «Mudel ütleb, milliseid maailma omadusi tuleb märgata ja arvesse võtta. Ja, teiseks, kuidas maailmaga toimida, et selles mudeliga kirjeldatavaid seaduspärasusi täheldada.»