Ich war noch nie so der Typ für ne verheißungsvolle Zukunft.

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Ich war noch nie so der Typ für ne verheißungsvolle Zukunft.
ich
Der Übung, das kleine abhängige ich, in die Lüge vor dem Nichtich zu mauern, macht das Wesen nicht besser, der Unbill sich selbst und den anderen.
Interesting insights of somebody who tried to use Wikibase as a database 📅 https://t.co/RxsEtVqITj
— Jakob (@nichtich) November 29, 2018
Crowdsourcing platform developed for National library of Wales based on Omeka S: https://t.co/GZo7w2OmUe #EuropeanaTech https://t.co/0Bo6pqL477
— Jakob (@nichtich) May 15, 2018
Ich existiere nicht, ich beobachte nur eine, die versucht ihr Leben auf die Reihe zu bekommen und in tausenden, bunten Facetten immer wieder aufs neue scheitert.
- Es War deine Wahl du bist gegangen nicht ich ! #you #me #youandme #duundich #deinewahl #wahl #dubistgegangen #gegangen #nichtich
Ich war eben tanken, an der Tanke, wo ich immer tanke und hab beim Typ bezahlt, der mich schon x mal kassiert hat. Erst heute allerdings ist ihm aufgefallen, dass auf der Karte, mit der ich bezahle, ein ziemlich altes Bild von mir ist. Ich trage auf dem Foto einen rosa Pullover, habe lange blonde Haare, bis runter zu den Titten. Viel Haare, lang, gerade geschnitten. Haare, die ich von der 3. Klasse bis zum Abi beim kleinsten Ansatz sofort nachgefärbt habe, weil ich mich für mein Straßenköterblond geschämt habe. Ein Schnitt und ein Farbton, der sich vor jeder Rebellion wegduckt, reinpasst und aussieht, wie es sich gehört. Der Typ studierte eingehend das Bild, schaute immer wieder kritisch zu mir, während das kleine Gerät neben der Kasse unaufhörlich ratterte und schließlich den Bon ausspuckte. Irgendwann fixierte mich sein Blick mit einem Gesichtsausdruck, den ich nicht deuten konnte. Mit einem halb zugekniffenen Auge und unter den Fusseln seines braun-grau-melierten Vollbarts hielt er die Karte hoch, neben mein Gesicht, und sagte, (“wenns erlaubt ist”), dass ich mit langem Haar doch so viel hübscher sei als jetzt. Mich traf diese Aussage nicht wirklich. Manchmal sagt jemand etwas und man spürt, wie einem kurz heiß und kalt wird, dass sich für Sekunden etwas zusammenzieht, dass die Ohren oder Wangen kurz glühen. Nichts von alledem habe ich gespürt. Es war mir egal, was er denkt, weil er nichts von mir kennt, keine Ahnung hat, wer ich bin und welchen Weg ich hinter mir habe. Die Zeit, in der das Bild entstand, war einfach so unfassbar merkwürdig, überhaupt habe ich das Gefühl, damals in einer emotionalen Blase gelebt zu habe, nicht wirklich Teil haben zu können, mich selbst gar nicht zu verstehen. Das hat mich furchtbar unglücklich gemacht, ich fühlte mich allein, wusste nicht, wohin mit mir und meinen weirden feelings und ich hab versucht, so unauffällig wie nur irgendwie möglich zu sein. Ich wollte es allen recht machen, meinem konservativen Kaff, meinen Eltern, allen nur irgendwie denkbaren Autoritäten. Als ich während des Studiums immer mehr zu mir selbst gefunden habe, fühlte sich auf einmal alles so viel echter an. Ich hab gemerkt, was es heißt, eine Fassade ablegen zu können. Es ist noch lange nicht genug, aber ich fühle mich innerlich so viel freier und mag mich. Noch nicht genug und nicht 100%. Aber ja. Ja, ich mag mich. Wenn ich in den Spiegel schaue, jetzt, so wie ich bin, sehe ich mich. Endlich ich. Ich mag mich und meine kurzen Haare, die ich wild zu Berge stehen lassen kann, wenn ich Lust habe. Die frisch vom Friseur meine Handflächen kitzeln und witzige Geräusche machen, wenn ich mich auf ein Kissen lege. Die so verdammt viel Spaß machen, wenn der Wind direkt um meine Ohren wehen kann. Seitdem fahre ich so viel öfter mit geöffneter Scheibe und drücke das Gaspedal immer mehr durch, bis mein Ohr eiskalt ist und auch die letzte Haarspitze nicht still steht. Vielleicht muss ich deswegen viel häufiger tanken als früher.
Die einen rauchen zum Spaß, die anderen um zu sterben.