Juni 2021
Unendlicher Spülspaß mit Nupsi, Gegennupsi und Dings
Am frühen Morgen gehe ich schlaftrunken auf die Toilette und die Spülung ist nicht mehr abzustellen. Gefühlt ganze Seen pro Minute laufen geräuschvoll ins Klo und ich bin doppelt überfordert, weil es nicht nur Technik ist, von der ich nichts weiß, sondern auch einfach viel zu früh am Tag. Aber es hilft ja nichts. Ich hole erst mal meine Brille.
Mit viel Kraft kämpfe ich den Deckel vom Spülkasten und sehe: das Kastenuniversum ist kollabiert. Das komplette Abflusszumachdings hat sich vom Spülhebeldings gelöst und alles liegt irgendwie schief im Kasten, das Wasser rauscht unerbittlich. Ich stelle alles wieder auf und hake ein, was eingehakt gehört. Schließe den Deckel. Sieht gut aus. Spüle. Wieder das Gleiche: Alles hat sich voneinander gelöst, das Wasser rauscht in den Abfluss.
Es dauert 2 weitere Versuche, bis ich mir das Abflusszumachdings das erste Mal genauer ansehe und feststelle, dass da zwei Nupsis sind. An dieser Stelle meine ich zu hören, wie meine toten Ahnen kichern und sich “hat halt studiert” zuraunen, denn studiert haben ist in der Familie Code für “handwerklich wirklich keine Hilfe”. Oh und unten, erspüre ich jetzt, sind zwei sehr kleine hakenartige Gegennupsis. Das eine muss ein bisschen ins andere hineingedreht sein, um den äußeren Teil des Abflusszumachdings zu fixieren, so dass nur das innere Dings mit dem Gummidings sich beim Spülen hebt und senkt. Ha!
Ich drehe Nupsi in Gegennupsi. Die Ahnen raunen ein bisschen leiser, das Wasser auch. Bei der Testspülung hebt sich das Innendings geschmeidig und senkt sich dann wieder, um das Abflussdings mit dem Gummidings zu verschließen, so wie es sich gehört. Bin ich froh, denke ich, dass ich das hier alleine gemacht habe und nicht mit jemandem darüber kommunizieren musste, ich hätte ja dauernd nur “Dings” gesagt. Dann fällt mir das Techniktagedings wieder ein.
(Mia Culpa)












