Heute stand nur ein kurzer Besuch von ein paar vorgelagerten Inseln (nur vom Land aus) an und ein Spaziergang durch die Stadt. Wie so oft blieb es aber nicht dabei. Ich bin wegen des kurzen Programms erst Mittag los und gleich Richtung Westen zu den Sugar Loaf Islands und dem Paritutu Rock. Diesen Berg und die Inseln hatte ich gestern vom Taranaki aus gesehen und für interessant befunden. Was ich nicht wusste ist, dass man da auch hochkraxeln kann. Es gab zwar eine Warnung am Fuß des Berges, aber da sind Väter mit ihren Kindern hoch, also was? Das „Was?“ habe ich dann nach ein paar Minuten des Treppensteigens mitbekommen. Ab da ging es steil über den blanken Fels. Es gab eine Kette an der Seite, ohne diese wäre ich nicht hochgeklettert. Es war wirklich steil. Ich hab mal gerechnet: wenn man auf einen Meter Länge 5 Meter Höhe macht, entspricht das einem Steigungswinkel von 78,7 Grad. Nun habe ich natürlich nicht gemessen, aber das könnte an den steilsten Stellen schon hinkommen. Hochzu kein Problem, wenn auch anstrengend. Man ist in zehn Minuten oben (ich in 15). Die Panoramasicht von den 154 m Höhe ist phantastisch. Das Problem ist das Runterklettern. Ich habe ja Höhenangst und wenn ich da hinunter schaue, schlackern mir die Knie. Also musste ich so runter, wie ich hoch gekommen bin, mit dem Rücken zum Abgrund. Das ging überraschend gut. Danach habe ich mich noch auf die Suche nach einem Cache gemacht, den ich aber nicht entdecken konnte. Dafür habe ich schöne Aussichten von den Klippen gehabt. Dann ging es zurück in die Stadt und dort ins Museum Puke Ariki, ein sehr schön und modern gestaltetes Museum über die Natur der Region und auch die Geschichte mit zwei Schwerpunkten: einmal aus der Sicht der Siedler, welche vorrangig aus dem Südwesten Englands kamen und zum Anderen aus der Sicht der Maori, welche dieses Land schon lange vorher besiedelten. Sehr interessant. Ich habe mir einen halbstündigen Film über Parihaka, eine größere Siedlung der Maori, angesehen. Meine Abneigung gegenüber allen Kolonialmächten hat sich durch diesen Film nicht verringert! Dann bin ich ins Motel gefahren, habe eine Pause eingelegt und bin dann nochmal zu Fuß los, um mir die Innenstadt nochmal genauer anzuschauen. Auch das war sehr schön, vor allem, da ich eine Menge Streetart entdecken konnte. Und einen kurzen Kneipenbesuch habe ich auch noch in meinen Spaziergang eingebaut. Da habe ich Kricket auf einem Riesen-TV gesehen. Dieses Spiel erschließt sich mir nicht, besonders nicht, wer wie was wann als Punkte zählt. War aber in einem Riesenstadion, Australien gegen Afghanistan. Dreimal dürft ihr raten, wer gewonnen hat. Okay, das ergibt bei nur zwei Mannschaften nicht wirklich Sinn, egal. Die Briten haben diesen komischen Zeitvertreib der „Stiff Upper Lips“ tatsächlich über den halben Erdball verbreitet. Das mit dem Fußball lasse ich ja noch gelten, aber Kricket?
B) von den Philippinen nach Taiwan, Malaysia, Bali und nochmal Neuseeland und dann von Auckland nach Chile. Tendenz 20:80.
Da meine Freunde Silvia und Julio erst im Mai nach Europa reisen, reicht es ja auch, wenn ich erst im März in Chile ankomme. Na mal sehen. Auf Boracay habe ich eine Woche Zeit, mich zu entscheiden.