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August
Weh wird mir; die Blätter fallen und auch das jüngste Kind wird alt. Voll von Zweifeln, voll Gewalt kehren wir immer neues Laub aus ewigalten Hallen.
So viel ist vor dem Winter noch zu schaffen und nichts davon lohnt wider seinen kalten Griff. Das Meer bleibt Meer, brandet nur kälter auf das Riff, während die Nachbarn Strandspielzeug zuammenraffen.
Ist meine Maske Trauer oder höflich’ Lachen? Ich kann die beiden kaum noch unterscheiden. Wie Steine und Gebüsch im Sturz durch Kinderknie schneiden, so schnell beschließt ein wundes Herz zu schlafen, statt zu wachen.
Finster tobt der Sturm durch alle Ritzen, reißt mich von Gedanken zu Gedanken, lässt mich fallen zwischen gift’gen, aber immergrünen Ranken und dann wie du und dich allein im Dunkeln sitzen.
Positives:
- (Ich versuche zumindest, mich nicht elend zu fühlen) - ich bekomme die Chance, mit meiner Krankheit angemessen und gesund umzugehen - ich bekomme die Chance, mit Felix angemessen und gesund umzugehen - ich habe ein Ziel (Abitur, eine gesunde Beziehung zu mir aufbauen, eine gesunde Beziehung zu Felix aufbauen) - ich habe eine echt schicke Frise - aus irgendeinem Grund wirke ich immernoch sympathisch auf Menschen??? - die Nebenwirkungen lassen nach -es wird (höchstwahrscheinlich) nie wieder so schlimm wie in den letzten Monaten
synthetische vader
Man bereut nur Ungetanes. Das glaub ich nicht. Aber ich glaube, man bereut Ungetanes immer. Ja, du magst pathetische Abgänge. Vielleicht magst du deshalb die Vorstellung von uns. Weil du pathetisch abgehen kannst. Weil ich pathetisch abgehen kann und es ein bisschen wie ein dramatisches Theaterstück ist.
Eigentlich bin ich glücklich, gerade. Eigentlich ist ein grausames Wort.
._.
Der Pathos und die Schublade
"Was tut man denn so an einem Donnerstagabend? Keiner da, alles still, alles dunkel." So war zumindest der Anfang des Blogeintrages, den ich gerade verfassen wollte. Man wälzt sein Hirn hin und her, um eine passende Einleitung zu finden und es kommt so etwas dabei heraus. Vielversprechend sieht anders aus. Nachdem die ersten paar Zeilen dann wirklich da stehen und man sich fragt wie man weiter machen sollte und vor Allem, wie sich das Ende gestalten sollte. Denn man kann sich am Anfang noch so viel Mühe geben, es nicht allzu pathetisch klingen zu lassen, der Schluss würde einem doch eh wieder einen gesalzenen Strich durch die Rechnung ziehen. Dann schreien alle sofort wieder 'Emo!'. Nicht dass an euren sog. 'Emo'-Texten was auszusetzten sei. Vereinzelt können sie für den Autor schon fast befreiend sein. Und als Leser merkt man doch hin und wieder auch ganz gerne, dass man nicht alleine traurig ist ... oder sich zumindest am Leid anderer erfreuen kann (mach ich ja auch ganz gerne). Schließlich denkt jeder mal nach. Manche mehr, manche weniger. Gerade wenn man zu dunkleren Stunden (des Geistes?) alleine rumsitzt und nicht recht weiß, wie man sich sonst beschäftigen sollte. Darf man doch. Denken fördert das Denkvermögen! Ich möchte hier noch einmal das 'Vereinzelt' aus dem grauen Text heraus heben. Liest man solche Einträge zu oft, oder verfasst man schon gar kaum etwas anderes, so wird es schon fast krankhaft. Die Masse macht's. Wie bei so vielen anderen Dingen auch, wird es durch Massenvertrieb entnervend. ('Hipster!'). Sieht man doch schon bei Sparten wie gesunder Ernährung oder Fernsehshows. (Ihr wisst ja gar nicht, wie viel ich aus dem Stehgreif aufzählen könnte.)
Damit ist hier mal wieder Schluss, und ich weine noch ein wenig um den Pathos aufrecht zu erhalten. (warum wird Pathos bzw pathetisch immer nur negativ angenommen?)'Emo!'